Marathon – die Zweite: #roadtomilanomarathon

Soooo… Ich habe wieder zu laufen begonnen. Nicht nur ab und zu, dann und wann. Nein. Regelmäßig. Ohne wenn und aber. Den Schweinehund an kurzer Leine haltend. Der Kälte trotzend. Dem Körper zu Liebe – und ein klitzekleines bisschen dem Ego – die 5h00’16” vom April 2013 kann ich nicht einfach so auf mir sitzen lassen. Milano-Marathon, ich komme. Und dieses Mal nicht völlig untrainiert.

Und das is meine ungefähre Road to Milano-Marathon:

Der wöchentliche Plan:
-1x Tempolauf über 7-10km
-1x langer Lauf
-1x Intervalle
-1x Marathontempo über 12km
-2x lockere Läufe/ Alternativtraining

…und die dazugehörige Playlist:

Jänner 2017
Schnee, Eis, Sonne und klirrrrrende Kälte. (Zu) wenig Intervalle. 1x 29k. 1x26k. 1x21k. Schnellster Pace 5:08 über 12,6km.
Gesamt: 295km – 1894hm – 27h57′

Februar 2017

Oh dear. Was war denn das?! Begonnen hat der Monat ganz gut. Schnell. Viel. Ein weiterer 30er mit Christina. Und dann – meine Wadln kranpftn schon beim ersten Laufschritt (Merke: Do your blackroll!), mein Pace wurde immer langsamer, ich immer ausgelaugter, meine Motivation ging gegen Null. Stichwort – Übertraining?! K.a.! Die Notbremse wurde gezogen. 1 Woche Triningspause. Wenn nichts mehr geht, geht einfach nichts mehr. Period. 

Noch 1 Monat. Neue Schuhe, der Adidas Adizero Adios – gemacht für Marathon-Bestzeiten. Schau ma mal… Die Motivation kommt langsam wieder zurück. Meine Sub-4h Ambitionen rücken etwas in die Ferne. Aber noch ist nix verloren. Ab in die nächste Runde…

Gesamt: 177,4km – 1137hm
März 2017

2. April 2017: D-Day

…auf das ich eines Tages auch von einem “permanent state of marathon readiness” reden kann.

http://gph.is/2jA0VVu

My personal BUCKET-LIST

waltdisney

Word.

Allgemein und in Österreich:

  • Eine Saison eine Hütte in den Alpen bewirtschaften.
  • Nine Summits Österreichs.
  • Teilnahme am Transalpine Run.
  • Marathon in unter 3:30h.
  • Teilnahme an einem Iron-Man.
  • Strecke von mind. 100km mit dem Paragleiter zurücklegen.
  • Am (gn)Arlberg freeriden.
  • Teilnahme am Weißen Rausch am Arlberg.
  • Einen Salto mit den Skiern im Powder stehen.
  • Königsjodler-Klettersteig am Hochkönig.
  • Teilnahme am Karwendel Marsch

 

Around the world:

Amerika:

  • In Hawaii, Kalifornien surfen (& es vorher noch g’scheit lernen).
  • Im Yosemite NP campen, bergsteigen, klettern, slacklinen, highlinen,…
  • Im Arches NP die “Giant Rope Swing” ausprobieren.
  • Durch Mittel-/ Südamerika backpacken (mit Motorcycle).
  • Heli-Skiing in Canada.
  • Festival “Burning Man” in Nevada.
  • Festival “Coachella” in Indio.
  • Heli-Skiing in Canada.
  • Stairway to Heaven in Hawaii
  • Easter Islands

Afrika

  • In den Victoria Falls (Simbabwe) baden.

Asien

  • In Nepal trekken.
  • In Bali surfen.
  • Komodo Insel per Boot

Ozeanien

  • Übern Sommer in Australien ski-/ snowboardlehrern. ✔
  • Eine Zeit lang in Neuseeland leben/ arbeiten/ Abenteuer erleben.

Europa

  • Skandinavien Roadtrip. ✔
  • Back-Packing in Island.
  • Climb the Matterhorn.

t.b.c.

the-world-is-yours

Travel it!

Mahdlgupf: #esistnochkeinKletterervomHimmelgefallen

9.5.2016

Meine holländische Freundin Milou wollte mal ein bisschen in die Berge. Ja, sie ist quasi Flachländerin, aber schon recht sportlich. Höhenangst hat sie auch nicht, meinte sie. Warum also nicht gleich einen Klettersteig? Jeder macht das mal zum ersten Mal. Aber wohin? Mahdlgupf (1261m), von dem hatte ich schon einiges gehört, der sollte machbar sein.

Um kurz nach 8 Uhr starteten wir beim Parkplatz in Weißenbach am Attersee (509m), ohne Stress in ca. 30min zum Anseilplatz. An Wochenenden kann hier ganz schön viel “Verkehr” sein, sodass viel Warterei und Überholmanöver notwendig sein können, heute, ein Montag, ist vor uns nur ein anderer Kletterer bereits in der Wand. Wir lassen uns Zeit, gerade beim ersten Mal in einem Klettersteig möchte ich mit Milou nichts überhudeln.

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Topo Attersee Klettersteig

Langsam tasten wir uns Meter für Meter an das für Milou ganz neue Terrain voran. Die ersten Kletterpassagen (A/B) sind zur Gewöhnung an das Gerät, die Schuhe, den Felsen ganz gut, bald schon geht es aber ein bisschen anspruchsvoller (C) weiter. Milou schlägt sich wacker und kommt immer besser beim Klettern zurecht. Nach und nach werden wir von anderen Gruppen/Einzelpersonen überholt, davon versuchen wir uns aber nicht stressen zu lassen (was aber manchmal gar nicht so einfach ist, v.a. wenn man sich gerade in der etwas rutschigen “Grotten-Passage” oder in der Schlüsselstelle “Schokoüberhang” im unteren Teil befindet).  Viele haben motivierende Worte für die mutige holländische Bergfexin im Werden parat und wissen gute Tipps: Arme durchstrecken, Arme immer wieder ausschütteln, v.a. mit den Beinen arbeiten, usw.

Bei der Baumrast, ungefähr der Hälfte der Strecke, machen wir mal eine ausgiebige Pause, noch einmal gut Kraft tanken, bevor es relativ gemütlich (B/C, viel A) weitergeht. Die Länge des Klettersteigs ist aber nicht zu unterschätzen, v.a. weil zum Schluss auch noch einmal etwas Kraft notwendig ist, für diverse C/D-Stellen kurz vorm Ausstieg. Nach ca. 4 1/2h im Klettersteig (incl. zahlreicher Pausen) erreichen wir endlich das Wandbuch und 2 Minuten später das Gipfelkreuz, wo wir eine herrliche Aussicht über den Attersee bei strahlend blauem Himmel genießen. What a day! 🙂

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Aussichtsreich.

