Ummi übers Tote Gebirge: #längsüberschreitung

Vor 2 Jahren nahm ich diese Tour bereits schon mal in Angriff, hab mich aber dann im Dunkeln am Weg rauf zum Prielschutzhaus verlaufen (ja, das geht). Dieses Mal sollte die Aktion erfolgreicher verlaufen.

Den gesamten Touren-Track gibts hier: Totesgebirge-Längsüberschreitung

Insgesamt waren’s: 81km – 6333hm rauf – 6471hm runter

13.8.2017: Tag 1/Anreise

Von Spital am Pyhrn (658m)/ Parkplatz der Wurzeralmstandseilbahn gehts am späten NM los. Hier hat man die Möglichkeit entweder mit der Bahn hochzufahren, den Wanderweg über die Piste zu nehmen, oder etwas einsamer, dafür umso schöner und abenteuerlicher, wenn auch bissi gatschiger über die “Hölle” zu gehen. Letzers war unsere Wahl. Auch wenn die Brennessel-Stiche noch Tage danach juckten, ist es dieser Ausflug in eine schaurig-schöne Steinlandschaft mit unterirdischen Bacherl und alten Steinzeichnungen allemal wert.

Und plötzlich steht man am Teichl-Boden. Traumhaft. Der Stubwieswipfel türmt sich zur rechten Seite auf. Immer wieder ein Muss – ein Abstecher da rauf!

Wieder herunten auf der Forststrasse gehts im Laufschritt sie letzten “Meter” zur Dümlerhütte (1495m). Nettes Team. Gutes Essen. Super Lager. Läuft.

Talstation – 2h – Teichlboden – 45min – Stubwieswipfl – 45min -Dümlerhütte


14.8 2017: Tag 2/ Ganz a schöna Gewalthatscher

Noch im Dunkeln breche ich auf. Es gilt am heutigen Tag keine Zeit zu verlieren. Einige Kilometer mit nicht wenigen Höhenmetern stehn am Program. Der sternenklare Nachthimmel verspricht Gutes! Kurz nach Sonnenaufgang steh ich allein am Warscheneck (2389m). In solchen Momenten weiß man warum man sich die “Quälerei” immer wieder antut. Von hier sehe ich den langen Bergrücken den ich heute zunächst entlang muss, im Hintergrund das Tagesziel am Fuße der markanten Spitzmauer. Bissi mulmig wird mir bei dem Anblick schon. Die Zeitangaben auf den Wegweisern ignoriere ich. Hilft ja eh net. Also nix wie los… In der angenehmen Morgensonne geht’s durch malerisches Gebiet zuerst bissi geröllig runter, dann wieder hinauf zur Elmscharte und von nun an quasi im Laufschritt über Schrocken (2380m), Kreuzspitze, Hochmölbling (2341m), Mittermölbling bis zum Kleinmölbling (2160m). Ein Paradies für Trailläufer. Die Aussicht ein Traum übers Stodertal hinüber zu den kalkigen Spitzen. Hier könnt ich immer und immer wieder laufen. Aber heute muss ich weiter – hinunter zur Hochmölblinghütte (hier könnte man auch übernachten), wieder bissi rauf, runter zum Grimmingboden (Wasser!) und vorbei an der idyllischen Graßeckalm (hier gibt’s immer frisch gekühlte Getränke zu kaufen!), rauf zur Türkenkarscharte. Wer noch Zeit und Energie hat (Fehlanzeige bei mir!) könnte noch die 300HM aufs Hirscheck raufhupfn. Ich schnappe mir stattdessen einen Stock und kämpfe mich durch die Kuhherden. Der Ausblick von der Bärenalm ist wie immer ein Traum (und wie jedes Mal schwöre ich mir irgendwann so ne Hütte zu besitzen… wenn ich mal reich bin). Der Weg hinunter zum Talboden zieht sich dann doch noch ein bisschen, v.a. bei der Hitze, aber die Aussicht auf ein kühles Bad in der Steyr motiviert mich. Unten angekommen folge ich ca. 1km dem ausgeschilderten Laufweg auf der Hauptstrasse talauswärts und begebe mich dann wieder auf Nabenstrassen rg Polsterlucke (FKK Badestopp inklusive!).
Einmal noch die Trinkblase mit kaltem, klaren Wasser aufgefüllt, nehme ich die letzten Höhenmeter für heute in Angriff. Viel im Wald (super bei dem Wetter), vorbei am Wasserfall führt der schön angelegte Steig stetig bergauf. Ich bin aber bereits am Ende meiner Kräfte heute. Laaangsam quäle ich mich bergauf bis ich endlich das Prielschutzhaus (1420m) sehe. Hunger. Durst. Schlafen. Aussicht. Tourenplanung. Auf alles gibts dort oben eine Antwort. Sehr fein. Ich bin nur noch ünerglücklich und lasse den restlichen NM (es ist dann doch erst 16Uhr) mit einem breiten Grinser meine Seele und beanspruchten Gebeine in der Sonnenliege auf der Terasse baumeln.

