Unterwegs im Toten Gebirge: #nevertoooldforfirsttimes

2.-3.Juni 2017

Am Freitag ging’s für mich gleich richtung OÖ wo mich Mama am Hbf Wels abholte. Weiter gings mit dem Auto richtung Almtal, mit einem kurzen Zwischenstopp zwecks Jausen-Einkauf.

Um ca. 16.30Uhr machten wir uns dann vom Parkplatz beim Almtalerhaus (714m) auf den Weg richtung Welserhütte (1726m), unserem Schlafplatz für heute. Ca. 2,5-3h muss man für die Strecke ungefähr rechnen. Obwohl man die Hütte bei den Grundmauern bereits sehen kann, ziehen sich die restlichen ca.800hm noch ordentlich, v.a. wenn man ab dem Geröll-Feld bereits Leo (den Hüttenwirt) mit dem Ferngucker erkennen kann, der somit ganz genau über die körperliche Verfassung seiner zukünftigen Gäste Bescheid weiß… *schnauf* Der Empfang auf der Hütte ist dennoch nicht weniger herzlich. Da es noch Anfang der Saison ist sind erst wenige Übernachtungsgäste da, um genau zu sein an diesem Abend ausser uns nur eine Gruppe aus Tschechien, die aber sogar noch später als wir ankommen. Silvia und Leo nehmen sich Zeit für ein kurzes Plauscherl und tischen netterweise auch so spät noch feinstes Gemüsegröstl, Kotlette und Kaiserschmarrn auf. Und das alles bei Sicht auf einen wunderschönen Sonnenuntergang übern Almtal. Traumhaft. Nach ein paar hilfreichen Tipps für unser morgiges Vorhaben gehts für uns ins Bett – draussen graupelt es unerwartet, aber solangs morgen wieder besser wird….

Frühstüstück gäbs ab 6.30Uhr. Wir machen uns aber bereits kurz nach 6 Uhr auf zum Einstieg zum Tassiloklettersteig – gut markiert! Anspannung liegt in der Luft. Mama wagt sich als Neo-60erin an ihren ersten Klettersteig. Der Tassiloklettersteig ist zwar nie schwerer als C, doch v.a. die Einstiegspassage ist nicht die Einfachste und um diese Jahreszeit noch ganz schön nass und rutschig. Mama plagt sich. V.a. ihre ganz normalen Wanderschuhe bieten auf diesem Untergrund kaum Halt. Zurückgehen? Aufgeben? Nach den ersten Metern bestehe ich auf einen Schuhtausch – und siehe da, es läuft gleich viel besser! An manchen Stellen ist noch ein bisschen Mut gefragt, aber die Kraft kann man bei Gehstücken (A/B) immer wieder gut sammeln. Ohne große Probleme erreichen wir nach ca. 2h das Almtalerköpfl und von dort in ca. 1h unschwer den Schermberg Gipfel (2396m). Dort oben treffen wir noch auf die letzten Tourengeher der Saison und sehen ihnen neidisch bei ihrer Firnabfahrt zu. 

Nach einer ausgiebigen Frühstückspause gehts auch für uns hinunter – dank der aufgefirnten Schneedecke aber kein Problem und richtig spaßig! Zur Not nehmen wir uns auch noch zwei Haselnuss-Steckern (Überbleibsel vom Schermberglauf mit). Da es noch nicht so spät ist und das Wetter noch hält umrunden wir den Sauzahn auf der linken Seite und stoßen dann zum Normalweg rg. Fleischbanksattel, wo wir unsre Rucksäcke deponieren und dann die letzte Stunde zum Großen Priel (2515m) in Angriff nehmen. Ganz schön viele Leute tummeln sich hier heroben, die meisten steigen aber vom Prielschutzhaus auf, da die Südseite schon bedeutend schneefreier ist. Immer wieder imposant hier heroben, am Dach des Toten Gebirges. A special place.

Hinunter geht’s über zahlreiche Schneefelder recht rasant und z.T. ganz schön steil. Mit unsren Haselstöcken aber null problemo. Bald schon sind wir wieder auf der Welserhütte, wo wir aber nur kurz Pause machen und bald zum restlichen Abstieg aufbrechen. Kurz vorm Erreichen des Talbodens fängt es ordentlich zu regnen und gewittern an. Während wir völlig durchnässt im Regen am endloserscheinenden Weg zum Almtalerhaus unterwegs sind (zaach!), scheint oben schon wieder die Sonne. Pünktlich zur Ankunft beim Auto setzt sich aber auch im Tal wieder die Sonne durch – das obligatorische Bad in der eiskalten Alm lasse ich mir nicht nehmen! Müde, glücklich, zufrieden und auch ein bisschen stolz (1. Klettersteig mit 60 is ja schon gar nit so schlecht!) starten wir in das noch junge verlängerte Pfingstwochenende. Können schon auch was, die Berge in der Heimat! 🙂 

Eins is klar: I’ll be back! (v.a. der Welser Weg und das Schlossgespenst auf den Schermberg habens mir angetan…. #newprojects)

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Not for losers: LOSER-UMRUNDUNG!

18. August 2013

Die Loser-Runde am Papier.

Die Loser-Runde am Papier.