Der Abstieg geht dann relativ flott in nur ca. 1,5h und mit nur ein paar wenigen zusätzlichen Höhenmetern kann man, wie wir, auch noch einen 2. Gipfel mitnehmen, den Schoberstein (1037m).

Froh, müde und überglücklich alles gut überstanden zu haben erreichen wir dann wieder das Auto. (Kleiner Tipp für Sommertage: Der Bach gleich neben dem Parkplatz lädt mit seinem glasklaren Wasser und Tümpfeln zum Reinhüpfen ein!)

Insgesamt ein wirklich schöner Tag. Ein recht abwechslungsreicher Klettersteig, dieser Attersee-Klettersteig, mit einer unglaublichen Aussicht auf die Seen des Salzkammerguts. Aber, owbohl alles gut gegangen ist und Milou wirklich “einen guten Job” gemacht hat, eines muss man ganz ehrlich sagen, vor allem wegen seiner Länge ist dieser Klettersteig für Klettersteig/Berg-Neulinge nicht unbedingt zu empfehlen. Lieber sich mal bei einem etwas kürzeren Steig herantasten und an der Technik feilen, dann steht dem Mahdlgupf auch nichts mehr im Weg. Für Klettersteig-erfahrene Leute aber auf jeden Fall eine wunderschöne Genusstour! 🙂

 

Graz Halbmarathon 2015: #in4wochenvonnullaufhalmarathon

11.10.2015

Relativ kurzfristig, nach einem more or less lauf-freien Sommer, durfte ich dieses WE für meinen Lauf-Buddy Christina beim Halmarathon in Graz einspringen. 4 Wochen nahm ich mir Zeit mich zumindest ein bisschen darauf vorzubereiten, wobei von gezieltem Training nicht die Rede sein kann, viel eher ging es darum die Grundlagenausdauer in seeeehr gemütlichen meist 10km Laufeinheiten wieder ein bisschen zu stärken. Zwei längere (17km und 23km) gingen sich in der Vorbereitung aus.

Am Samstag, den 10.10. ging’s dann also gemeinsam mit Maria (auch ein Lauf-Buddy) mit dem Bus nach Graz. Beide schon ein bisschen aufgeregt, war es ja für uns zwei der erste Halbmarathon. Beim Carboo-Loading (pastaaa) am Abend wurde dann noch die Strategie für den nächsten Tag diskutiert: “Unter 2h wär halt schon nett.” “Ohne gscheids Training?!” “Kilometerzeiten von 5.30-5.40.”

Der Sonntag begann dann regnerisch. Und blieb auch so. Die Motivation war… najaa… nicht die allergrößte, sagen wir so. Egal, Augen zu und durch. Wir packen das! Irgendwie. Am Start kribbelts dann schon wieder gewaltig. Und Regen ist doch eh a nettes Laufwetter. Alles bestens. Gleich nach dem Start find ich Maria nimmer. Macht nix, dann lauf ich einfach drauf los. Musik ein, Welt aus. (Vl. wär doch eine Lauf-Playlist gut gewesen anstatt einem gechillten Lied nach dem anderen. Zu spät.) Aber es läuft. Gut sogar. Km10 erreiche ich in einer neuen Bestzeit (52.37). Dann kommt km14, kleiner Einbruch und Seitenstechen. Ein paar wenige gehende Schritte, tiefe Atemzüge und das Energy-Gel (vanille…”yummi”) wirken sofort, weiter geht’s. Die Beine werden schwerer, aber bald schon trennt sich die HM-Strecke von der der Marathoni (die Armen müssen nich eine Runde drehn) und wir biegen in die Herrengssse ein. Der letzte km ziiiiieht sich. Aber dann ist es geschafft. Überglücklich darf ich mich nun mit einer Zeit von sogar unter 1:55h Halmarathon-Finisherin nennenAuch Maria schaffts bald darauf ins Ziel! Bissi stolz dürf ma schon sein! 🙂

Super war’s! Und wie immer macht so ein Rennen Lust auf mehr. So viele möglichen Ziele: 10km unter 50min? HM unter 1:50? Wieder mal ein Marathon? Wie wärs mit Triathlon?
Jetz ist dann mal Winter. Trainiert wird aber weiter. Hoffentlich. I’ll keep you updated.

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#wirsindjanichtauszucker

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#happythankyoumoreplease

Stoderer Dolomitensteig: #cousinenTAG2015

13.09.2015

Den letzten Ferientag nutzen wir (meine 2 kleinen Cousinen und ich) wieder mal für einen Cousinen-Tag. Es ging ins wunderschöne Stodertal, zum Stoderer Dolomitensteig.

Mit dem Auto kann man bis zum Parkplatz Gasthof Baumschagerreith (724m), der sich nach der Tour als Einkehrmöglichkeit anbietet. (Achtung – gebührenpflichtig 3Euro/Tag) Um kurz vor 8Uhr gingen wir los, zunächst entlang des Hirschgeheges am Forstweg, bald schon durch den Wald in recht steilen Serpentinen. Am ersten Sattel ist ein Abstecher auf den Aussichtsfelsen rechts unbedingt empfehlenswert – am Panorama des Toten Gebirges kann man sich wohl nie satt sehen.

Wahnsinns Aussichtsplatzerl.

Wahnsinns Aussichtsplatzerl.

#aussichtstattkurzsicht

#aussichtstattkurzsicht

Einmal geht es noch ein paar steile Höhenmeter durch den Wald, bevor man über eine Kuhweide an der unbewirtschafteten Hochsteinalm (1296m) vorbekommt und 10 Minuten später (nach insgesamt ca. 1h 15 min) die unbewirtschaftete Lögerhütte erreicht, ein atemberaubendes Jausenplatzerl mit Sonnenbankerl und Mega-Aussicht!

Balanzieren mit Aussicht.

Balanzieren mit Aussicht.

:)

🙂

Nach einer kurzen Pause geht es dann auf den eigentlichen Dolomitensteig. Ein schmaler Steig zieht sich über die steile Bergflanke, vorbei an kleinen Wasserfällen, imposanten Felsformationen, schroffen Gipfeln,…. man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Aufpassen sollte man trotzdem, ist der Weg doch teils sehr ausgesetzt und mit Stahlseilen versichert. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist also unbedingt erforderlich! Bald geht der Weg wieder leicht abwärts durch den Wald, die Felsformationen und die Aussicht laden dennoch immer wieder zum Verweilen ein.

