Berufswunsch: #longdistancehiker

Die Chancen auf einen Job als Lehrerin im Herbst stehen schlecht. Wir sollen uns nach einem “Plan B” umsehen, sagen die vom Landesschulrat. Hab ich gemacht. Ich werde Longdistancehiker.

Ohne Scherz jetzt, das wär schon ein Traum – loswandern, nur mit dem Nötigsten am Rücken, soweit mich die Füße tragen. Egal wo, egal wie lang es dauert. Einfach wandern.

Irgendwann mach ich das. Spätestens in der Pension. 😉 Und dazwischen mach ich mich stückchenweise auf den Weg.

Weitwander-Pläne für den Sommer 2017:

PS.: Wer Lust hat zum Mitwandern auf der einen oder anderen Etappe  – einfach melden! 🙂

8.-21.Juli 2017: Tauernhöhenweg Continued

…nachdem wir (Mum und ich) bereits 2014 und 2015 Teile des Tauernhöhenwegs (Schladming – Sportgastein) absolviert haben, geht’s dieses Jahr weiter, am 9.7.2017 von der Hagener Hütte (Sportgastein) und dann soweit wir kommen, Richtung Krimml (über Sonnblick, Großglockner, Venediger). Can’t wait!

31.Juli – Anfang Sepetember 2017: Alpen-Teil-Längsüberschreitung

Nach einem kurzen England-Aufenthalt, geht’s dann Ende Juli von Innsbruck Richtung Zermatt – vorbei an der Wildspitze, Ortler, Piz Bernina, Maloja-Pass usw. Der Routenverlauf orientiert sich z.T. am roten Weg der Via Alpina, bzw. dem blauen Weg. Insgesamt 600km. Mal schaun wie weit ich komm… Im September stünde dann die eine oder andere Gipfeltour im Monte Rosa Gebiet oder der Mont Blanc mit Jojo, meinem “kl.” Cousin, am Programm. Bis dahin sind aber noch viele Schritte zu tun.

Am meisten Kopfzerbrechen bereitet mir zur Zeit noch die Ausrüstung. Ich versuch zwar so “light” wie möglich zu packen, aber für die beste ultralighteste Ausrüstung fehlt mir grad einfach (noch) das nötige Kleingeld, und v.a. möcht ich für den einen oder anderen Gletscher (spätestens dann im September) auch gerüstet sein – sprich Pickel und Steigeisen sind sowieso on Board… Oh well, wird scho iwie werden.

 

Traumwege (für die Pension):

Te Araroa Trail – New Zealand – 3030km
…Milford Track (54km)
…Routeborn Track (32km)
…Heaphy Track (74km)

Pacific Crest Trail – USA – 4279km
…sehenswertes Video dazu:

 

Great Himalaya Trail – Nepal – 1700km

Wales Coast Path – GB – 1200km

Chinesische Mauer – China – 8000km

Alpen-Längsüberschreitung – Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich – 2000km

Kungsleden – Schweden – 180km

Hiking through Iceland (Laugavegur) – Island – (54km)
…auch ein super Video von Klara dazu:

The Skye Trail – Scotland – 128km

Haute Route – Zermatt/Charmonix – 10days

Tour du Mont Blanc – Frankreich –

GR20 – Korsika – 112miles

 

Advertisements

Aufs und rund ums Solsteinhaus: #wasfür1naissetour

25.-26.5.2017

Zu Beginn dieses langen Wochenendes kam zu Jojo und mir nach Tirol Besuch aus der Heimat in Form von den Seisis (Tante, Onkel samt kl. Cousinchen und Cousins).

Dem Schnee kann man seit Mitte Mai täglich beim Schmelzen zusehen, auch viele Hütten haben bereits wieder ihre Türen geöffnet – so auch das Solsteinhaus (1806m). High Time die Bergsaison 2017 so richtig einzuläuten.