Heute stand ein “Damen-Wandertag” am Programm.
Um ca. 7.30 Uhr starteten wir (meine Godn/Tante Christa, meine Mum & ich) unsere Tour vom Parkplatz bei der Blaa-Alm (Altaussee). Ziel war an diesem Tag die Besteigung und Umrundung des Losers.
Entlang der “Via Alpina” gings zunächst Richtung Loserhütte (die wir aber rechts liegen ließen). Kurz nach der letzten Kehre der Loser-Panoramastraße trennten sich unsere Wege:

Loser-Klettersteig-Topo

Loser-Klettersteig-Topo

Die zwei “älteren Damen” wählten den Normalweg auf den Loser, während ich den Loser Panorama-/Sisi-Klettersteig anpeilte. Von herunten war zu erkennen, dass bereits viele in der Wand unterwegs waren und auch beim Einstieg tummelten sich einige “Seilschaften”. Zum Glück konnte ich noch vor den Gruppen in die Wand einsteigen, sodass ich dann den gesamten Klettersteig – bis auf ein kurzes Überholmanöver (kurz vorm Rastplatz P3) – recht zügig durchsteigen konnte.
Ein paar wenige “haarige” Stellen sind zwar schon dabei (wo man dann zumindest froh ist die Arme wieder ein bisschen ausschütteln zu können), aber insgesamt ist der Loser Panorama-Klettersteig vollstens zu empfehlen. Schön fordernd, aber mit einer herrlich luftigen Aussicht auf Dachstein, Altaussee,… Leider habe ich nicht genau auf die Uhr geschaut, aber etwas unter 1h war ich wohl unterwegs.

Panorama vom Gipfel

Panorama vom Gipfel

Gipfelrast

Gipfelrast

 

Am Losergipfel traf ich dann wieder auf die 2 Schwestern und nach einer ausgiebigen Gipfeljause ging’s dann bald auch schon wieder weiter über’n Hochanger (super Startplatz für Paragleiter – bei der herrlichen Thermik an diesem Tag waren auch viele in der Luft unterwegs!), in Richtung Loserfenster – wo wir natürlich wie alle anderen “Touris” für Fotos posierten! 🙂

Schau moi wie's do owi geht!

Schau moi wie’s do owi geht!

"Godnfoto" mit Blick durchs Fenster
“Godnfoto” mit Blick durchs Fenster

Vorbei am Augstsee war – meiner Tourenplanung nach – der Gschwandtsattel (gleich unterhalb des Bräuningzinkens) das nächste Etappenziel, von wo aus ich dann in der Direttissima zur Gschwandtalm absteigen wollte.

 

Der Normalweg zum Sattel kam uns ein bisschen lang vor, deshalb wählten wir die etwas wildere, unmarkierte Variante über ein Wiesenband unterhalb des Atterkogels und Greimut-Gipfels.

Die "wilde Variante" über das Wiesenband...

Die “wilde Variante” über das Wiesenband…

 

Hier hatten wir doppelt Glück: Zum einen traf ich bei meiner “Spurarbeit” Gott-sei-Dank nicht auf Schlangen; und zweitens glaube ich, war es meiner Tante glücklicher Weise nicht ganz bewusst, dass es bei einem Ausrutscher auf der Wiese hinter der Kuppe doch einige Meter senkrecht nach unten ginge…!

 

Und dann trafen wir auf die alte Frau Eybl…….. 😦

Eh eine nette alte Dame und vor allem recht rüstig für ihr Alter, aber leider verschreckte sie meine Tante ein bisschen. Sie war nämlich über den “direkten Weg” von der Gschandtalm durch die Rinne aufgestiegen und meinte schon, dass das nicht ganz ohne wäre… Daraufhin war die liebe Tante Christa nicht mehr durch die (durchaus machbare) Rinne zu bewegen und wir mussten wieder zurück um den gesamten Bräuningzinken-Rücken herum. Im Nachhinein eh gar nicht so schlimm, obwohl ich natürlich schon gerne die “kürzere” Variante ausprobiert hätte.

Durch diese Routenveränderung kamen wir zumindest in den Genuss von Heidelbeeren, an denen wir natürlich nicht einfach vorbeigehen konnten.

Blueberry-Monster

Blueberry-Monster

mmmmmh

yummy yummy yummy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg schlängelt sich nach dem Schwarzmoos Sattel durch ein weitläufiges Latschen- und Kalkformations-Platteau. Die Augen muss man dabei ganz schön offen halten, da der Steig nur durch kleine blaue Punkte und “Stoamandln” gekennzeichnet ist.
Vorbei an der Gschwandtalalm (nicht bewirtschaftet), trifft der Weg dann einigermaßen schnell wieder auf den Weg zurük zur Blaa-Alm, die wir ca. um 16.30 Uhr erreichten.

Obwohl wir schon recht hungrig waren (und die Speisen auf der Blaa-Alm wirklich gut aussahen), konnte ich meine Begleiterinnen dann doch noch irgendwie davon “überzeugen”, uns zuerst im Altaussee abzukühlen und erst danach nach etwas Essbarem zu suchen. Durch einen Insider-Tipp wurden wir auf das kleine, aber sehr feine Restaurant “Kantine 191” direkt in Altaussee aufmerksam gemacht… Ich kann nur sagen: Hauben-Küche vom Feinsten – zwar nicht ganz billig, aber auf jeden Fall einen Besuch wert!!! Ein krönender, kulinarischer Abschluss einer wunderschönen Tour!

Ein gelungener Tag!

Ein gelungener Tag!