Pünktlich zur Mittagszeit erreichen wir dann die riesige Schotter/Fels-Rinne, wo wir auf einem großen Felsen unsere Jause auspacken. Hier mündet der Weg auch in den Salzsteigjoch-Aufstieg. Wir gehen aber entlang/ in der Rinne nach unten und kommen schon bald auf die Forststraße, die uns zurück zum Parkplatz bringt.

Nach ca. 700HM rauf und runter und 5 1/2h (samt zahlreicher Pausen und Fotoshoots) erreichen wir wieder unser Auto.
Den wirklich tollen Tag lassen wir dann noch bei einem (kurzen!) Hupfer in den Gleinkersee und einem guten Eisbecher in Micheldorf ausklingen. Immer wieder schön, so ein CousinenTAG! 🙂

Und wen’s interessiert – ein Video dazu gibt’s auch:

Unterwegs in den Hohen Tauern 2015: #tauernhöhenwegcontinued!

Nachdem wir ja im vergangenen Jahr unsere Tauernhöhenweg-Wanderung wegen Wetterumschwungs bei der Franz-Fischer-Hütte abbrechen mussten (Tauernhöhenweg 2014), ging’s fast exakt ein Jahr später wieder ein Stückchen weiter. Die (wahrscheinlich) letzten Sommertage dieses Jahres mussten ausgenutzt werden. Gemeinsam mit meiner Mum ging’s also mit vollbepackten Rucksäcken wieder für ein paar Tage in die Berge. Zu den Zeitangaben ist zu sagen, dass wir diesesmal wirklich sehr, sehr gemütlich unterwegs waren. “Slowly but surely” war das Motto – und so erreichten wir auch alle Ziele zwar nicht in Rekordzeit, aber ohne größere Hindernisse.

TAG 1 – 27.8.2015: Kleinarl – Tappenkarsee – Weißgrubenkopf – Riedingtal
Gestartet wurde diesesmal beim Jägersee (1099m) in Kleinarl, weil dieser einfach mit den Öffis ganz gut zu erreichen ist (das Auto ließen wir nämlich in St. Johann stehen). Der Weg rauf zum wirklich schön gelegenen Tappenkarsee (1820m) ist ein sehr beliebtes Tagesausflugs-Ziel – dementsprechend viele Leute sind auf dem gut begehbaren Weg unterwegs. Um kurz nach 10 Uhr ging’s los – nach ca. 3h gönnten wir uns ein kühles Getränk auf der Tappenkarseehütte und danach wurde mal unsre Jause ausgepackt (yummi – guacamole in se mountains is pretty naiss!).
Da unser heutiges Ziel eigentlich die Franz-Fischer-Hütte gewesen wäre machten wir uns zunächst auf richtng Weißgrubenscharte (2257m), die wir in ein bisschen über einer Stunde erreichten. Von dort ist es wirklich nur noch ein Katzenhupfer auf den Weißgrubenkopf (2369m) – 15Minuten, nicht mehr – schwindelfrei und trittsicher sollte man aber schon sein. Dort oben hatten wir dann auch endlich genügend Empfang um die Franz-Fischer-Hütte zu erreichen, die uns aber leider nur noch ein Platzerl im Gastraum (Notlager) anbieten konnten. Bummer! Zum Glück trafen wir dann kurz darauf am Weiterweg zwei einheimische Damen, die gerade am Weg zurück ins Tal waren und uns kurzerhand anboten in ihrer Hütte im Riedingtal (neben der Königalm, 1667m) zu übernachten. Außerdem wussten sie einen “Geheimsteig” durchs Jagdgebiet runter ins Tal, den nur wenige Leute kennen und ich deshalb auch nicht näher beschreiben werde. Flott ging’s also runter ins geliebte Riedingtal, sodass wir bereits kurz vor 18 Uhr beim Abendessen auf der Königalm saßen. 🙂 Trotz Planänderung, ein gelungener Auftakt zu unserer Tour und ein guter Ausgangspunkt für die nächste Tagesetappe.

TAG 2 – 28.8.2015: Riedingtal – Weißeck – Nebelkareck – Sticklerhütte – Rotgüldenseehütte
Obwohl wir eh schon recht früh mit der Morgendämmerung aufstanden, sollte dieser Tag ein laaanger Tag werden. Dem Weißeck wollten wir wieder mal einen Besuch abstatten, also ging’s zunächst auf dem Normalweg in ca. 2h zur Riedingscharte (2274m), wo wir in der Morgensonne frühstückten und dann unsre schweren Rücksäcke (“Seids ihr leicht mit euren Gleitschirmen unterwegs?”) auf der Scharte zurückließen um die letzten Höhenmeter aufs Weißeck (2711m) ein bisschen flotter zurücklegen zu können. Von der Scharte braucht man im normalen Tempo ca. 1h, es geht aber auch schneller 😉
Nachdem meine Mum unseren Weiterweg mit so gut wie jedem einheimischen Bergsteiger am Weißeck diskutierte und sie nach ihrer Meinung fragte (ohja, das kann dauern…), entschieden wir uns schlussendlich doch dazu, trotz fortgeschrittener Zeit noch nicht zur Sticklerhütte abzusteigen, sondern zunächst zur Nebelkarscharte auf nicht-markierten Wegen hinüberzuwandern, was sich als wirklich gute Idee herausstellte: Auf großteils grasigen Hängen gehts hinauf auf den zum Teil schrofigen Grat (Schwindelfreiheit von Vorteil!) und dann wunderschön über die Reicheschkogeln zum Sommerleitenkogel (2457m), von dem man noch weiter am Grat zur Jägerspitze gehen könnte, oder einfach (so wie wir) etwas runter ins Kar absteigen, wo ein Steig bis rüber zur Nebelkarscharte (2453m) führt, wo man wieder auf den markierten Weg gelangt. Von dort ist es wieder nur ein kurzer aber lohnender Hupfer auf das Nebelkareck (2535m).
Nach einer kurzen Pause ging’s dann runter zum Murtörl (2260m), wo wir dann zwei Möglichkeiten hatten: Ursprünglich wäre mein Plan gewesen weiter auf die Schmalzscharte (2444m) zum Albert-Biwak zu wandern, und dann über die Schwarzseen runter zum Karwassersee und zur Muritzenalm abzusteigen – und dann noch über die Schrovinscharte zur Rotgüldenseehütte. Angesichts unserer Verfassung (schon relativ müde) und der fortgeschrittenen Tageszeit beschlossen wir dann aber doch zur Sticklerhütte (1752m) abzusteigen, wo wir uns kurz stärkten und dann den weiteren Fußmarsch mit einer kurzen Tälerbus-Fahrt zur Muritzenalm abkürzten, bevor noch einmal einige Höhenmeter zum Schrovinschartl (2039m) überwunden werden mussten. Das Gebiet ist echt wunderschön, aber vor allem ab der Scharte ist noch einmal höchste Aufmerksamkeit gefragt!!! Eine sehr steile und grasige Flanke muss auf einem sehr ausgesetzten Pfad gequert werden – was wirklich nur bei absoluter Trittsicherheit und bei trockenen Bedinungen empfehlenswert ist! Diese Etappe kann umgangen werden, indem man den Tälerbus nimmt und dann vom Parkplatz Arsenhütte ca. 1h zur Rotgüldenseehütte aufsteigt. Der Weg über das Schwrovinschartl dauert ca. 3h von der Muritzenalm bis zur Rotgüldenseehütte (1735m), wo man auch zur späteren Stunde (ca. 20 Uhr) noch sehr freundlich empfangen und bewirtet wird! Danke!

