The Stubidity of Running a Marathon – totally untrained…

“2 Days 2 Go: Was wird das werden…?!”

Der Countdown läuft...

Der Countdown läuft…

1 – 2 – 3 – 4 – 5 – … – 6 Monate ist es her, da überkam mich auf einmal das Gefühl ich sollte mal einen Marathon laufen. Ganz ehrlich, wer möchte nicht von sich behaupten können: “Ich bin ein Marathon-Finisher”?!! Hört sich ja schon toll an oder? Und erst der Gedanke an die bewundernden Reaktionen der lieben Mitmenschen. Ach ja, und was sind schon 42km (42km und 195m um genau zu sein!)? Die Horrorgeschichten rund um den “bösen Mann mit dem Hammer” können ja so schlimm und so wahr auch nicht sein, oder?!

Ohne viele Gedanken zu verschwenden, mit nur wenigen Klicks war also dann bereits im Oktober das Ticket für den 30. Vienna City Marathon (VCM) gebucht. Zeit zum Trainieren war ja noch genug – 6 Monate waren genauer gesagt sogar perfekt für die optimale Marathonvorbereitung, und ohne jetzt hochstapeln zu wollen, eine gewisse Grundlagenausdauer kann ich ja dann zum Glück doch aufweisen, sei es durch diverse Laufsessions, Aktionen in den Bergen, das Studium, etc.

Aus den 6 Monaten wurden 3… Dann gab’s mal ein 2-wöchiges läuferisches Intermezzo im tiefsten/eiskalten Winter in Flachau im Dezember. Aus den 3 Monaten 2… Dann gabs einen weiteren hochmotivierten läuferischen Aufschwung von einigen Tagen (noch immer im tiefsten Winter in Flachau), der aber leider immer wieder durch ein Herumkränkeln unterbrochen wurde und später durch ein etwas kaputtes Knie komplett im Sand (Schnee) verlief…

Oh, und jetzt sind es noch ziemlich genau 36 Stunden bis zum Startschuss und ich bin seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gelaufen. Marathonvorbereitung – what is that again?! Ein vernünftiger Mensch würde jetzt wahrscheinlich sagen: “Klare Sache, den VCM musst du heuer sausen lassen. Fang mal wieder langsam an zu trainieren.” Das Problem ist – ich bin leider in solchen Sachen alles andere als vernünftig… Obwohl ich natürlich schon mit dem Gedanken gespielt habe meinen Startplatz zu verkaufen (aber wer will bitte schon unter meinem Namen laufen??? – Ummelden war nicht möglich…), war ziemlich schnell klar dass ich zumindest den Halbmarathon versuchen würde. Naja, und dann habe ich da von Leuten gelesen die völlig untrainiert einen Marathon gelaufen sind und da dachte ich mir – warum nicht ich auch?! Ein Versuch ist’s wert! Mal schauen wie weit ich komme…

Ok, also was ist mein Plan für Sonntag den 14.4.2013?
Ich werde pünklich um 9 Uhr völlig gechillt – es geht ja um nix – in meinem Startblock stehen (habe mich heute bei der Startnummernvergabe übrigens ganz freiwillig im letzten Block plaziert, die Zeit unter 4h wird dann wohl nix, aber das ist jetzt mal zweitrangig – oder so…). Und dann werd ich einfach loslaufen und sehen was passiert. Meine Marathon-Playlist ist übrigens auch schon erstellt, ich zähle fest darauf dass mich die Musik am Leben hält. Falls es jemanden interessiert – so wird mein Sonntagslauf durch Wien musikalisch umrahmt (geordnet nach Artists; Änderungen vorbehalten):

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Und jetzt?
Jetzt werde ich vielleicht noch ein bisschen dehnen, morgen (Samstag) noch einen kurzen Lauf nach Schönbrunn wagen (falls ich mich überwinden kann…), meine Kohlenhydrat-Speicher auffüllen, ausreichend trinken, genügend schlafen (das mach ich zur Zeit sowieso – Frühjahrsmüdigkeit???), meine schmerzenden Gelenke mit Voltaren eincremen und auf gutes Wetter hoffen…! 🙂 Ich bin gespannt… Mission “Marathon die Erste” kann beginnen!