Dümlerhütte – 2h – Warscheneck – 2h – Schrocken – 45min – Hochmölbling – 1h – Hochmölblinghütte – 1h20min – Türkenkarscharte – 1,5h – Hinterstoder Tal – 45min – Polsterlucke – 2h – Prielschutzhaus


15.8.2017: Tag 3/ Deswegen heißt es also “TOTES Gebirge”

Wieder läutet der Wecker früh. Zum einen kann ich von Sonnenaufgängen in den Bergen einfach nit genug bekommen. Zum anderen möchte ich vor allen Anderen zum Stodertaler Klettersteig auf die Spitzmauer (2442m) kommen (Steinschlag und so). Ich will hier keinenfalls Werbung für das Klettersteiggehen ohne passende Ausrüstung machen(!), aber manchmal ist man halt ein bissi unvernünftig und im Fall des Stodertaler-Klettersteigs wirklich nicht soooo wild (nur A/B; seeehr kurz; und eben Versuch der Vermeidung v. Steinschlag durch frühes Gehen – wobei man sich auf die Gamsn heutzutage auch nimmer 100%ig verlassen kann…). Noch vor Sonnenaufgang gelange ich durch die Klinserschlucht links hinauf zum Klettersteig.

2017-08-14-18-58-13-

Stodertaler Klettersteig TOPO

Der Klettersteig is super angelegt, super für Anfänger und kurz (schnell: 20min). Vom Ausstieg geht’s dann nocheinmal gut 20min zum Gipfel. Die Spitzen ringsherum sind schon ins zarte morgendliche Rosa getaucht. Ein Traum. Die Gipfelfrühstückspause habe ich nötig, bevor ich mich über den etwas längeren Normalweg um den Weitgrubenkopf herum auf den Weiterweg mache. Die kürzere Variante ist sicherlich der Abstieg wieder über den Klettersteig (was vom Hüttenwirt auch empfohlen wird). Wieder am Hauptweg gehts relativ zügif hinaud zim Temlbergsattel und so nah am Temlberg (2331m) kann ich natürlich nicht widerstehen da noch eine Sprung raufzumachen.

Und dann versteh ich wie das Tote Gebirge zu seinem Namen kommt. Der Weiterweg verlauft quasi durchs Herz dea Toten Gebirges. Eine kalkige Steinwüste. Die Sonne brennt. Dolinen. Kein Wasser. Vereinzelt die ersten Weitwanderer. Wenig Pflanzen. Trotzdem imposant. Der Weg zum Rotkogelsattel zieht sich zum Schluss ein wenig. Von dort gehzs aber nur mehr runter zur Pühringerhütte (1638m). Wer hier übernachtet sollte sich unbedingt das Rotgschirr und den “Öm” (=Elm) von oben ansehen, bzw. eine ausgibige Badesession am See bei der Hütte einlegen. Ich nehme mir für all das heute doch keine Zeit und beschließe noch zur nächsten Hütte weiterzugehen.

