Karwendelmarsch: #timeforanother GEWALTHATSCHER

9.12.2016

Relativ spontan nahm ich an diesem “Zwickeltag” den ersten Zug von IBK nach Scharnitz um von dort das Karwendel zu durchqueren.

Um halb 8 Uhr ging’s in Scharnitz los.
52km & 2281HM standen vor mir – zu viel Zeit durfte ich mir also nicht lassen um noch am selben Tag am Achensee in Pertisau anzukommen. Die Strategie: Gelaufen wird im flachen Gelände und bergab; Bergauf wird flott gegangen.

Im Laufschritt geht’s auf der Forststraße hinein ins Karwendeltal rg Karwendelhaus. Kalt isses. Eisblumen wohin das Auge reicht. Gefrorene Wasserfälle. Sogar meine Trinkblase ist zugefroren. Bald ist das erste Zwischenziel, das Karwendelhaus (km18) in Sicht – die Höhenmeter hinauf ziehen sich aber noch ganz schön ordentlich.

Am Sattel die ersten Sonnenstrahlen. Zügig läuft es sich hinunter zum Kl. Ahornboden (km24) bevor sich der Aufstieg zur Falkenhütte (km30) wieder eher schleppend gestaltet. Meine Kraftreserven lassen zu wünschen übrig – vielleicht hätte ich doch nicht aufs Frühstück verzichten sollen. Der Gedanke an warme Suppe, die beim “echten Karwendelmarsch” im August an die Teilnehmer verteilt wird, macht die Sache nicht einfacher. Stattdessen nage ich an einem Apfel und genehmige mir einen Bissen vom Müsliriegel. Selber schuld. Die Energie kommt trotzdem kurzzeitig wieder zurück.

Im Schatten der imposanten Laliderwände geht’s nach einem kurzen Downhill noch einmal schnell und schmerzlos hinauf auf einen Sattel, von wo aus das nächste Etappenziel, das idyllisch gelegene Almdorf Eng (km35), schon bald sichtbar wird.

Dort angekommen, winkt schon der nächste Anstieg – der längste von allen, dafür aber auch der letzte für heute. Vorbei an der Binsalm (km38) müssen insgesamt fast 700hm hinauf zum Gramaisattel (1902m) z.T. recht steil überwunden werden. Die letzten Reste vom Müsliriegel müssen herhalten. Ab dann geht’s nur noch bergab (#odersoähnlich).

Rasant schlängelt sich der Singeltrail hinunter, vorbei am Gramai Hochleger (km41,5) bis zum Talboden, wo die herrschaftliche Gramai Alm (km44,5) die letzten 8,5km einläutet. Recht flach geht’s talauswärts über Wiesen- und Schotterwege rg Pertisau, dem Achensee entgegen. Ab der Falzturnalm (km48) ist man dann auf der asphaltierten Straße unterwegs. Ganz leichtfüßig läuft es sich nicht mehr, aber der Gedanke an das Ziel, für mich heute die Heimfahrt zurück nach IBK und ein warmes Essen, beflügelt dann doch noch ein bisschen.

Nach insgesamt 8,5 Stunden hupfe ich halb erfroren, fix und foxi, hungrig und trotzdem unheimlich glücklich und ein bisschen stolz in den Bus und mache mich auf den Heimweg. Den Achensee erblicke ich heute nur aus dem Bus. Doch der Gedanke an den Zieleinlauf beim “echten Karwendelmarsch” im August und ein erfrischendes Bad im Achensee danach erfrischt mich gleich wieder ein bisschen.

Die Streckenbesichtigung ist geglückt. Das Karwendel enttäuscht nie. Was für eine schöne Strecke. Ein bisschen (viel) trainieren muss ich noch, vor allem an meinen “Bergauf-Qualitäten” muss ich noch arbeiten, aber gerne versuche ich mich am Karwendelmarsch dann im August 2017 noch einmal! Freu mich schon.

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Links: Streckenbeschreibung, Karwendelmarsch (Anmeldung bereits offen!)

Saile, Nockspitze, oder wie sie alle heißen: #4gipfeltour

15.10.2016

Noch vor der Sonne hüpfte ich an diesem Tag aus den Federn und sogleich auf mein Radl. Ersten Etappenziel: Mutters. Die 8km mit knapp 400HM hams ganz schön in sich… (ich bezweifle ob ich mich mit Bergauffahren jemals anfreunden kann…*schnauf*).