Der “normale” Tauernhöhenweg führt an dieser Stelle eigentlich gleich rüber zur Osnabrücker Hütte (über die Muritznscharte und den Weinschnabel zum Kölnbreinspeicher) – wir wollten uns aber den Hafner nicht entgehen lassen. 🙂

Die ersten Sonnenstrahlen.

Die ersten Sonnenstrahlen.

Blick zurück - Faulkogel und co.

Blick zurück – Faulkogel und co.

Am rechten Grasrücken ging's für uns weiter.

Am rechten Grasrücken ging’s für uns weiter zur Nebelkarscharte.

…leider gibt es an diesem Tag nicht mehr Fotos, da alle Akkus leer waren. 😦

TAG 3 – 29.8.2015: Rotgüldenseehütte – Hafner – Kattowitzerhütte
Am nächsten Morgen ging’s wieder recht früh mit der Morgendämmerung los. Netterweise gab’s aber zuerst aber noch einen guten Kaffee, da der Hüttenwirt extra für uns die Kaffeemaschiene aufgeschalten hat lassen, da wir vorm Frühstück aufbrechen wollten.
Recht gemütlich geht’s zuerste entlang des unteren Rotgüldensees (der leider fast ganz ausgelassen war), und dann rauf zum oberen Rotgüldensee (1996m), wo sich die Berge in der Morgensonne schon an der Wasseroberfläche spiegeln. Bis zur Wastelkarscharte (2720m) sind aber doch noch ein paar Höhenmeter zu bezwingen, was am Anfang noch ganz leicht geht, zum Schluss aber recht steinschlaggefährlich wird (Helm ist evtl. von Vorteil und auf jeden Fall gut aufpassen wenn mehrere Gruppen unterwegs sind!!!). Die kurze versicherte Stelle zur Scharte rauf ist nach einem Felssturz vor ein paar Jahren noch relativ neu und wirklich unproblematisch (wenn schwindelfrei). Von der Wastlkarscharte sieht man bereits am Grat zum Hafner Menschenmassen rauf und runter wandern (kein Scherz! – von der Kärntner-Seite ist der Gr. Hafner ein relativ einfacher 3000er, das nutzen viele aus, v.a. am Wochenende). Bevor wir auf den Südwestgrad gelangen, muss noch das Wastlkarkees (von dem eh fast nix mehr übrig ist) und eine riesige Blocklandschaft gequert werden. Hier gilt es die Markierungen nicht aus den Augen zu verlieren und tendenziell sich eher weiter unten zu halten! Wir (und einige andere vor uns) landeten leider irgendwo zu weit oben und mussten dann unmarkiert relativ steile Schneefelder queren. Der Aufschwung zum Grat ist dann wieder gut mit blauen Seilen versichert. Nachdem wir die dicken-fetten Rucksäcke wieder in einer Felsnische vertaut haben, geht’s die “letzte Stunde” zum Gipfel hoch, wenn man den Turbo ein bissi zündet ist das aber auch in einer halben Stunde machbar. Und die ganzen Steinmandln machen den Streckenabschnitt sehr abwechslungsreich – schaut einfach lustig aus und ist ein beliebtes Fotomotiv 😉 Insgesamt muss man wohl ca. 6-6,5h von der Rotgüldenseehütte bis zum Gipfel rechnen. Der Ausblick vom Großen Hafner (3076m)  ist an diesem Tag einfach unbeschreiblich – eine solche Fernsicht habe ich schon lange nicht mehr erlebt und man sieht einfach alles – schon imposant zu sehen welche Strecke wir am Tauernhöhenweg (letztes und dieses Jahr) bereits zurückgelegt haben und was uns noch erwartet.
In ca. 1,5-2h geht’s dann runter zur Kattowitzer Hütte (2319m), die man die ganze Zeit bereits im Blick hat. Von dort könnte man dann zwar noch weiter zur Osnabrücker Hütte wandern, aber wir wollen den restlichen Tag einfach mal ein bisschen chillen und v.a. müssen wir froh sein an einem Samstag überhaupt noch irgendwo einen Schlafplatz zu bekommen.

TAG 4 – 30.8.2015: Kattowitzerhütte – Osnabrücker Hütte
Mit angeschreibenen 5h ist diese Tagesetappe eine recht kurze und einfache. Zunächst geht’s in wirklich schöner Höhenweg-Manier hinüber/hinunter zur Kölnbreinsperre, was in ca. 2,5h schaffbar ist. Danach wird’s ein bisschen zach – denn obwohl der Anblick des Stausees schon  beeindruckend ist, kann sich der Weg entlang diesen ganz schön ziehen, v.a. wenn die Sonne so herbrennt wie an diesem Tag und kein Windlüfterl zu spüren ist – man muss nämlich wirklich bis ans Ende, von dort geht es aber dann  entlang des Fallbachs relativ flott zur Osnabrücker Hütte (2022m).
Schon vor Mittag kommen wir heute an unserem Tagesziel an – bei der wunderschönen Aussicht (Hochalmspitze), guter Bewirtung, netten Bekanntschaften aus Bayern und einem Gebirgsbach vor der Nase, der zum “Baden” einlädt, wird einem so schnell nicht langweilig. Am Abend wird dann noch noch ein bisschen ge”Kniffel”t (ein Spiel dass ich mir merken muss!) und wer noch nicht genug hat nach dem lecker Essen – “Peking Ente” ist immer ein heißer Geheimtipp auf der Osnabrücker Hütte. Oder auch ein oder zwei Schnapserl – geht auch.