Die Sonne heizt ordentlich runter um die Mittagszeit. V.a. die Höhenmeter nach der Elmagrube ziiiehen sich. Am Sattel spaltet sich der Weg, ich nehme den linken. Hätte auch rechts um das Wildgössl (2062m) herum gehen können merke ich später. Oh well. Zu spät. Wieder eim Gipfel mehr. Yeehaaa. Auf der Gipfelwiese genieße ich den Ausblick auf den Dachstein, der immer näher kommt, und die hügeligen, schon wieder bewachseneren Ausläufer des Toten Gebirges. Schon schön, auch wenn die Bergerl nimmer ganz so hoch hervorragen. Beim Hinuntergehen versteige ich mich wieder mal (auf Markierungen verlassen anstelle von Steigspuren ist doch immer noch gscheiter), finde aber wieder zurück auf den eigentlichen Weg und befinde mich bald schon im Landeanflug auf das Appelhaus (1638m). Den Redenden Stein lasse ich heute Redenden Stein sein und folge den Klängen der Volksmusik (und des im 10min-Takt-aufkreuzenden-Hubschraubers). Auf der Hütte ist diese WE 90Jahr- Feier oder so. G’steckt voi. Und Heli-Taxi ausn Tal. Na servas. Meine Beine haben genug für heute. Mein Kopf auch (bissi viel Sonne vl). Mein Budget reicht gerade noch für 1x Übernachtung, 1x Hollersaft und 1x Nudeln. Genug.

Prielschutzhaus – 2h – Spitzmauer – 1,5h -Temlbergsattel – 30min – Temlberg – 2h – Pühringerhütte -1,5h – Wildgössl – 1,5h – Albert-Appel-Haus.


16.8.2017: Tag 4/ Owi ins Tal

Manchmal lohnt sich das frühe Aufstehen, manchmal nicht. Letzters war wohl an diesem Tag der Fall. Zwar noch im Trockenen, aber nicht mehr wolkenlos mache ich mich auf rg Wildensee. Muss es da an einem warmen Sommertag schön sein. Die Morgendämmerung lässt nur kurzzeitig einen Blick auf die Landschaft zu. Dann verschwindet aller ringsherum im Nebel. Es beginnt zu tröpfeln. Kurzum ändere ich meinen eigentlichen Plan (Übergang zur Ischler Hütte und von dort runter ins Tal) und beschließe diese Etappe sein zu lassen und bereits jetzt ins Tal abzusteigen. Vorbei an der Rinnerhütte (1473m) sieht man schon bald den Offensee. Der steile Weg dort hinunter geht aber noch ganz schön in die Knie. Umso happier bin ich das Ende des linken Seeufers zu erreichen. Ein letzter Blick zurück und ab auf sie Hauptstrasse rg. Ebensee (ca. 13km). Irgendjemand wird mich schon mitnehmen… ( gar nit so einfach so früh am Morgen…). Und dann beginnt es zu schütten. Tutschnass kämpfe ich gegen die Regentropfen an. Nach einer halben Stunde das erste Auto. Ignoriert mich. Na super! Nach einer Zeit das Zweite. Ein Kraftwerksmitarbeiter. Erbarmt sich und fahrt mich bis zum Bahnhof. Es gibt ja doch noch nette Leute. 🙂

Schnell noch ins halbwegs trockene Gewand gehüpft, dann geht’s mitn Zug rg Wels.

So schnell kanns manchmal gehen, und man ist ganz unerwartet wieder back in der Zivilisation. Eins is aber sicher – diese letzte Etappe der Totengebirgslängsüberschreitung (Was für 1 Wort. Vong der Länge her) hole ich bald mal nach – soll nämli noch ziemlich schön sein.

Appelhaus – 2,5h – Offensee – 30min – Parkplatz/Hauptstrasse

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Karwendelmarsch: #timeforanother GEWALTHATSCHER

9.12.2016

Relativ spontan nahm ich an diesem “Zwickeltag” den ersten Zug von IBK nach Scharnitz um von dort das Karwendel zu durchqueren.

