Johannesweg: #pilgernfüranfä…ähm …fortgeschrittene

84km – 2 Tage – wunderschönes Mühlviertel – saftige Wiesen – sanfte Hügel – mystische Wälder – imposante Granitriesen – meandrige Flussläufe – freundliche Leute – herrliches Panorama – marode Fiass.

Verwende die oben genannten Reizwörter um eine spannende Erlebniserzählung zu gestalten, ODER ABER, du begibst dich, wie wir, einfach für ein paar Tage auf den Johannesweg im Mühlviertel – dort findest du Inspiration en masse!

5.-6.Mai 2016

Da in den höheren Gebirgsgegenden noch ein bisschen zu viel Schnee liegt, hat es uns dieses Mal in den nördlichen Teil Oberösterreichs verschlagen, ins wunderschöne Mühlviertel. Dort besteht seit einigen Jahren der Johannesweg, der sich auf 84km Länge, von Pierbach (494m) ausgehend, in Form einer Lilie durch die hügelige Landschaft zieht. Der höchste Punkt, der Kammererberg befindet sich zwar nur auf 980m, doch insgesamt kommt man durch das ewige Auf- und Ab auf ca. 3200 Höhenmeter hinauf.

Layout-Johannesweg_2014

Karten gibt’s bei jedem Wirt der Region um 2,-Euro käuflich zu erwerben.

höhenprofil-grün2013

Ein ständiges Auf- und Ab.

Empfohlen wird, die Tour auf 3-4 Tagesetappen aufzuteilen (hier geht’s zu den offiziellen Tourenvorschlägen). Da ich aber bekanntlich Herausforderungen liebe, hat sich auch meine Mama, mit der ich unterwegs war, zu dem Vorschlag hinreissen lassen, den Johannesweg in 2 Tagen zu gehen. Im Nachhinein zwar ein durchaus machbares, wenn auch anstrengendes Unterfangen. Wer jedoch ein bisschen mehr Zeit zum Verweilen und Genießen haben möchte, sollte sich wirklich die empfohlenen 3-4 Tage Zeit nehmen.

Tag 1: Gestartet sind wir um 6 Uhr in Pierbach bei leichtem Nieselregen, angekommen um kurz nach 16 Uhr in Silberberg bei abendlichem Sonnenschein (kurz nach dem Kammererberg). Dazwischen ca. 45km mit ruhigen Flusstälern, der Ruine Prandegg, zahlreichen beeindruckenden Aussichtsfelsen mit historischen Hintergründen, verschlafenen Ortschaften, netten Begegnungen, etc. Insgesamt eine recht kurzweilige Strecke, dank des ewigen Auf- und Abs, den vielen Attraktionen und der sich ständig verändernden landschaftlichen Umgebung. Nach etwas mehr als 10h waren wir dann doch froh unser Zimmer im Biohof Reithmayr beziehen zu können, eine wunderschön gelegene und recht unkomplizierte Unterkunft. Zum Essen gibt’s die nächsten Möglichkeiten in Kaltenberg (5km bzw. 1h), und mit ein bisschen Glück kann man mit Alois (dem Biobauern) eine Strecke mitfahren. Das Zurückwandern nach dem Essen hat uns beiden dann ganz gut getan 🙂

Tag 2: Pünktlich zum Sonnenaufgang brachen wir wieder um ca. 6 Uhr bei wolkenlosem Himmel von Silberberg auf, nicht mehr ganz so frisch wie am Vortag (v.a. meine Füße und mein li Knie zwicken schon ein bisschen), aber doch vorfreudig und gespannt auf die noch verbleibenden 39km. Die morgentliche Ruhe und angenehme Sonneneinstrahlung sind vor allem im ersten Streckenabschnitt einfach wunderbar. Frühstück gab’s dann nach ca. 2h in Unterweißenbach beim Spar. Trotz der nicht mehr allzuvielen Höhenmeter zieht sich der Weg vor allem um die Mittagszeit abschnittsweise schon ein bisschen. Ab der letzten “Attraktion”, dem Gipfelkreuz, geht es viel bergab, zunächst nach Königswiesen, dann weiter zum kleinen Ort Mötlas. Die nächsten 5km sind wohl die “zachsten” des gesamten Weges – auf der Straße geht es stetig bergab (zu diesem Zeitpunkt ist mir jeder Meter bergauf bereits um einiges lieber als hinunter!) bis zum Steig hinauf zur Ruine Ruttenstein. Von dort hat man noch eine letzte Möglichkeit den Blick zurückschweifen zu lassen, über die ganzen Hügel, die man schon hinter sich gebracht hat. In ca. 1h15min gelangt man dann zurück zum Ausgangspunkt, nach Pierbach, wo wir um ca. 17Uhr ankommen. Glücklich, aber schon seeeehr k.o.!

P.S.: Wer eine kleine Motivation braucht, bei jeder der zwölf “Attraktionen” am Weg kann man einen Stempel ergattern, bzw. sich ganz einfach auf der Johannesweg-App (die übrigens insgesamt ganz praktisch ist!) einloggen. Nach 8 Stempeln gibt’s bei einem der Wirte der Region die Johannesweg-Wandernadel für 2,-Euro! 😉

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