Berufswunsch: #longdistancehiker

Die Chancen auf einen Job als Lehrerin im Herbst stehen schlecht. Wir sollen uns nach einem “Plan B” umsehen, sagen die vom Landesschulrat. Hab ich gemacht. Ich werde Longdistancehiker.

Ohne Scherz jetzt, das wär schon ein Traum – loswandern, nur mit dem Nötigsten am Rücken, soweit mich die Füße tragen. Egal wo, egal wie lang es dauert. Einfach wandern.

Irgendwann mach ich das. Spätestens in der Pension. 😉 Und dazwischen mach ich mich stückchenweise auf den Weg.

Weitwander-Pläne für den Sommer 2017:

PS.: Wer Lust hat zum Mitwandern auf der einen oder anderen Etappe  – einfach melden! 🙂

8.-21.Juli 2017: Tauernhöhenweg Continued

…nachdem wir (Mum und ich) bereits 2014 und 2015 Teile des Tauernhöhenwegs (Schladming – Sportgastein) absolviert haben, geht’s dieses Jahr weiter, am 9.7.2017 von der Hagener Hütte (Sportgastein) und dann soweit wir kommen, Richtung Krimml (über Sonnblick, Großglockner, Venediger). Can’t wait!

31.Juli – Anfang Sepetember 2017: Alpen-Teil-Längsüberschreitung

Nach einem kurzen England-Aufenthalt, geht’s dann Ende Juli von Innsbruck Richtung Zermatt – vorbei an der Wildspitze, Ortler, Piz Bernina, Maloja-Pass usw. Der Routenverlauf orientiert sich z.T. am roten Weg der Via Alpina, bzw. dem blauen Weg. Insgesamt 600km. Mal schaun wie weit ich komm… Im September stünde dann die eine oder andere Gipfeltour im Monte Rosa Gebiet oder der Mont Blanc mit Jojo, meinem “kl.” Cousin, am Programm. Bis dahin sind aber noch viele Schritte zu tun.

Am meisten Kopfzerbrechen bereitet mir zur Zeit noch die Ausrüstung. Ich versuch zwar so “light” wie möglich zu packen, aber für die beste ultralighteste Ausrüstung fehlt mir grad einfach (noch) das nötige Kleingeld, und v.a. möcht ich für den einen oder anderen Gletscher (spätestens dann im September) auch gerüstet sein – sprich Pickel und Steigeisen sind sowieso on Board… Oh well, wird scho iwie werden.

 

Traumwege (für die Pension):

Te Araroa Trail – New Zealand – 3030km
…Milford Track (54km)
…Routeborn Track (32km)
…Heaphy Track (74km)

Pacific Crest Trail – USA – 4279km
…sehenswertes Video dazu:

 

Great Himalaya Trail – Nepal – 1700km

Wales Coast Path – GB – 1200km

Chinesische Mauer – China – 8000km

Alpen-Längsüberschreitung – Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich – 2000km

Kungsleden – Schweden – 180km

Hiking through Iceland (Laugavegur) – Island – (54km)
…auch ein super Video von Klara dazu:

The Skye Trail – Scotland – 128km

Haute Route – Zermatt/Charmonix – 10days

Tour du Mont Blanc – Frankreich –

GR20 – Korsika – 112miles

 

Unterwegs im Toten Gebirge: #nevertoooldforfirsttimes

2.-3.Juni 2017

Am Freitag ging’s für mich gleich richtung OÖ wo mich Mama am Hbf Wels abholte. Weiter gings mit dem Auto richtung Almtal, mit einem kurzen Zwischenstopp zwecks Jausen-Einkauf.