Um halb 8 Uhr ging’s in Scharnitz los.
52km & 2281HM standen vor mir – zu viel Zeit durfte ich mir also nicht lassen um noch am selben Tag am Achensee in Pertisau anzukommen. Die Strategie: Gelaufen wird im flachen Gelände und bergab; Bergauf wird flott gegangen.

Im Laufschritt geht’s auf der Forststraße hinein ins Karwendeltal rg Karwendelhaus. Kalt isses. Eisblumen wohin das Auge reicht. Gefrorene Wasserfälle. Sogar meine Trinkblase ist zugefroren. Bald ist das erste Zwischenziel, das Karwendelhaus (km18) in Sicht – die Höhenmeter hinauf ziehen sich aber noch ganz schön ordentlich.

Am Sattel die ersten Sonnenstrahlen. Zügig läuft es sich hinunter zum Kl. Ahornboden (km24) bevor sich der Aufstieg zur Falkenhütte (km30) wieder eher schleppend gestaltet. Meine Kraftreserven lassen zu wünschen übrig – vielleicht hätte ich doch nicht aufs Frühstück verzichten sollen. Der Gedanke an warme Suppe, die beim “echten Karwendelmarsch” im August an die Teilnehmer verteilt wird, macht die Sache nicht einfacher. Stattdessen nage ich an einem Apfel und genehmige mir einen Bissen vom Müsliriegel. Selber schuld. Die Energie kommt trotzdem kurzzeitig wieder zurück.

Im Schatten der imposanten Laliderwände geht’s nach einem kurzen Downhill noch einmal schnell und schmerzlos hinauf auf einen Sattel, von wo aus das nächste Etappenziel, das idyllisch gelegene Almdorf Eng (km35), schon bald sichtbar wird.

Dort angekommen, winkt schon der nächste Anstieg – der längste von allen, dafür aber auch der letzte für heute. Vorbei an der Binsalm (km38) müssen insgesamt fast 700hm hinauf zum Gramaisattel (1902m) z.T. recht steil überwunden werden. Die letzten Reste vom Müsliriegel müssen herhalten. Ab dann geht’s nur noch bergab (#odersoähnlich).

Rasant schlängelt sich der Singeltrail hinunter, vorbei am Gramai Hochleger (km41,5) bis zum Talboden, wo die herrschaftliche Gramai Alm (km44,5) die letzten 8,5km einläutet. Recht flach geht’s talauswärts über Wiesen- und Schotterwege rg Pertisau, dem Achensee entgegen. Ab der Falzturnalm (km48) ist man dann auf der asphaltierten Straße unterwegs. Ganz leichtfüßig läuft es sich nicht mehr, aber der Gedanke an das Ziel, für mich heute die Heimfahrt zurück nach IBK und ein warmes Essen, beflügelt dann doch noch ein bisschen.

Nach insgesamt 8,5 Stunden hupfe ich halb erfroren, fix und foxi, hungrig und trotzdem unheimlich glücklich und ein bisschen stolz in den Bus und mache mich auf den Heimweg. Den Achensee erblicke ich heute nur aus dem Bus. Doch der Gedanke an den Zieleinlauf beim “echten Karwendelmarsch” im August und ein erfrischendes Bad im Achensee danach erfrischt mich gleich wieder ein bisschen.

Die Streckenbesichtigung ist geglückt. Das Karwendel enttäuscht nie. Was für eine schöne Strecke. Ein bisschen (viel) trainieren muss ich noch, vor allem an meinen “Bergauf-Qualitäten” muss ich noch arbeiten, aber gerne versuche ich mich am Karwendelmarsch dann im August 2017 noch einmal! Freu mich schon.

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Links: Streckenbeschreibung, Karwendelmarsch (Anmeldung bereits offen!)

Saile, Nockspitze, oder wie sie alle heißen: #4gipfeltour

15.10.2016

Noch vor der Sonne hüpfte ich an diesem Tag aus den Federn und sogleich auf mein Radl. Ersten Etappenziel: Mutters. Die 8km mit knapp 400HM hams ganz schön in sich… (ich bezweifle ob ich mich mit Bergauffahren jemals anfreunden kann…*schnauf*).