TAG 5 – 31.8.2015: Osnabrücke Hütte – Ankogel – Hannoverhaus – Mindener Hütte
Noch im Finsteren mit Taschenlampe rückten wir an diesem Morgen aus – ein ziemlich großes Programm mit einigen Höhenmetern stand heute auf der Tagesordnung. Zunächst geht es den Fallbach entlang bis zum Wasserfall, dann weiter hinauf richtung Schwarzhornsee. In der Nähe des Schwarzhornsees zweigt der Weg rg. Ankogel nach links oben ab. Der Weg ist eigentlich gut markiert, nur irgendwann sind wir uns nicht mehr ganz sicher wo der eigentliche Weg verläuft – die nächste sichtbare Markierung befindet sich relativ weit weg – der einzige erkennbare Weg geht über zwei vereiste Schneefelder, den wir dann auch nehmen. Aufpassen sollte man jedoch schon, vor allem so früh am Morgen, wenn noch alles recht hart und eisig ist. Nach ca. 3h steigen wir mit Gletscherausrüstung auf das Kleinelendkees. Die Spalten sind gut sichtbar, der Weg auch – alles bestens für die erste Gletscherbegehung meiner Mutter. Nach ca. 1h am Gletscher erreichen wir den Felsgrat (großes Steinmanderl!), wo wir unsere Sachen verstauen und uns ein bisschen stärken. Der Grat ist anfangs etwas brüchig, und durchwegs sehr ausgesetzt. Sicherungshaken sind vorhanden, benutzen wir aber nicht, sind aber gut zur Orientierung des Routenverlaufs. Keine Stellen über einem geschätzten Schwierigkeitsgrad von II – gut aufpassen muss man, klar, trittsicher und schwindelfrei sollte man auch sein, aber ansonsten ist der Gipfelaufschwung entlang des Grats gut machbar! Nicht lang und man erreicht das Gipfelkreuz, von wo aus bereits das Hannoverhaus sichtbar ist und die Massen an Menschen, die von dieser Seite den Ankogel (3250m) erklimmen wollen (was relativ einfach geht bzw. verlockend erscheint durch die Ankogelbahn…).
In ca. 2h erreichen wir dann das Hannoverhaus (2722m), das schon wie ein Berghotel erscheint und viele Gondel-Touristen anlockt. Nach einer ausgiebigen Stärkung (karamelisierter Kaiserschmarrn ist empfehlenswert!), beschließen wir heute noch ein Stückchen weiterzugehen. Am Weg zur Hagener Hütte liegt die Mindener Hütte, eine Selbstversorgerhütte, von der uns erzählt worden ist, dass sie sehr idyllisch liegt und urig sein soll – das wollen wir uns natürlich anschauen.

Vom Hannoverhaus geht es unter der Ankogelbahn durch hinüber zum Luggetörl (2384m) und dann auf einem wirklich schönen Höhenweg über ein paar Bergrücken und z.T. gut begehbares Blockgelände weiter zur klitzekleinen Mindener Hütte (2428m). Diese Etappe zählt zu einem meiner Lieblingabschnitte – eine soo liebliche Landschaft, vorbei an türkisen Bergseen, mit einer solchen Aussicht. Wunderbar. Nach etwas über 3h erreichen wir dann die Hütte, die wir uns an diesem Tag mit 3 anderen Personen teilen. Leider hinterlassen diese Hütte nicht alle Wanderer so sauber wie sie sie vorfinden, was das Übernachtungs-Vergnügen etwas mind(en)ert (achtung – Wortspiel 😉 ) In unserem Fall war es jetzt nicht so schlimm, da wir wirklich nur zum Schlafen hierher kamen. Insgesamt liegt die Mindener Hütte aber doch wirklich schön – während hinter uns in der Glocknergegend die Sonne untergeht, taucht vor uns hinter der Hochalmspitze der Vollmond auf. Echt ein Plätzchen zum Auftanken.

TAG 6 – 1.9.2015: Mindener Hütte – Hagener Hütte – Sportgastein
Da das Wetter am nächsten Tag leider wieder umschlagen sollte, war klar, dass wir heute ins Tal absteigen müssten. Nachdem der heutige Tag aber noch recht schön war, beschlossen wir noch weiter bis zur Hagener Hütte zu wandern, und dann nach Sportgastein zu wandern, von wo aus wir dann mit Öffis zurück zum Auto gelangen konnten.
Ebenso schön wie das letzte Stückchen gestern, geht es auch heute in sehr angenehmer Höhenweg-Manier weiter zu Hagener Hütte (2446m). Nur wenige höhenmeter müssen überwunden werden. Vorssicht ist jedoch geboten unterhalb der Rameter-Spitze, wo eine recht steile Flanke gequert werden muss. Hier ist wieder einmal Trittsicherheit geboten und vor allem sollte der Steig nicht nass oder eisig sein! Erst kurz vor der Hütte wird diese sichtbar. Nach ca. 3,5h erreichen wir diese – der Wind bläst schon ganz schön und Nebelfelder ziehen herum. Bei den besten Kaspressknödel auf unserer Tour (so far) stärken wir uns (warum nicht auch mal zum Frühstück), bevors dann in ca. 2h hinunter nach Sportgastein zur Autobusstation bei der Gondel geht. Auch mal interessant dieses Gebiet im Sommer zu sehen. Im Winter schaut alles dann doch ein bisschen anders aus. Das Schareck schaut verlockend herunter – bevor es nächstes Jahr aber dort hinauf im Rahmen des Tauernhöhenwegs geht, wird wohl zuerst mal im Winter die Freeride-Abfahrt vom Schareck hinunter nach Sportgastein ausgetestet – schaut nämlich wirklich sehr naiss aus 🙂

Überglücklich, mit wieder einmal unglaublich schönen Eindrücken treten wir die Heimreise an – nach 6 Tagen mit ca. 71km, ca. 6500HM hinauf und ca. 5500HM hinunter in unseren Füßen.
Meine geliebten Hohen Tauern – ich komme wieder! 🙂

#happythankyoumoreplease!

Dachstein Superferrata – Teil 1 (von 3): #youcantalwaysgetwhatyouwant

5. – 6. Juli 2015

Ganz spontan entschied ich mich am Sonntag Doug (dem Mann meiner Cousine) und seinem Kumpel Berni in die schöne Steiermark zu begleiten und einen lang-ersehnten Punkt auf meiner To-Do-Liste abzuhaken.