“D-Day: Na dann renn ma mal a Runde durch Wien…”

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Heute war es also soweit – der Tag des VCMs war gekommen.Meine “trés égal”-Einstellung was mein Marathon-Antreten betrifft hat leider nichts genützt was meine Nachtruhe betrifft: Nur soviel – viel und ungestört geschlafen hab ich nicht in der Nacht von gestern auf Heute.
Um kurz nach 5 Uhr in der Früh klingelte dann bereits der Wecker um ja rechtzeitig zu frühstücken (Tee & Semmerl mit Honig), mit einer kalten Dusche aufzuwachen, das richtige Outfit zu wählen (ein Blick nach draußen und es war klar: kurze Hose, kurzes Shirt bei einem solch strahlend blauen Himmel…) und evtl. noch die Nudeln vom Vortag end-zu-verdauen (Letzteres leider vergebens…).

Gegen halb 8 Uhr gings dann mal richtung Startgelände, die U-Bahn bereits vollgestopft mit anderen Läufern. Kurz vorm Start habe ich dann noch 2 andere “Töchter” (Anm.: Der Club der Töchter ist ein von Nike gefördertes Projekt beim Wiener Frauenlauf und ich war 2012 dabei. Die sogenannten “Töchter” sind leicht erkennbar durch ihre Shirts…). Beide waren so wie ich weniger gut für den Marathon vorbereitet, aber wir beschlossen das zu schaffen – egal wie.

Um ca. 9.10Uhr gings dann auch für unseren Starblock über die Startlinie und ich muss sagen, es lief gleich mal richtig gut! Die ersten 10 km konnte ich ziemlich genau in meiner Wunschzeit (1h) laufen, wobei ich schon sagen muss, dass ich bei jeder Verpflegungsstation (alle 5km) auf alle angebotenen Refreshments zurückgriff. Das machte ich mir zur Regel, im Prinzip kann man sogar behaupten, dass ich mich von Verpflegungsstation zu Verpflegungstation schleppte und mich oft nur die Aussicht auf Wasser, Iso-Getränk, Bananen und ab km 35 auch Cola am Leben hielt… 😉 Insgesamt habe ich bei diesen Stationen wohl viel Zeit liegen lassen, denn Laufen und Trinken funktioniert bei mir nicht so gut bin ich draufgekommen und die Bananen runterschlingen wollte ich dann auch nicht… 🙂
Kurz vor Schönbrunn (km 16) hatte ich dann mal einen g’scheiten Einbruch, der erst im zweiten Drittel der Mariahilferstraße wieder durch ein sogenanntes “Runner’s High” (hach, es gibt fast nichts Schöneres…) vertrieben wurde.
Und dann stand die Entscheidung an: Entweder ins Ziel zum Halbmarathon einbiegen oder noch weitere 21km. Als Fan von “kl. Spielchen” nahm ich mir vor, sollte mein derzeitiges Lieblingslied (“Pompeii” von Bastille) noch vor dem HM ertönen (Playlist auf shuffle) würde ich weiterlaufen, ansonsten den Lauf beenden. Naja, und wie es so sein sollte erklang ca. 10m vor der Aufteilung in Marathon/HM der Song…!!! 😀 Also blieb mir nichts anderes übrig als weitere 21km  dranzuhängen. 😉


Ein paar km weiter hätte ich diese Entscheidung wohl bereits anderes getroffen, aber da war es schon zu spät. Ab km 25 wurde das Laufen etwas zur Quälerei: Die Oberschenkel steinhart und schmerzend, die Sonne direkt ins Gesicht, auf der gegenüberliegenden Straßenseite bereits zurückkommende, fast fertige Super-Läufer,… Ganz ehrlich, das drückt die Laune etwas! Mit Stolz kann ich aber zumindest behaupten dass ich zumindest bis km 30 so gut wie durchgelaufen bin (ausgenommen der Trinkpausen), danach wurden aber die  Gehpausen immer etwas mehr und länger. Im Geheimen machte ich mit mir Zielsetzungen aus wieweit ich ohne gehen laufen müsste um dann wieder ein Stückchen gehen zu können. Das funktionierte super – für mich zumindest! Mein Versuch auch andere (Geher) von meiner Methode zu überzeugen war nicht ganz so erfolgreich… 😉
Naja, Hauptsache mit dieser ausgeklügelten “Run & Go”-Strategie konnte mir nicht einmal der “Mann mit dem Hammer” etwas anhaben. Insgesamt kann ich behaupten dass es mir eigentlich zu keiner Zeit so richtig schlecht gegangen ist. Sicher, körperlich war ich schon am Ende meiner Kräfte, aber ich hatte eigentlich immer eine recht positive Grundstimmung und ich glaube sogar ein Lächeln auf den Lippen. Mental war ich aber doch sehr mitgenommen musste ich feststellen. Mathe war noch nie meine Stärke, aber dass ich auf einmal vergessen würde dass ein Marathon 42,195km lang war hätte ich mir nicht gedacht! Da war ich  ziemlich verdutzt als ich auf einmal doch 1km weiter laufen musste als berechnet.  Dementsprechend lange kamen mir auch die letzten km auf der Ringstraße vor. Die Stimmung war jedoch der Hammer: Menschenmengen am Straßenrand die lautstark anfeuerten. SUPER!
Den Zielsprint habe ich leider dann etwas zu spät angesetzt, somit steht bei meinem 1. Marathonergebnis ein “5er” davor… Um 15sec zu langsam für eine 4h Zeit. Wer mich kennt weiß, dass mich das schon ein bisserl ärgert… Aber wer nicht die Zeit zum Trainieren findet darf sich dann nicht beschweren. Punkt. Das Glücksgefühl über die Ziellinie zu laufen war trotzdem unbegreiflich schön! Wahnsinn!