Naja, um 6.15Uhr gings dann bissl unterhalb der Muttereralmbahnstation los. Mountainbiker können noch bis zur Muttereralm weiterfahren. In der Finstern war die Orientierung etwas schwer, sodass ich beim Raufgehn große Teile am Forstweg ging. Am schönsten ist es aber wahrscheinlich den Wegweisern rg. Nockhof zu folgen und dann über die Hirschlacke zur Mutterer Alm (1608m) – so gemacht beim Abstieg. In ein bisschen über 1h erreiche ich die Bergstation, wo es zu den Öffnungszeiten zahlreiche Attraktionen gibt (Motorikpark, Mountaincarts, Spiegelsee usw.). Um diese Uhrzeit isses aber noch ganz ruhig. Zum Glück.

Den Wegweisern folgend geht es zunächst wieder über die Forststraße und dann permanent ansteigend rg Pfriemesköpfl. Kurz vor der Pfriemeswand (2103m) komm ich das erste Mal heute in den Genuss der Sonne. 🙂 Die letzten 300hm sind teilweise versichert, aber unproblematisch. Gegen 9 Uhr hab ich den höchsten Punkt für heute erreicht. Die Gipfelwiese der Saile/ Nockspitze (2404m) ist ein Traum, ebenso lädt die Aussicht zum Verweilen ein. Rundherum sind die Gipfel schon weiß, die Sonne liefert sich mit den Wolken ein beeindruckendes Lichtschauspiel. Solche Momente – unbezahlbar!

Am Weg hinunter kann man fast nicht anders als noch einen Sprung am Spitzmandl (2206m), der Pfriemeswand und der Zwölferspitze (2098m) vorbeizuschauen. Die Wege auf diese Nebengipfel laden absolut zu ein paar Trailrunning-Schritten ein und sind innerhalb kürzester Zeit zu erreichen.

Im Laufschritt geht es weiter bergab, nicht aber ohne den Spiegelsee gesehen zu haben. Ein super Fotomotif!

Nach insgesamt 5h erreiche ich wieder mein Rad und wie im Flug kann man dann (fast ohne in die Pedale zu steigen) zurück nach IBK sausen – da laufen meine Bremsen z.T. ganz schön heiß (iwie kann ich mir nicht helfen, aber so sehr ich Risiko normalerweise mag, auf dem Rad bin ich eher vorsichtig und hab gleich mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl wenns zschnell wird… komisch. Da verlass ich mich viel lieber voll und ganz auf meine 2 Beine als auf ein Draht-….uhm-Karbongestell). In diesem Sinne: Auf hoffentlich noch ein paar schöne Herbsttouren!

Brandjochkreuz (2268m): #gmiadlicheRundemitMum

1.10.2016

Um 9 Uhr, nach einem ausgibigen Frühstück beim Ruetz, starten wir (Mum und ich) von der Höttinger Au rg. Achselkopf, wo wir nach ca. 2h ankommen. Heute ist unser Ziel aber etwas weiter oben. Über recht liebliche Almwiesen gehts in kurzer Zeit zur unbewirtschfteten Achselkopfhütte (mit Brunnen!) und danach wieder steiler bergauf, znächst den Wegweisern zum Hitt Sattel folgend. Direkt nach dem hölzernen Thron mit majestätischem Blick über IBK und die Nordkette im Rücken gehts links hinauf durch die Latschen zum Brandjochboden (1829m). Von dort ist es nur noch ein Katzenhupfer zum Kreuz hinauf – ein anstrengender aber, sind doch noch 400HM ziemlich direkt zu überwinden…! Die Mühen lohnen sich aber, bei dieser wunderbaren Aussicht. Ca. 3,5h warns heute. Der Grat zur Brandjochspitze schaut verlockend aus, auch die Hohe Warte, die Solsteine, die Frau Hitt usw. blitzeln von oben herunter und schreien förmlich: “Nimm mich! Nimm mich!” Daaaaa kommen noch ein paar Kraxeleien auf mich zu in nächster Zeit. Can’t wait!!! 😀