Um ca. 16.30Uhr machten wir uns dann vom Parkplatz beim Almtalerhaus (714m) auf den Weg richtung Welserhütte (1726m), unserem Schlafplatz für heute. Ca. 2,5-3h muss man für die Strecke ungefähr rechnen. Obwohl man die Hütte bei den Grundmauern bereits sehen kann, ziehen sich die restlichen ca.800hm noch ordentlich, v.a. wenn man ab dem Geröll-Feld bereits Leo (den Hüttenwirt) mit dem Ferngucker erkennen kann, der somit ganz genau über die körperliche Verfassung seiner zukünftigen Gäste Bescheid weiß… *schnauf* Der Empfang auf der Hütte ist dennoch nicht weniger herzlich. Da es noch Anfang der Saison ist sind erst wenige Übernachtungsgäste da, um genau zu sein an diesem Abend ausser uns nur eine Gruppe aus Tschechien, die aber sogar noch später als wir ankommen. Silvia und Leo nehmen sich Zeit für ein kurzes Plauscherl und tischen netterweise auch so spät noch feinstes Gemüsegröstl, Kotlette und Kaiserschmarrn auf. Und das alles bei Sicht auf einen wunderschönen Sonnenuntergang übern Almtal. Traumhaft. Nach ein paar hilfreichen Tipps für unser morgiges Vorhaben gehts für uns ins Bett – draussen graupelt es unerwartet, aber solangs morgen wieder besser wird….

Frühstüstück gäbs ab 6.30Uhr. Wir machen uns aber bereits kurz nach 6 Uhr auf zum Einstieg zum Tassiloklettersteig – gut markiert! Anspannung liegt in der Luft. Mama wagt sich als Neo-60erin an ihren ersten Klettersteig. Der Tassiloklettersteig ist zwar nie schwerer als C, doch v.a. die Einstiegspassage ist nicht die Einfachste und um diese Jahreszeit noch ganz schön nass und rutschig. Mama plagt sich. V.a. ihre ganz normalen Wanderschuhe bieten auf diesem Untergrund kaum Halt. Zurückgehen? Aufgeben? Nach den ersten Metern bestehe ich auf einen Schuhtausch – und siehe da, es läuft gleich viel besser! An manchen Stellen ist noch ein bisschen Mut gefragt, aber die Kraft kann man bei Gehstücken (A/B) immer wieder gut sammeln. Ohne große Probleme erreichen wir nach ca. 2h das Almtalerköpfl und von dort in ca. 1h unschwer den Schermberg Gipfel (2396m). Dort oben treffen wir noch auf die letzten Tourengeher der Saison und sehen ihnen neidisch bei ihrer Firnabfahrt zu. 

Nach einer ausgiebigen Frühstückspause gehts auch für uns hinunter – dank der aufgefirnten Schneedecke aber kein Problem und richtig spaßig! Zur Not nehmen wir uns auch noch zwei Haselnuss-Steckern (Überbleibsel vom Schermberglauf mit). Da es noch nicht so spät ist und das Wetter noch hält umrunden wir den Sauzahn auf der linken Seite und stoßen dann zum Normalweg rg. Fleischbanksattel, wo wir unsre Rucksäcke deponieren und dann die letzte Stunde zum Großen Priel (2515m) in Angriff nehmen. Ganz schön viele Leute tummeln sich hier heroben, die meisten steigen aber vom Prielschutzhaus auf, da die Südseite schon bedeutend schneefreier ist. Immer wieder imposant hier heroben, am Dach des Toten Gebirges. A special place.

Hinunter geht’s über zahlreiche Schneefelder recht rasant und z.T. ganz schön steil. Mit unsren Haselstöcken aber null problemo. Bald schon sind wir wieder auf der Welserhütte, wo wir aber nur kurz Pause machen und bald zum restlichen Abstieg aufbrechen. Kurz vorm Erreichen des Talbodens fängt es ordentlich zu regnen und gewittern an. Während wir völlig durchnässt im Regen am endloserscheinenden Weg zum Almtalerhaus unterwegs sind (zaach!), scheint oben schon wieder die Sonne. Pünktlich zur Ankunft beim Auto setzt sich aber auch im Tal wieder die Sonne durch – das obligatorische Bad in der eiskalten Alm lasse ich mir nicht nehmen! Müde, glücklich, zufrieden und auch ein bisschen stolz (1. Klettersteig mit 60 is ja schon gar nit so schlecht!) starten wir in das noch junge verlängerte Pfingstwochenende. Können schon auch was, die Berge in der Heimat! 🙂 

Eins is klar: I’ll be back! (v.a. der Welser Weg und das Schlossgespenst auf den Schermberg habens mir angetan…. #newprojects)

Aufs und rund ums Solsteinhaus: #wasfür1naissetour

25.-26.5.2017

Zu Beginn dieses langen Wochenendes kam zu Jojo und mir nach Tirol Besuch aus der Heimat in Form von den Seisis (Tante, Onkel samt kl. Cousinchen und Cousins).