Fazit: Was für ein Hammer-Tag! Der Mythos “Marathon” ist ab heute für mich keiner mehr, sondern ein realgewordener Traum! Mal ganz abgesehen von meiner derzeitigen körperlichen Lage (kaum fähig mich zu rühren… – aber bis jetzt ist jeder Muskelkater irgendwann mal weggeangen…), die Plagerei der 42,195km ist sofort vergessen wenn man ins Ziel läuft und die Finisher-Medaille um den Hals hängt! Ein Augenblick, den ich nicht so schnell vergessen werde!
Und jetzt wird mal ordentlich trainiert! Der nächste Marathon kommt bestimmt, vielleicht ja schon am 15.9. in der Wachau!

I CAN’T WAIT!!!

Neue Laufschuhe müssen her! Ich würd sagen die hab ich mir verdient! :)

Neue Laufschuhe müssen her! Ich würd sagen die hab ich mir verdient! 🙂

2013 – What happened so far…

Was war das für eine wunderschöne Wintersaison! Ginge es nach mir würde sie noch immer nicht enden! Aber wir haben bereits April – höchste Zeit den Frühling herein zu lassen!

Die letzten Monate angemessen zusammenzufassen ist echt nicht einfach. Super Leute, Tiefschnee, Sonne, Spass, Skifahren bis zum Umfallen,… Es war einfach der Hammer!

Die Wintersaison hat für mich bereits im Dezember kurz vor Weihnachten angefangen. Skilehrern in Flachau, das erste Mal in der Skischule Hermann Maier. Highlight in den ersten 2 Arbeitswochen war mit Sicherheit der Fackel-Ski-Lauf zu Silvester:

FACKELLAUF SKISCHULE HERMANN MAIER – 31.12.2012

Mit einer kurzen 3-wöchigen Unterbrechung (Uni und so…) gings dann den ganzen Februar wieder als Ski/Snowboardlehrerin auf die Flachauer Pisten. Und obwohl der ursprüngliche Plan gewesen wäre erst wieder zu Ostern in die Salzburger Berge zu fahren, habe ich mich kurzfristig im März dazu entschlossen den LS1 beim SBSSV zu wagen (auch in Flachau), was – oh Wunder – auch erfolgreich geklappt hat. 🙂

Die letzte März und erste Aprilwoche gings dann noch mal als Skilehrerin auf die Piste – die Wintersaison so richtig schön ausklingen lassen…!

Wieder in Wien angekommen heißt es jetzt wohl oder übel sich wieder mal aufs Studium zu konzentrieren. Außerdem schreit die Laufsaison danach endlich gestartet zu werden und – who knows – vl. geht sich ja noch die eine oder andere Skitour aus…

Und hier noch ein Blick zurück auf die vergangene Wintersaison:

Auch in Flachau kann man "Off-Pisten"! Lovely!

Auch in Flachau kann man “Off-Pisten”! Lovely!

Am Gipfel mit meiner LS1-Gruppe: SonnenSCHEIN, PulverSCHNEE, AprésSKI!

Am Gipfel mit meiner LS1-Gruppe: SonnenSCHEIN, PulverSCHNEE, AprésSKI!

Spaß in der Gondel!

Spaß in der Gondel!

Gruppenfoto mit meinen Mädls!

Gruppenfoto mit meinen Mädls!

Powder-Tag mit Freunden!

Powder-Tag mit Freunden!

First time on skis in February - now she already rocks the slopes! :)

First time on skis in February – now she already rocks the slopes! 🙂

Buckelpiste Baby - easypeasy!

Buckelpiste Baby – easypeasy!

End of Season: Skilehrer-Snapshot am Berg :)

End of Season: Skilehrer-Snapshot am Berg 🙂