Am frühen Nachmittag ging’s von Hochzirl (hinterm Krankenhaus) gemütlich, aber vollbepackt (mit Kletterausrüstung x4) los richtung Solsteinhaus. Recht einfach geht’s zunächst der Forststraße entlang, danach dem gut angelegten Steig zum bald sichtbaren Solsteinhaus. Insgesamt 810hm.
Oben gibt’s zunächst Kaffee und Kuchen, dann wäre der Plan den Klettergarten unsicher zu machen, den wir aber irgendwie verfehlen und deshalb nur eine kurze Klettersession an der hauseignen Kletterwand einlegen.

Das Abendessen (Knödelvariationen) ist vorzüglich – so auch die gesamte restliche Bewirtung (Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, Frühstücksbuffet,…). Nach einer Runde “Kuhhandel” haun wir uns dann auch schon bald in die Hapfn (tolle Lager!), da es am nächsten Tag früh raus und rauf gehn soll….

Der Wecker läutet bereits vor 4 Uhr – 10 Minuten später sind Hanna, Sami, Jojo, Eli und ich abgehbereit. Der Sonnenaufgang auf der Erlspitze (2341m). Bei der Hütte sind 1h Anstieg angeschrieben, wir lassen uns aber so früh am Morgen nicht stressen und brauchen ca. 1,5h. Obwohl’s zunächst sehr nebelig ist lassen wir uns nicht einschüchtern – und bald schon stehen wir über dem Wolkenmeer, umringt lauter Bergspitzen. Auf die Sekunde genau stehen wir mit der aufgehenden Sonne am Gipfel. Atemberaubend! So könnte jeder Tag starten!
Der Abstieg zur Hütte gestaltet sich dann relativ flott – der Vorfreude auf das Frühstück sei Dank! Das Frühstückbuffet lässt dann keine Wünsche übrig.


Frisch gestärkt machen wir uns als Gesamtgruppe dann wieder auf zum nächsten Gipfel, dem Großen Solstein (2541m). Ca. 2h dauert der gemütliche Anstieg, dann ist es schon wieder Zeit für eine kleine Gipfelrast. Den Kleinen Solstein lassen wir an diesem Tag links liegen da doch noch ein bisschen zu viel Schnee liegt.
Und dann, ja dann ging’s rasant zur Sache. Das gesamte Kar zur Neuen Magdeburgerhütte war noch durchzogen von lauter Schneefeldern, die wir uns natürlich nicht entgehen ließen: Anlauf genommen, auf den Hintern gesetzt, und runter ging’s mit einem Affenzahn. Juhuiii. Der Frühling in den Bergen kann schon was! 🙂

Bei der Neuen Magdeburger Hütte (1637m) gibts noch eine kurze Erfrischung, bevor wir dann durch den Wald, zum Teil der idyllisch, richtung Hochzirl weitermarschieren.

Am späteren Nachmittag kommen wir wieder beim Auto an – braun(rot)gebrannt, k.o., aber glücklich!

Schön war’s! Vor allem mit so einem netten Haufen schöner Menschen! 😉

 

Brunnkogel: #spurenimaprilschnee

30.4.2016

Tagwache – 2.45Uhr. Dann geht’s per Auto Richtung Parkplatz Taferlklause (765m) wo ich um kurz nach 4 Uhr, mit Stirnlampe ausgerüstet, aufbreche. Heutiges Ziel – Brunnkogel (1708m).

Zunächst geht’s gemütlich entlang der Forststraße bergauf. Den Weg könnte man auch am Rand der Skipiste ein bisschen abkürzen, was ich im Dunkeln aber nicht erkennen kann. Bald schon erreiche ich dann aber das Brünndl (900m), wo der Normalweg nach rechts abzweigt.

20160430_082418.jpg

20160430_082346.jpg

Abzweigung zum Normalweg.