Dem Schnee kann man seit Mitte Mai täglich beim Schmelzen zusehen, auch viele Hütten haben bereits wieder ihre Türen geöffnet – so auch das Solsteinhaus (1806m). High Time die Bergsaison 2017 so richtig einzuläuten.

Am frühen Nachmittag ging’s von Hochzirl (hinterm Krankenhaus) gemütlich, aber vollbepackt (mit Kletterausrüstung x4) los richtung Solsteinhaus. Recht einfach geht’s zunächst der Forststraße entlang, danach dem gut angelegten Steig zum bald sichtbaren Solsteinhaus. Insgesamt 810hm.
Oben gibt’s zunächst Kaffee und Kuchen, dann wäre der Plan den Klettergarten unsicher zu machen, den wir aber irgendwie verfehlen und deshalb nur eine kurze Klettersession an der hauseignen Kletterwand einlegen.

Das Abendessen (Knödelvariationen) ist vorzüglich – so auch die gesamte restliche Bewirtung (Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, Frühstücksbuffet,…). Nach einer Runde “Kuhhandel” haun wir uns dann auch schon bald in die Hapfn (tolle Lager!), da es am nächsten Tag früh raus und rauf gehn soll….

Der Wecker läutet bereits vor 4 Uhr – 10 Minuten später sind Hanna, Sami, Jojo, Eli und ich abgehbereit. Der Sonnenaufgang auf der Erlspitze (2341m). Bei der Hütte sind 1h Anstieg angeschrieben, wir lassen uns aber so früh am Morgen nicht stressen und brauchen ca. 1,5h. Obwohl’s zunächst sehr nebelig ist lassen wir uns nicht einschüchtern – und bald schon stehen wir über dem Wolkenmeer, umringt lauter Bergspitzen. Auf die Sekunde genau stehen wir mit der aufgehenden Sonne am Gipfel. Atemberaubend! So könnte jeder Tag starten!
Der Abstieg zur Hütte gestaltet sich dann relativ flott – der Vorfreude auf das Frühstück sei Dank! Das Frühstückbuffet lässt dann keine Wünsche übrig.


Frisch gestärkt machen wir uns als Gesamtgruppe dann wieder auf zum nächsten Gipfel, dem Großen Solstein (2541m). Ca. 2h dauert der gemütliche Anstieg, dann ist es schon wieder Zeit für eine kleine Gipfelrast. Den Kleinen Solstein lassen wir an diesem Tag links liegen da doch noch ein bisschen zu viel Schnee liegt.
Und dann, ja dann ging’s rasant zur Sache. Das gesamte Kar zur Neuen Magdeburgerhütte war noch durchzogen von lauter Schneefeldern, die wir uns natürlich nicht entgehen ließen: Anlauf genommen, auf den Hintern gesetzt, und runter ging’s mit einem Affenzahn. Juhuiii. Der Frühling in den Bergen kann schon was! 🙂

Bei der Neuen Magdeburger Hütte (1637m) gibts noch eine kurze Erfrischung, bevor wir dann durch den Wald, zum Teil der idyllisch, richtung Hochzirl weitermarschieren.

Am späteren Nachmittag kommen wir wieder beim Auto an – braun(rot)gebrannt, k.o., aber glücklich!

Schön war’s! Vor allem mit so einem netten Haufen schöner Menschen! 😉

 