Naja, um 6.15Uhr gings dann bissl unterhalb der Muttereralmbahnstation los. Mountainbiker können noch bis zur Muttereralm weiterfahren. In der Finstern war die Orientierung etwas schwer, sodass ich beim Raufgehn große Teile am Forstweg ging. Am schönsten ist es aber wahrscheinlich den Wegweisern rg. Nockhof zu folgen und dann über die Hirschlacke zur Mutterer Alm (1608m) – so gemacht beim Abstieg. In ein bisschen über 1h erreiche ich die Bergstation, wo es zu den Öffnungszeiten zahlreiche Attraktionen gibt (Motorikpark, Mountaincarts, Spiegelsee usw.). Um diese Uhrzeit isses aber noch ganz ruhig. Zum Glück.

Den Wegweisern folgend geht es zunächst wieder über die Forststraße und dann permanent ansteigend rg Pfriemesköpfl. Kurz vor der Pfriemeswand (2103m) komm ich das erste Mal heute in den Genuss der Sonne. 🙂 Die letzten 300hm sind teilweise versichert, aber unproblematisch. Gegen 9 Uhr hab ich den höchsten Punkt für heute erreicht. Die Gipfelwiese der Saile/ Nockspitze (2404m) ist ein Traum, ebenso lädt die Aussicht zum Verweilen ein. Rundherum sind die Gipfel schon weiß, die Sonne liefert sich mit den Wolken ein beeindruckendes Lichtschauspiel. Solche Momente – unbezahlbar!

Am Weg hinunter kann man fast nicht anders als noch einen Sprung am Spitzmandl (2206m), der Pfriemeswand und der Zwölferspitze (2098m) vorbeizuschauen. Die Wege auf diese Nebengipfel laden absolut zu ein paar Trailrunning-Schritten ein und sind innerhalb kürzester Zeit zu erreichen.

Im Laufschritt geht es weiter bergab, nicht aber ohne den Spiegelsee gesehen zu haben. Ein super Fotomotif!

Nach insgesamt 5h erreiche ich wieder mein Rad und wie im Flug kann man dann (fast ohne in die Pedale zu steigen) zurück nach IBK sausen – da laufen meine Bremsen z.T. ganz schön heiß (iwie kann ich mir nicht helfen, aber so sehr ich Risiko normalerweise mag, auf dem Rad bin ich eher vorsichtig und hab gleich mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl wenns zschnell wird… komisch. Da verlass ich mich viel lieber voll und ganz auf meine 2 Beine als auf ein Draht-….uhm-Karbongestell). In diesem Sinne: Auf hoffentlich noch ein paar schöne Herbsttouren!

Brandjochkreuz (2268m): #gmiadlicheRundemitMum

1.10.2016

Um 9 Uhr, nach einem ausgibigen Frühstück beim Ruetz, starten wir (Mum und ich) von der Höttinger Au rg. Achselkopf, wo wir nach ca. 2h ankommen. Heute ist unser Ziel aber etwas weiter oben. Über recht liebliche Almwiesen gehts in kurzer Zeit zur unbewirtschfteten Achselkopfhütte (mit Brunnen!) und danach wieder steiler bergauf, znächst den Wegweisern zum Hitt Sattel folgend. Direkt nach dem hölzernen Thron mit majestätischem Blick über IBK und die Nordkette im Rücken gehts links hinauf durch die Latschen zum Brandjochboden (1829m). Von dort ist es nur noch ein Katzenhupfer zum Kreuz hinauf – ein anstrengender aber, sind doch noch 400HM ziemlich direkt zu überwinden…! Die Mühen lohnen sich aber, bei dieser wunderbaren Aussicht. Ca. 3,5h warns heute. Der Grat zur Brandjochspitze schaut verlockend aus, auch die Hohe Warte, die Solsteine, die Frau Hitt usw. blitzeln von oben herunter und schreien förmlich: “Nimm mich! Nimm mich!” Daaaaa kommen noch ein paar Kraxeleien auf mich zu in nächster Zeit. Can’t wait!!! 😀

An diesem Tag gehts aber runter wie wir gekommen sind, nur ab der Achselkopfhütte nehmen wir den Höhenweg zur Höttinger Alm (Trailrunning-Potential!) – echt ein schönes, überraschend einsames Wegstück mit beeindruckenden Felsformationen und Tiefblicken. Nach en bisschen über einer halben Stunde erreicht man dann die Höttinger Alm, ein beliebtes Ausflugsziel (v.a. auch für Mountainbiker), dementsprechend “busy” ist es. Nach einem schnellen Hollersaft (die lt. Zeugenaussagen ausgezeichneten Kaspressknödel heben qir uns füras nexte Mal auf) nehmen wir die letzten Meter zurück in die Stadt in Angriff. Es gibt mehrere Möglichkeiten hinunter, wir wählen den westlichsten Weg, vorbei am Kletter und Bouldergarten. Echt schön hier, wenn auch sicher angenehmer für den Aufstieg, da die steilen Schotterwege etwas rutschig sind. An der Forststrasse angekommen, folgt man dieser ein Stück und kann dann durch den Wald bis zum Höttinger Bild abkürzen. Auf bekannten Wegen ist man rexht schnell wieder zurück in der Höttinger Au. Eine echt schöne Tour 🙂 Gerne wieder mal!