An diesem Tag gehts aber runter wie wir gekommen sind, nur ab der Achselkopfhütte nehmen wir den Höhenweg zur Höttinger Alm (Trailrunning-Potential!) – echt ein schönes, überraschend einsames Wegstück mit beeindruckenden Felsformationen und Tiefblicken. Nach en bisschen über einer halben Stunde erreicht man dann die Höttinger Alm, ein beliebtes Ausflugsziel (v.a. auch für Mountainbiker), dementsprechend “busy” ist es. Nach einem schnellen Hollersaft (die lt. Zeugenaussagen ausgezeichneten Kaspressknödel heben qir uns füras nexte Mal auf) nehmen wir die letzten Meter zurück in die Stadt in Angriff. Es gibt mehrere Möglichkeiten hinunter, wir wählen den westlichsten Weg, vorbei am Kletter und Bouldergarten. Echt schön hier, wenn auch sicher angenehmer für den Aufstieg, da die steilen Schotterwege etwas rutschig sind. An der Forststrasse angekommen, folgt man dieser ein Stück und kann dann durch den Wald bis zum Höttinger Bild abkürzen. Auf bekannten Wegen ist man rexht schnell wieder zurück in der Höttinger Au. Eine echt schöne Tour 🙂 Gerne wieder mal!

Goetheweg: #trailrunning überdendächernvoninnsbruck

26.9.2016

Zu Mittag ging’s nicht mehr anders – das schöne Wetter ist viel zu verlockend um den ganzen Tag drin zu sitzen. Also raus. Und rauf. Zur Nordkette. Wiedermal. Heute steht aber der Goetheweg am Programm.

Bevor man sich dem Flow-Gefühl am Höhenweg völlig hingeben kann, gehts zu Fuss ein paar Höhenmeter hinauf zum Hafelekar. Diesmal wieder vom Inn über die Bodensteinalm. In 2h15min. Passt. Kurz ein Abstecher auf die Karspitze mit kurzer Pause und dann gehts los. Ca. eine halbe Stunde gehts mit nur wenig rauf und runter rüber zur Arzlscharte. Die 1-2 Gipfel heute links liegen lassend. Wie schon beim letzten Mal nehm ich die rasante Abfahrt über die Schotterriese, am Fuße derer ich mich aber heute rechts rg. Arzler Alm halte, dann weiter zur Hungerburg und zurück in die Stadt. Nach ein bisserl über 2000hm, knapprn 18km und ca. 4h30min ist dieses Trailrunning-Erlebnis zu Ende. Schön. Wenn auch nicht ganz unanstrengend. Prädikat: empfehlenswert.

IBK to Hafelekar: #youCANactuallyHIKEupthere anddontNEEDtotaketheGONDOLA althoughitlooksmuchmoreCOMFORTABLEindeed

22. September 2016

Der kleine Cousin, Jojo, is neu in der City und wie nicht anders zu erwarten mussten gleich am ersten Nachmittag die IBK-Berge a bissi ausgecheckt werden. Warum nicht einfach mal da rauf, wo quasi eh alle Touris rauf pilgern -motorisiert versteht sich, zum Hafelekar.

Um kurz nach 15Uhr starten wir beim Inn los nach dem Motto – schau ma mal wie weit ma kemman. Die Hungerburg ist schnell erreicht, dann gehts in der Hitze, etwas öde, immer wieder kreuzend mit dem Nordketten-Singletrail für Downhiller unterhalb der Seilbahn hinauf. Uff. Kein leichtes Unterfangen für uns an diesem Tag, v.a. weil man immer genau im Blick hat wie weit man erst ist und wie weit man noch hat. Die Seegruben- und Hafelekar- Bergstationen drohnen hoch über unsren Köpfen. Ebenso drücken die überaus freundlich winkenden und gar nicht erschöpft wirkenden Touris in der gläsernen Gondel ein wenig auf die Psyche. Schöner ist sicher sich etwas weiter rechts im Wald zu halten und über die Bodensteinalm hochzuwandern, den Weg wählten wir dann für den Abstieg.