Der ursprüngliche Plan wäre es gewesen am Abend des 5.7. zur Südwandhütte aufzusteigen, um dann am nächsten Tag ganz früh den Dachstein via Superferrata zu erklimmen (Anna-Klettersteig, Johann-Klettersteig, Schulteranstieg).

Das Auto parkten wir bei den Talstation der Dachsteinbahn in Ramsau (Achtung Mautstraße: 14 Euro pro Auto). In ca. 20 Minuten geht’s über wenige Höhenmeter, vorbei an einem beeindruckenden Wasserfall zur Südwandhütte, wo wir bei leckerem Essen und amüsanter Gesellschaft den Sonnenuntergang genießen.

Nach einer kurzen Nacht wollten wir um 5 Uhr aufbrechen (Frühstück um 7Euro muss nicht sein – lieber selbst etwas mitnehmen!). Genau zu der Zeit beginnt es zu Regnen, und die schwarzen Wolken, die über dem Dachstein herübersahen, lassen nichts Gutes erahnen 😦
Kurz nach 5 Uhr wird der Regen weniger und wir machen uns dann doch auf runter zum Einstieg des Anna-Klettersteigs, den wir in ca. 20 Minuten erreichen. Von dort sind es dann ca. 300 relativ einfache Höhenmeter (nie mehr als Schwierigkeit D) zum Mitterstein (2097m) – insgesamt etwas über 50 Minuten für uns.

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Kraxln im Anna.

Kraxln im Anna.

Genau zur richtigen Zeit schaffen wir es aus der Wand, denn schon wieder beginnt es zu regnen und sogar zu donnern. Schön langsam wird uns klar, dass wir den Dachstein-Gipfel wohl heute nicht zu Gesicht bekommen werden. Dennoch beschließen wir, uns zumindest den überhängenden Einstieg (E) des Johann-Klettersteigs noch anzusehen, um für s’nächste Mal Bescheid zu wissen.

Patschnass kommen wir dann nach weiteren ca. 15 Minuten beim “Johann” an, etwas wehmütig heute nicht raufzukönnen (so wild schaut der Überhang nämlich nicht aus), aber gleichzeitig auch froh, bei diesen Verhältnissen nicht schon irgendwo in der Wand zu hängen.

Zurück zur Hütte geht’s zunächst über steile Schneefelder und dann über den Johann-Zustieg mit ein paar versicherten Stellen. Nur kurz wärmen wir uns bei einem heißen Getränk auf, bevor es dann im Laufschritt in 10 Minuten zum Auto geht.

Tja, diesen Tag hätten wir uns etwas anders vorgestellt, aber was soll’s. Jammern hilft nix! Wir können froh sein, dass alles gut ausgegangen ist und die Superferrata muss halt dann demnächst noch einmal attackiert werden.
Schön war’s trotzdem! 🙂

Unterwegs am Tauernhöhenweg: August 2014

Schon länger habe ich das Buch “Tauernhöhenweg” von Herbert Raffelt bei mir zu Hause herumliegen, immer wieder darin herumgeschmöckert und die wunderschönen Aufnahmen bewundert. Die diversen Abschnitte der Tauern sind mir schon länger bergsteigerisch bekannt, war ich doch seit meiner Kindheit immer wieder in der Gegend unterwegs, sowohl rund um Schladming, wie auch v.a. im Lungau, wo mein Opa herkam. Durch den Tauernhöhenweg, der sich in seinen gesamten 31 Etappen von den Seckauer Tauern bis zur Venediger Gruppe erstreckt, bat sich mir die reizvolle Möglichkeit, mal etwas länger am Alpenhauptkamm unterwegs zu sein, und die Bewanderung von bekanntem und noch unbekanntem Terrain zu verknüpfen. Und somit startete ich Ende August 2014 von Schladming aus, sehr motiviert, aber aufgrund der Wetterprognosen leider nicht ganz so optimistisch, zu meiner “Mission Großglockner”. Ursprüngliches Ziel war es nämlich bis zum höchsten Punkt Österreichs zu wandern. Zunächst begleitete mich meine Mum, nach ein paar Tagen sollte mein Cousin Jojo dazustoßen. Hier ein kurzer Bericht. 24. August 2014

1. Etappe: Gollinghütte!

1. Etappe: Gollinghütte

Los ging’s an diesem Tag am späten Nachmittag. Und zwar ließen wir uns bis zum Parkplatz der Riesachfälle fahren, im Schladminger Untertal. Von dort ging es dann entlang der Forststraße ca. 1h15min gemütlich bis zu einer Steilstufe, von deren Fuß man dann neben dem imposanten Wasserfall in nur ca. 15min zur bereits sichtbaren Gollinghütte (1643m) wandert. Die Gollinghütte ist meist gut besucht, weswegen ein Reservieren der Schlafplätze sicher nicht ungünstig ist. Das Abendessen lässt auch nicht zu wünschen übrig, v.a. die nepalesische (vegetarische!) Spezialität “Momo” sollte man auf jeden Fall einmal probiert haben! 🙂

Die letzten Höhenmeter - die Hütte bereits in Sicht!

Die letzten Höhenmeter – die Hütte bereits in Sicht!

Rückblick zum Start-Point

Rückblick zum Start-Point

Gollinghütte - in nepalesischer Hand ;)