Österreichischer Frauenlauf 2017: #unddielaufsaisongehtweiter

21.5.2017

Ganz spontan beschloss ich an diesem Wochenende nicht nur am Freitag für ein Sprachkursleiter-Meeting nach Wien zu fahren, sondern gleich noch 2 Tage dranzuhängen und am Sonntag wieder mal beim Österreichischen Frauenlauf an den Start zu gehn. Der war zu seinem 30. Jubiläum zwar schon längst ausverkauft, aber spontan fand ich dann doch noch ein Startplatzerl für die 10km. Unter falschem Namen, nämlich Aurelia, startete ich aus Startblock C und konnte gleich mal gscheit anzahn um zu den etwas flotteren und früher gestarteten B-Block-Läufinnen aufzuschließen. Es lief gleich mal erstaunlich gut (bedenkt man, dass ich im letzten Monat läuferisch eher doch seeeeehr auf der faulen Haut gelegen bin…). Km5 passierte ich in 24:13min. Dann wartete ich auf den Einbruch, der ja bei mir irgendwie immer auf der 2. Hälfte kommt (übermotiviertem Starttempo sei “Dank”). Ja, es wurde ein bisserl zacher und ich ein bisserl langsamer auf der Hauptallee und im Wurstelprater, aber von einem völligen Einbruch kann nicht die Rede sein. KM-Zeiten von ein bisschen über 5min sind ok (obwohl da scho noch mehr gehen muss in Zukunft). Und dann, auf den 2 letzten Kilometern war mir schon klar, dass ich mir meine erträumte, und längst überfällige OFIZIELLE sub-50min Zeit nicht mehr nehmen lasse! Zähne zambeissen und vom Anfeuer-Geschrei von VIE RUN mit Turbo in die Zielgerade. 

49 Minuten 52 Sekunden. PB. Läuft. 🙂 (bisserl mehr als 3min schneller als bei meim letzten 10km Rennen. Jippii.)

Die Freude ist groß – umso mehr, wenn die lieben Mitläuferinnen – am heutigen Tag Christina und ihre Mama – mit einem PB sub25min über 5km bzw. einer tollen NordicWalking-Performance bei ihrem 1. Laufevent ebenso eine tolle Figur machen! Congrats!!!

Schön war’s. Wie immer. Alles pipifeinst. Vom prallen Goodie-Bag. Über die knalligen T-Shirts. Der perfekten Organisation. Dem optimalen Wetter. Der bombigen Stimmung. Bis hin zur wunderschönen Medaille.

Danke Frauenlauf! Es war mir ein Volksfest. See ya next year!

Und JETZT? Ja jetzt steht der Sommer vor der Tür. Die Berge rufen. Aber das Laufen geht weiter. Muss es. 9074. Meine Startnummer für den Wachau Marathon im September. Auch ein Jubiläum. Ein gutes Omen für eine neue PB. Sub4 und so. #ehschowissen Can’t wait! 🙂

Die Probleme einer Hobby-Schwimmerin: #chlorliebe#odersoähnlich

Die Freibadschwimmsaison 2017 ist eröffnet. Beim Bahnenziehen hat man Zeit. Zeit sich Gedanken zu machen. Über sich selbst. Über andere. Und die Welt im Allgemeinen.

Kennst du?

Das Gefühl, wenn du während des Schwimmens vergisst wieviele Bahnen du nun eigentlich schon geschwommen bist.

Und das, obwohl du die 50-100 Längen (abhängig von der Schwimmbeckenlänge) im Kopf eh schon in 10er-Packete zerteilst.

Problematisch wird’s, wenn du dann auch noch vergisst an welchem Zehnerpaket du nun eigentlich gerade schwimmst. #hoffnungsloserfall

You know?

Der Moment, wenn du von einem andern Hobby-Schwimmer auf deiner Bahn überholt oder gar überrundet wirst.

Und du beim sofortigen prüfenden Blick auf seine Füße einsehen musst, dass ausnahmsweise keine leistungs-boostenden Plastikschwimmhäute (sprich Flossen) verwendet wurden. #ernüchternd

Kennst?

Das Gefühl, wenn Neulinge auf deiner Bahn glauben, dich in Grund und Boden schwimmen zu können, bald aber einsehen müssen, dass sie mit ein paar Sprint-Bahnen gegen deine ausdauerndes Zeitlupen-Kraulen (kann ich. 1h und länger. ohne pause.) keine Chance haben. #bissistolz

Kennst das?

Die Tatsache, wenn du deine Schwimmsessions nach der Sonne richtest. Deine Sorgen dem hoffentlich nicht verrutschten Schwimmanzug gelten (zwecks der Streifen). Du dich ärgerst den Bikini fürs anschließende Sonnenbad nicht dabei zu haben. Sonnencreme für dich ein Fremdwort ist. Und der erste Blick zu Hause der in den Spiegel ist, um den Bräunungsgrad zu checken versteht sich. #bräuneschinden

NACHTRAG: Oder wenn du nach dem ersten Sonnenbrand am Rücken Panik bekommst, die Schwimmanzugstreifen den gesamten Sommer nicht mehr loszuwerden und du ernsthaft in Erwägung ziehst die nächsten 100 Längen ausschließlich am Rücken zu schwimmen. Vielleicht ist Sonnencreme doch eine Option. #schmerzhaft

Verstehst?