Goetheweg: #trailrunning überdendächernvoninnsbruck

26.9.2016

Zu Mittag ging’s nicht mehr anders – das schöne Wetter ist viel zu verlockend um den ganzen Tag drin zu sitzen. Also raus. Und rauf. Zur Nordkette. Wiedermal. Heute steht aber der Goetheweg am Programm.

Bevor man sich dem Flow-Gefühl am Höhenweg völlig hingeben kann, gehts zu Fuss ein paar Höhenmeter hinauf zum Hafelekar. Diesmal wieder vom Inn über die Bodensteinalm. In 2h15min. Passt. Kurz ein Abstecher auf die Karspitze mit kurzer Pause und dann gehts los. Ca. eine halbe Stunde gehts mit nur wenig rauf und runter rüber zur Arzlscharte. Die 1-2 Gipfel heute links liegen lassend. Wie schon beim letzten Mal nehm ich die rasante Abfahrt über die Schotterriese, am Fuße derer ich mich aber heute rechts rg. Arzler Alm halte, dann weiter zur Hungerburg und zurück in die Stadt. Nach ein bisserl über 2000hm, knapprn 18km und ca. 4h30min ist dieses Trailrunning-Erlebnis zu Ende. Schön. Wenn auch nicht ganz unanstrengend. Prädikat: empfehlenswert.

IBK to Hafelekar: #youCANactuallyHIKEupthere anddontNEEDtotaketheGONDOLA althoughitlooksmuchmoreCOMFORTABLEindeed

22. September 2016

Der kleine Cousin, Jojo, is neu in der City und wie nicht anders zu erwarten mussten gleich am ersten Nachmittag die IBK-Berge a bissi ausgecheckt werden. Warum nicht einfach mal da rauf, wo quasi eh alle Touris rauf pilgern -motorisiert versteht sich, zum Hafelekar.

Um kurz nach 15Uhr starten wir beim Inn los nach dem Motto – schau ma mal wie weit ma kemman. Die Hungerburg ist schnell erreicht, dann gehts in der Hitze, etwas öde, immer wieder kreuzend mit dem Nordketten-Singletrail für Downhiller unterhalb der Seilbahn hinauf. Uff. Kein leichtes Unterfangen für uns an diesem Tag, v.a. weil man immer genau im Blick hat wie weit man erst ist und wie weit man noch hat. Die Seegruben- und Hafelekar- Bergstationen drohnen hoch über unsren Köpfen. Ebenso drücken die überaus freundlich winkenden und gar nicht erschöpft wirkenden Touris in der gläsernen Gondel ein wenig auf die Psyche. Schöner ist sicher sich etwas weiter rechts im Wald zu halten und über die Bodensteinalm hochzuwandern, den Weg wählten wir dann für den Abstieg.

Die Seehrube links liegen lassend gehts eigentlich gleich hinter den Lawinenverbauungen steil in Serpentinen hinauf zur höchsten Bergstation. Wir halten uns jedoch etwas weiter rechts und queren schräg hinüber auf den Kamm wo wir dann nach kurzer “wilder” Kletterei auf den Götheweg treffen. Wow! Was muss das für ein schöner Trailrunning-Steig sein. Flow-Feeling garantiert! Wir laufen aber heute nur ein kurzes Stück entlang des Steigs zurück zum Hafelekar (2269m), wo wir nach insgesamt ca 3h ankommen.

Es herbstelt. Bevor wir allzusehr auskühlen gehts im Laufschritt hinunter, vorbei an der Bodensteinalm und erst weiter uten wieder direkt unter der Seilbahn zur Hungerburg. Unsre zugeheben-nicht-allzugut-trainierten Beine brennen schon ganz schön. Froh sind wir, als wir nach ca. 1,5h Abstieg in der Finstern wieder das Innufer erreichen.