Gollinghütte – in nepalesischer Hand 😉

25. August 2014 Am nächsten Tag brachen wir schon kurz nach der Dämmerung auf Richtung Talschluss “Gollingwinkel”. Schon als Kind liebte ich dieses natürliche Amphitheater, mit seinen grünen Wiesen, frei laufenden Pferden und emporragenden Bergwänden. Ein wirklich atemberaubendes Fleckerl Erde! Rechts vor uns türmt sich bereits majestätisch der Hochgolling (2862m) auf, unser nächstes Ziel. Im Schatten steigen wir stetig der Sonne entgegen, viele Höhenmeter müssen dabei in sehr direkter Manier überwunden werden. Nach gut 2-2,5h erreichen wir die Scharte, von der es dann ca. noch 1h zum Gipfel geht. Meine Mum beschließt vorerst hier zu warten, da der Gipfel völlig neblig erscheint. Ich mach mich hingegen mit drei anderen jungen Bergsteigern schon auf den Weg zum Gipfel. Nach der Hälfte der Wegstrecke, trennen sich wiederum unsere Wege, während die zwei Burschen den Normalweg (rechts) wählen, mache ich mich mit Ariane auf zum etwas schwierigeren Nordwestgrat. Außer ein paar kleinen II-er Stellen ist diese Variante aber auch völlig unbedenklich (wenn schwindelfrei), einzig und allein die eisigen (und tw. rutschigen) Bedingungen machten uns etwas zu schaffen. Am Gipfel trafen wir dann die Jungs wieder und weil leider von einer Aussicht keine Spur war, ging’s auch gleich wieder hinunter. In der Mitte traf ich dann meine Mum, die dann doch auch irgendwie auf den Gipfel wollte, und somit begleitete ich sie noch einmal nach oben. Und siehe da, die Nebelschicht riss auf und wir hatten eine wunderschöne Fernsicht mit einem nicht enden wollenden Wolkenmeer unter uns. Traumhaft! Nach einer kurzen Pause zurück auf der Scharte, ging’s dann auf der anderen Seite einige Meter hinunter, und dann gleich einmal nach rechts in der Mitte des Bergrückens in schöner Höhenweg-Manier entlang. Da wir nämlich beschlossen, die Landawirseehütte (1985m) links liegen zu lassen, war dies wohl die ökonomischere (und schönere?!) Variante. Außerdem konnten wir somit auch gleich noch einen Abstecher auf die Samsspitze (2381m) machen, die wir in nicht ganz 1h erreichten. Zurück am Höhenweg trafen wir dann relativ schnell auf den “Normalweg” von der Landawirseehütte auf die Trockenbrotscharte (2237m), von dort dann stetig abwärts richtung Keinprechthütte (1872m), die wir müde, aber doch glücklich am späten Nachmittag erreichten.

26. August 2014

Am Weg zur Rotmandlscharte.

Am Weg zur Rotmandlscharte.

Bis am Morgen waren wir uns nicht sicher (wiederum aufgrund der unsicheren Wetterprognose), wie wir die nächste Etappe (rg. Giglachseen) gestalten würden. Es gibt nämlich zum einen die Möglichkeit die Zinkwand raufzuwandern und dann durch den Zinkwandstollen auf die andere Seite des Bergs zu gelangen (ca. 4h bis zur Ignaz-Mattis-Hütte). Leider war es uns dann schlussendlich zu nebelig für diese Variante, weswegen wir auf dem Normalweg zur Rotmandlspitze (2453m) aufstiegen (ca. 1h45min) und dann hinunterwanderten zu den Giglachseen, vorbei an der Ignaz-Mattis-Hütte bis zur Giglachseehütte (1955m). Dort genehmigten wir uns eine warme Suppe zur Stärkung, bevor es dann wiederum hinauf ging zur Akarscharte (2315m) auf der die Steirisch-Salzburger-Grenze verläuft und von der es links zur Lungauer Kalkspitze (2471m) und rechts zur Steirischen Kalkspitze (2459m) geht. Beide Gipfel sind sehr flott (ca. halbe bis dreiviertel Stunde) zu erreichen, auf jeden Fall einen Abstecher Wert, v.a. bei der steirischen Kalkspitze ist aber unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig!

Die Giglachseen von der Lungauer-Kalkspitze aus.

Die Giglachseen von der Lungauer-Kalkspitze aus.

Blick von der Lungauer- zur Streichen Kalkspitze

Blick von der Lungauer- zur Streichen Kalkspitze

Auf der Steirischen Kalkspitze.

Auf der Steirischen Kalkspitze.

Hinunter geht’s dann noch ca. 1h zum malerischen Oberhüttensee, an dessen Ende die familiär geführte Oberhütte (1866m) liegt. Auch hier ist es empfehlenswert die Übernachtungsplätze zuvor zu reservieren. Leider wurde das Wetter immer schlechter, sodass wir bald in die Gaststube wechseln mussten. Doch auch dort ist es echt zum Wohlfühlen!

Final destination for today: die Oberhütte.

Final destination for today: die Oberhütte.

27. August 2014 Dieser Tag startete mit Regen. Viel Regen. Doch da der Wetterbericht eine leichte Wetterbesserung versprach, warfen wir alle regenstoppenden Schutz-Maßnahmen über, und los ging’s zur Seekarscharte (2022m). Dort angekommen waren wir zwar durchnässt, doch die Sonne blinzelte bereits durch, sodass wir frohen Muts Richtung dem uns sonst nur als Skigebiet vertrauten Obertauern stapften (insgesamt ca. 2h). Da wir sowieso zum Bankomaten mussten (ja, gibt’s dort!), machten wir gleich noch einen Kaffeehaus-Zwischenstop in der Zivilisation – lecker. Danach trennten sich unsere Wege für kurze Zeit. Nächstes Ziel ist die Südwiener-Hütte, doch die lässt sich über verschiedene Wege erreichen: Entweder man macht es wie meine Mum und erspart sich “unnötige” Höhenmeter indem man dem Weg 702 entlang Richtung Jugendhotel Felsernalm folgt und dann weiter zur Südwiener-Hütte geht. Diese Variante hat den Vorteil, dass man sich den Johannes Wasserfall aus der Nähe anschauen kann, sicherlich sehr imposant und ein super Fotomotiv. Ich hingegen wollte noch den einen oder anderen Gipfel am Weg mitnehmen. Deshalb ging ich zunächst (etwas öde entlang von Pisten-Trassen) bis zur Bergstation der Zehnerkarbahn. Dann geht der Wanderweg weiter zur Zehnerkarspitze (2382m).

Zehnerkarspitze mit Blick rg. Glöcknerin

Zehnerkarspitze mit Blick rg. Glöcknerin

Wer noch genug Zeit mitbringt, kann auch noch das Gamsspitzl bezwingen, ging sich bei mir aber leider nicht mehr aus. Bereits am Gipfel der Zehnerkarspitze merkte ich, dass der Wind immer stärker wurde, umso flotter machte ich mich auf den Weg Richtung Glöcknerin (2433m), der jedoch schon sehr beschwerlich wurde aufgrund des Winds, der mittlerweile fast schon Orkanstärke hatte. Auf allen Vieren bewältigte ich die letzten Meter bis zum Gipfel und beschloss dann sofort zum Wildsee (1925m) abzusteigen und dort etwas weiter unten zur Südwiener-Hütte weiterzugehen.Eigentlicher Plan wäre gewesen, am Bergkamm weiterzugehen und noch den Gr. und Kl. Pleißlingkeil zu bezwingen, was aber leider an diesem Tag unmöglich war. Diese etwas ausgesetzter Variante werde ich mir aber auf jeden Fall noch einmal anschauen.

Vom Winde verweht.

Vom Winde verweht.

Blick hinunter zum Wildsee.

Blick hinunter zum Wildsee.