Die Situation, wenn Möchtegern-Schwimmer die “GEGENdenUhrzeiger”-Richtungsregel völlig ignorieren, im Sportbecken kreuz und quer schwimmen, dich völlig von deiner “Linie” abträngen. Oder noch schlimmer: nicht einmal ans Ausweichen denken. Sodass du im Endeffekt oft sogar Slalom schwimmen musst (auch, aber nicht nur wegen der Menschenmassen) und sowieso komplett aus deinem System kommst. #derklügeregibtnach#oderso

Kennscht?

Der Moment, wenn du dich während und nach jeder Ausdauer-Schwimmsession fragst, ob du dich nicht doch mal als Triathletin versuchen solltest. Du beschließt, diesen Sommer wieder öfter schwimmen zu gehen. Und dich generell einfach richtig gut, motiviert, sauber und frisch fühlst.

#CHLORLIEBE

Milanomarathon 2017: #dannlaufmahaltmal arundedurchmailand

2.4.2017

Nach der 3-monatigen Vorbereitungsphase mit vielen Ups und einigen (motivationalen) Downs, war es am letzten Sonntag endlich soweit: Gemeinsam mit Christina stand ich um 9.30Uhr an der Startlinie zum diesjährigen Mailand Marathon – für mich der 2., für Christina war es Marthon-Premiere. Woop woop!

Den Vortag (Anreise am 31.3. am Abend) verbrachten wir weitgehend sightseeend auf unsren Beinen und sagen wir so, die Pre-Race-Nutrition hätte etwas ausgewogener sein können (ich sag nur gelati, pizza,…). Dementsprechend schwer fühlten sich meine Beine am Marathonmorgen auch an…

Augen zu und durch. Zu italienischen Opern-Arien setzte sich der Marathon-Tross in Bewegung. Die Stimmung pompastisch. Schnell kann ich zu den 3:50er Pacern aufschliessen. Es läuft sich erstaunlich leicht. Bei km13  macht sich das erste Mal der Bauch bemerkbar. Mein Pace wird bedenklich langsamer. Die Halbmarathonmarke überquere ich in ca. 1:57h – dann geht nichts mehr. Christina zieht an mir vorbei – zumindest lebt für eine von uns noch die Hoffnung die 4h Mauer zu durchbrechen! Bei km 23 bin ich kurz vorm Aufgeben. Der Magen spielt verrückt – auf das 2. Powergel verzichte ich. Kopf und Körper schreien “Aufhören!” “Bringt nix!” “3h-Zeit is eh nimmer drin!”. Und dann gabs da doch noch ein Fünkchen Energie, dass noch nicht ganz aufgeben wollte! Oder war es vl. doch einfach nur die auswegslose Situation in einer fremden Stadt ohne Geld und Ubahn-Ticket von der ländlichen Pampa zurück ins Citycenter zu kommen…?! Von Trink-Station zu Trink-Station (alle 5km) schleppe ich mich förmlich. Irgendwann überhol ich Christina wieder – auch ihre Batterien sind schon ziemlich aufgebraucht – so it seems. Bei km30 ist klar – die restlichen 12 schaff ich jetz auch noch irgendwie. Es is heiss. Ich hab viiel zu viel an (lange Ärmeln), der Weg zurück in die Stadt ziiiieht sich. Km für km nähert sich die erlösende Ziellinie, auf den letzten Kilometern ist die Stimmug wieder genial. Ich beisse die Zähne zusammen, setz ein breites Lächeln auf, nehme High-fives entgegen, lass mich die letzten Meter nur so feiern. Geschafft! 4h15min37sek. Yes! Immerhin meine PB um 45min unterboten. Ok, zugegeben, das war jetz nit wirklich schwer. 😉 Auch Christina schwebt bald darauf über die Zielline! We did it!!! Dieses Gefühl, unbeschreiblich! So stell ich mir Geburt vor. Zuerst mega schmerzhaft, und dann innerhalb von Sekunden alle Qualen vergessen. Fast. Zumindest solange man Stufen meidet. Also nach dem Marathon.