Eine schöne Tour mit wieder mal tollen Tiefblicken auf unser neies Zuhause, IBK. Evtl werd ich aber dann, mit dem Freizeitticket, doch mal die Seilbahn in Anspruch nehmen. 😉 Geht ja dann doch ein bisserl schneller und von dort oben gäbs schon ein paar ganz nette Touren.

Rumerspitze (2454m): #highwaybacktoIBK

16. September 2016

Pünktlich zum Wochenende und vor dem angesagten Wetterumschwung ging’s gemeinsam mit David mitn Rennradl von Innsbruck ein paar Höhenmeter hinauf nach Arzl. Dort parkten wir unsre Radln am Waldrand, bevor’s dann zunächst gemütlich durch den Wald rg Rumer Alm geht, die aber links liegen gelassen wird und wir danach dem weg 218/5 auf s’Kreuzjöchl folgen. Oben auf der Scharte genehmigen wir uns eine kurze Pause und nehmen dann die letzten paar hundert Höhenmeter über den etwas ausgesetzten Grat in Angriff. Nach nicht ganz 3h und fast 2000HM stehen wir auf dem Gipfel der Rumerspitze. Was für eine Sicht ins Inntal, das Karwendel und die restliche Tiroler Bergwelt! Hammer!

Den Abstieg konnte ich dann kaum noch erwarten – viel zu verlockend blitzt die Schotterriese von der Arzlscharte hinunter ins Tal. Die ersten paar Meter gehen aber zunächst noch luftig am Grat entlang, bevor man dann die ersten Laufschritte auf wiesigem Untergrund wagen kann. Wählt man, wir wir, statt den normalen Serpentinen die Schotterabfahrt, quert man am besten gleich von der Scharte möglichst weit nach rechts – dann steht der rasanten Bergabfahrt nichts mehr im Weg (auch die sich wohl etwas in ihrer Ruhe gestört fühlenden Gamsn werden über kurz oder lang den Weg frei machen…). Ich liebe Schotterriesen ohnehin – aber Meter für Meter mit ständigem Ausblick auf Innsbruck hinunter zu laufen, rutschen, stolpern, springen,… ist schon was ganz besonders. So much fun.

Ganz unten treffen die Ausläufer der Schotterriese wieder auf den Normalweg, wo wir uns bald wieder eher links halten – rg. Rumer Alm und Enzianhütte. Bald gelangen wir wieder in besiedeltes Gebiet – doch noch ein bisserl oberhalb der Stadt ist diese Gegend wohl noch eine der idyllischsten Wohngegenden. Je näher wir unserem Ausgangspunkt kommen, desto lauter werden die Schüsse hörbar – der Landesschießstand befindet sich nämlich gleich in unmittelbarer Nähe.

Nach insgesamt ca. 5h und ca. 18km erreichen wir glücklich (wenn auch mit ein paar blauen Flecken mehr – aber das nimmt man gerne in Kauf für eine solch lange Downhillschotterriesenfahrt) wieder unsere Fahrräder.  Gerne wieder mal! 🙂

‘Ne gute Tourenbeschreibung gibt’s HIER.


Achselkopf: #gettintoknowmynewhood

7. September 2016

Frisch zurück von meiner Ski-Saison in Perisher, OZ, hieß es gleich schon wieder Koffer (und Möbel und Radl und und und) packen und ab in meine neue Heimat – IBK.

Obwohl es natürlich gerade jetzt am Beginn viiiel zu tun gibt, schafft man es in dieser herrlichen Umgebung, umgeben von Bergen, nicht lange stillzusitzen. V.a. der Anblick der Nordkette ist verlockend hoch 10!

Nach einem ganztägigen Seminar startete ich dann noch um 17.30Uhr los, direkt von der Haustür. Ziel: auffi.

Von der Höttinger Au geht’s zunächst auf Bergstrassen hinauf zum Planötzenhof (Parkmöglichkeit), wo es mit Kuh- und Schafweiden schon sehr “ländelt”. Gemütlich verläuft der Weg dann rg Höttinger Bild (kl Kirche) und dann ein kleinerer Steig links hinauf etwas steiler durch den Wald. Erst weiter oben erhascht man einen guten Ausblick auf die Dächer von Innsbruck.

Nach ca.1,5h  und fast 1000HM erreiche ich dann das Aussichtsplatzerl auf 1560m. Die letzten Meter erfordern Trittsicherheit! Weiter würd es zur Achselkopfhütte und dann zum Brandjochkreuz gehen. Dafür ist heute aber keine Zeit mehr.

Im Laufschritt geht es flott bergab zurück in die Stadt. Einfach super direkt von der Haustür in die Berge starten zu können und eine solche Ruheoase vorzufinden! I like my new hood!