Beim Wildsee traf ich dann wieder auf meine Mama, zu der mittlerweile auch mein Cousin Jojo gestoßen war und gemeinsam wanderten wir dann gemütlich zur Südwiener-Hütte (1802m – ca. 1,5h).

28. August 2014 Der Tag begann leider mit einer traurigen Nachricht, sodass Jojo wegen eines familiären Todesfalls wieder nach Hause musste. Für meine Mum und mich ging’s aber nun in ein uns sehr vertrautes Gebiet. Die Lungauer Berge. Zunächst hinauf zum Windsfeld mit seinen markanten Starkstromleitungen und dann bis zur Taferlscharte (2236m), von wo wir schon in unsren geliebten “großen Kessel” blicken konnten. Vorbei am Schacht des Tauerntunnels und dem sehr ruhig gelegenen Rothenwändersee (einladend für eine kleine Rast) erreicht man nach ca. weiteren 1,5h die Jakoberalm (1839m).

Nach einer kurzen Trinkpause, beschlossen wir dem Mosermandl (2680m) wieder einmal einen Besuch abzustatten und nicht nur am normalen Höhenweg (ca. 2h) zur Franz-Fischer-Hütte zu wandern. Dieser Gipfelausflug (ca. 1,5-2h von der Jakoberalm) zahlt sich auf jeden Fall aus und ist auch technisch gut zu bewältigen, sofern man schwindelfrei ist. Die “Hinterseite” des Mosermandls ist immer wieder beeindruckend, mit seiner Mondlandschaft – einzigartig. Froh waren wir dann aber schon, als wir endlich die Windischscharte (2304m) erreichten und von dort bald die Franz-Fischer-Hütte (2018m) sehen konnten.

Ein kurzer Sprung in den Zaunersee ging sich aber dieses Mal nicht mehr aus, zu groß war die Neugierde die komplett neu erbaute Hütte von innen zu begutachten – und ich kann nur sagen: man wird nicht enttäuscht; die Hütte spielt “alle Stückerl” und lädt echt zum Wohlfühlen ein. Und die Aussicht – ein Traum (sogar von der Dusche aus!).

Blick auf's Weißeck.

Blick auf’s Weißeck.

Hot s'Mosermandl an Huat, wird's Wetter guad, hots kan... tjaaaa dann...

Hot s’Mosermandl an Huat, wird’s Wetter guad, hots kan… tjaaaa dann…

29. August 2014 Unsere geplante Tour hätte uns an diesem Tag weiter über s’Weißeck zur Sticklerhütte und dann zur Rotgüldenseehütte geführt. Doch wir mussten dem bevorstehenden Wetterumschwung leider einfach ins Auge sehen, und somit beschlossen wir kurzum den Tauernhöhenweg an dieser Stelle abzubrechen und wieder hinunter ins Tal zu gehen. Da der Faulkogel aber doch noch sehr verlockend herunterschaute, wählten wir den Talabstieg Richtung Zauchensee, sodass ich den letzten Gipfel der Tour noch erklimmen konnte. Zunächst ging’s wieder zurück auf die Windischscharte und dann gemütlich hinunter zum kleinen Neukarsee (2060m).

Spiegelung - den Faulkobel bereits im Visier.

Spiegelung – den Faulkobel bereits im Visier.

Relativ schnell gelangt man dann auf die Neukarscharte (2257m) und von dort dann, anfangs sehr ausgesetzt aber gut mit Stahlseilen gesichert, in ca. 1h zum Faulkogel (2654m), der vor allem auch von der Flachauer-Seite aus sehr imposant in die Höhe ragt.

Faulkogel - das

Faulkogel – das “Matterhorn von Österreich”

Die letzten Meter bis zum Gipfel.

Die letzten Meter bis zum Gipfel.

Relativ steil geht es dann hinunter zur Ursprungsalm ins Marbachtal und entlang vom Marbach auf der Forststraße talauswärts. (Tipp: Die frischen Bauernkrapfen auf der Marbachalm sind ein Traum!). Vom Parkplatz in Zauchensee fährt in regelmäßigen Abständen ein Bus aus dem Tal, oder wer wie wir Glück hat, findet gleich einmal nette Leute die einen zum nächsten Bahnhof mitnehmen.

Schön war's! :)

Schön war’s! 🙂

Fazit: 6 Tage – 5 Hütten – 9 Gipfel. Was für eine wunderschöne Tour, die leider viel zu kurz ausgefallen ist. “Mission Großglockner” ist dieses Mal zwar gescheitert (bzw. die Anreise zu Fuß dorthin), doch der Abschnitt zwischen Franz-Fischer-Hütte und Großglockner wird, sobald das Wetter sich im Sommer wieder etwas länger von der guten Seite zeigt, auf jeden Fall nachgeholt! Ich freu mich schon! Nach solchen Erlebnissen wird einem wieder bewusst, wie glücklich wir uns schätzen können, in einem soooo schönen Land leben zu dürfen!

Wings for Life Worldrun 2015: #runningforthosewhocant

4.Mai 2015: St. Pölten

Wie bereits letztes Jahr waren wir auch heuer wieder am Start beim Wings for Life Worldrun und wie auch im Vorjahr war das Event wieder ein voller Erfolg!

Mit meinen Running Buddies, Christina und Cat, war ich dieses Jahr wieder in St. Pölten mit am Start. Leider wieder völlig untrainiert, aber dennoch determiniert meine Vorjahres-Strecke von 15,93km zu toppen. 😉

Ich hatte Glück von Beginn an in einer recht flotten Gruppe zu laufen, was mich enorm pushte. Km10 passierte ich in etwas mehr als 53 Minuten, danach kam aber leider die Ernüchterung… Nichts ging mehr. Als ich aber dann beim 16km Schild vorbeilief und das Catchercar noch immer nicht in Sicht war, war ich super happy und konnte noch fast 2km weiter laufen, bevor ich mich dann (auf ungefähr gleicher Höhe wie Gregor Schlierenzauer – ok, er rannte 10m mehr….) dem Catchercar geschlagen geben musste. 17,86km. Das ursprüngliche Ziel von 21km zwar verfehlt, aber ich denke, ich kann trotzdem zufrieden sein. Außerdem brauche ich ja noch Ansporn für nächstes Jahr. Und jetzt wird zuerst einmal gscheit trainiert! 🙂

An alle, die noch nie dabei waren, kann ich nur appellieren: Fangt an zu trainieren! Meldet euch an! Läuft für den den guten Zweck! Es ist eine großartige Erfahrung bei diesem einzigartigen Event dabei zu sein und macht so viel Freude! 🙂