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Und dann – ja dann spielte mein Magen komplett verrückt. 1h nach dem Rennen: Schlecht, zittrig, Krämpfe. An ein Nachhausefahren mit dem gebuchten Bus war nicht zu denken. Also hing ich spontan noch ne Nacht dran und fuhr erst am nächsten Morgen zurück, während Christina schon noch am Abend ihren Flieger zurück nach Wien nahm. Bereits am späten Sonntagabend war aber auch bei mir körperlich wieder alles in Ordnung – und v.a. muskulär hielten sich die Zwickereien ziemlich in Grenzen. Training zahlt sich dann doch aus! 🙂
Fazit zum Milano Marathon: Tolles Event! Super organisiert. Wunderbare Strecke. Mega Stimmung – und das sogar unter den Läufern, die in einert Tour drauflos scherzen… (da kommt man sich mit Kopfhörern richtig doof vor). Gerne wieder! 🙂

Hier ein kurzes Video von unsrem Trip:

Und jetz? Tja, der letzte Marathon kann das nicht gewesen sein – da war noch was mit nem 3er vorne bei der Marathonzeit… Aber zunächst gestalt ich jetz mein Training ein bisschen abwechslungsreicher – mehr Trails, ein paar Fun-Runs (VCM Staffel, Wings for Life,…), alternative Gschichtln (Schwimm- und Bergsaison!). Und dann wird am Pace getuned – wär doch gelacht wenn Intervalle und ich nicht doch noch mal Freunde werden könnten…

Cya in der Wachau. Oder so. 😉

Welser Halbmarathon 2017: #slalomdurchdenregen

19.03.2017

Relativ spontan entschied ich mich an diesem Wochenende OÖ wiedermal einen Besuch abzustatten, genauso spontan beschloss ich auch am Samstag mich für den Halbmarathon in Wels am nächsten Tag anzumelden, und das obwohl das Wetter nichts außer Regen versprach. Aber ich mag Regen ja. Als Laufwetter. #naturalmoisturizer und so…. Also keine Ausreden. Außer meine Motivation, die sich in letzter Zeit oft (zu) sehr bitten lässt. Aber die gilt es durch solche Spontanaktionen zu überlisten.

Nett war es wieder mal in der Turnhalle an der Traun vorbeizuschauen und bei der Anmeldung ein paar bekannte Gesichter zu treffen – verbrachte ich dort in meiner Kindheit ja doch viiiele Stunden…

Läuferwadeln.

Am Sonntag um 10Uhr war es dann soweit: erstes Rennen des Jahres. Meine Nerven müssen sich erst daran gewöhnen. Die Anspannung war deutlich zu spüren, was sich leider auch auf meinen Magen schlug auf den ersten Kilometern. Der Gedanke ans Aufgeben war da. Ich konnte aber durchbeissen und ab km 6 ging’s dann körperlich besser – für’s erste!^^ Die ersten beiden der insgesamt drei 7km Runden liefen wir im strömenden Regen, aber bei durchaus angenehmen Temperaturen. Die dritte Runde war dann zwar ohne Regen, dafür eine reine Quälerei (auch trotz des Powergels (black current, not too bad…) bei km 14). Die Kilometerzeiten stiegen teils auf über 5:30min – die zuvor noch anvisierte Zeit unter 1h50min wurde dadurch leider unerreichbar, zumindest lt. offizieller Zeitnehmung. Nach 1min50min48sec konnte ich dann die Ziellinie überqueren. Neue persönliche Bestzeit, also eh ok. Aber mit ein bisschen konstanteren Kilometerzeiten muss beim nächsten Mal schon noch mehr drinnen sein. Zumindest zeigen meine Strava-Aufzeichnungen eine inoffizielle HM-Bestzeit von 1:49:10 und mit dem 5. Klassenrang darf ich ja dann doch ein bisschen zufrieden sein.

Zur Veranstaltung bleibt mir nur zu sagen: Top! Super Strecke. Super Organisation. Super Medaille. Super After-Run-Snacks. Absolut gelungen! Gerne wieder!

Alleine wegen der schönen Medaille zahlt sich die Teilnahme aus.

In 2 Wochen geht’s dann nach Mailand. Sagen wir so. Bereit fühl ich mich nicht. Keine Ahnung wie ich doppelt solang durchhalten soll… Aber wird schon iwie. Hoffentlich zumindest. 🙂