Die Seehrube links liegen lassend gehts eigentlich gleich hinter den Lawinenverbauungen steil in Serpentinen hinauf zur höchsten Bergstation. Wir halten uns jedoch etwas weiter rechts und queren schräg hinüber auf den Kamm wo wir dann nach kurzer “wilder” Kletterei auf den Götheweg treffen. Wow! Was muss das für ein schöner Trailrunning-Steig sein. Flow-Feeling garantiert! Wir laufen aber heute nur ein kurzes Stück entlang des Steigs zurück zum Hafelekar (2269m), wo wir nach insgesamt ca 3h ankommen.

Es herbstelt. Bevor wir allzusehr auskühlen gehts im Laufschritt hinunter, vorbei an der Bodensteinalm und erst weiter uten wieder direkt unter der Seilbahn zur Hungerburg. Unsre zugeheben-nicht-allzugut-trainierten Beine brennen schon ganz schön. Froh sind wir, als wir nach ca. 1,5h Abstieg in der Finstern wieder das Innufer erreichen.

Eine schöne Tour mit wieder mal tollen Tiefblicken auf unser neies Zuhause, IBK. Evtl werd ich aber dann, mit dem Freizeitticket, doch mal die Seilbahn in Anspruch nehmen. 😉 Geht ja dann doch ein bisserl schneller und von dort oben gäbs schon ein paar ganz nette Touren.

Rumerspitze (2454m): #highwaybacktoIBK

16. September 2016

Pünktlich zum Wochenende und vor dem angesagten Wetterumschwung ging’s gemeinsam mit David mitn Rennradl von Innsbruck ein paar Höhenmeter hinauf nach Arzl. Dort parkten wir unsre Radln am Waldrand, bevor’s dann zunächst gemütlich durch den Wald rg Rumer Alm geht, die aber links liegen gelassen wird und wir danach dem weg 218/5 auf s’Kreuzjöchl folgen. Oben auf der Scharte genehmigen wir uns eine kurze Pause und nehmen dann die letzten paar hundert Höhenmeter über den etwas ausgesetzten Grat in Angriff. Nach nicht ganz 3h und fast 2000HM stehen wir auf dem Gipfel der Rumerspitze. Was für eine Sicht ins Inntal, das Karwendel und die restliche Tiroler Bergwelt! Hammer!

Den Abstieg konnte ich dann kaum noch erwarten – viel zu verlockend blitzt die Schotterriese von der Arzlscharte hinunter ins Tal. Die ersten paar Meter gehen aber zunächst noch luftig am Grat entlang, bevor man dann die ersten Laufschritte auf wiesigem Untergrund wagen kann. Wählt man, wir wir, statt den normalen Serpentinen die Schotterabfahrt, quert man am besten gleich von der Scharte möglichst weit nach rechts – dann steht der rasanten Bergabfahrt nichts mehr im Weg (auch die sich wohl etwas in ihrer Ruhe gestört fühlenden Gamsn werden über kurz oder lang den Weg frei machen…). Ich liebe Schotterriesen ohnehin – aber Meter für Meter mit ständigem Ausblick auf Innsbruck hinunter zu laufen, rutschen, stolpern, springen,… ist schon was ganz besonders. So much fun.

Ganz unten treffen die Ausläufer der Schotterriese wieder auf den Normalweg, wo wir uns bald wieder eher links halten – rg. Rumer Alm und Enzianhütte. Bald gelangen wir wieder in besiedeltes Gebiet – doch noch ein bisserl oberhalb der Stadt ist diese Gegend wohl noch eine der idyllischsten Wohngegenden. Je näher wir unserem Ausgangspunkt kommen, desto lauter werden die Schüsse hörbar – der Landesschießstand befindet sich nämlich gleich in unmittelbarer Nähe.

Nach insgesamt ca. 5h und ca. 18km erreichen wir glücklich (wenn auch mit ein paar blauen Flecken mehr – aber das nimmt man gerne in Kauf für eine solch lange Downhillschotterriesenfahrt) wieder unsere Fahrräder.  Gerne wieder mal! 🙂

‘Ne gute Tourenbeschreibung gibt’s HIER.