Wer es aber ein bisschen anspruchsvoller bevorzugt, kann, wie ich, den unmarkierten Weg über den Franz-Scheckenberger-Steig, der über die Bischofmütze (nicht zu verwechseln mit der am Gosaukamm) führt, wählen, für den man geradeaus auf der Forststraße bleibt, die jedoch bald in einen gut erkennbaren Wanderweg mündet. Bald schon wird klar, dass doch noch einiges an Schnee vorhanden ist, doch zum Glück gibt es schon eine Spur durch den Schnee, durch die ich mich sehr gut orientieren kann. Ohne diese wär ich wohl wieder umgekehrt. Der Weg schlängelt sich kontinuierlich steigend bis zur Einstiegstafel des Steigs, den ich um kurz nach 5Uhr erreiche.

20160430_050508.jpg

20160430_050524.jpg

Noch ganz schön dunkel am Anfang.

Ab dann geht es etwas steiler, jedoch nicht sonderlich ausgesetzt hinauf durch die Latschen (I-er Stellen). Ganz unerwartet taucht dann bald schon auf der linken Seite das Gipfelkreuz der Bischofsmütze (1446m) auf und auf die Sekunde pünktlich erreiche ich dann um ca. dreiviertel 6 Uhr den Bergrücken, gerade rechtzeitig um dem großen Feuerball am Horizont beim Aufgehen zuzusehen. Immer wieder imposant so ein Sonnenaufgang in den Bergen.

Nach einer kurzen Fotosession geht’s zunächst ein paar Meter wieder hinunter und dann durch eine Latschengasse hinauf. An Tagen wie diesem ganz schön mühsam, denn genau dort hat sich noch besonders viel Schnee angesammelt, wodurch ich immer wieder bis zur Hüfte im Schnee einbreche. Ein Kraftakt, sich so durch den Schnee zu kämpfen. Doch schon bald wird das Gelände wieder etwas felsiger, was das Vorankommen wieder deutlich erleichtert. Die Felsplatten sind außerdem aber sehr schroff und griffig, was auch die eine oder andere etwas “anspruchsvollere” II- Stelle recht easy überwindbar macht. Wichtig ist, dass man sich in der Rinne rechts vom Nordwestgrat (Kletterroute) nach oben fortbewegt (roter Punkt zur Orientierung). Sehr flott erreicht man dann den grasigen Ausläufer der Rinne und bald schon wird das Brunnkogel-Gipfelkreuz sichtbar, wo es fortan nur noch wenige Meter flach zum höchsten Punkt geht.

Um dreiviertel 7 Uhr stehe ich dann am Gipfel des Brunnkogels (1708m). Die Sonne heizt schon ordentlich herunter, das imposante Gipfelkreuz, die weite grasige Gipfelumgebung und die fulminante Aussicht laden zum Verweilen ein. Keine Menschenseele weit und breit. Du, allein mit der Natur. Das tut gut!

Den Abstieg wähle ich dann auf direktem (Normal)weg zurück zur Taferlklause, nicht aber ohne einen Abstecher über den Mathiaskogel zu machen, der quasi direkt am Weg liegt. Der führt mich über den Hochleckenkogel hinunter ins Kar. Spuren sind einige vorhanden, die ich aber bald schon verlasse, da sie vor allem im unteren Bereich schon etwas rutschig werden. Außerdem ist man flotter und macht es viel mehr Spaß wenn man über die Schneefelder hinunter hüpft/läuft/kugelt. Meine Schienbeine sind zwar nun dank des recht robusten Harschdeckels übersät mit blauen Flecken, aber das war es allemal wert! 🙂 Wenn ich mich aus meiner Kindheit richtig erinnere, befindet sich auch im Sommer anstatt der Schneefelder eine riesige Schotterriese, was den Abstieg um einiges erleichtert.

Zurück geht es dann entlang der Skipiste hinunter bis zum Skilift, der mir irgendwie bekannt vorkommt – habe ich doch hier vor gut 24 Jahren das Skifahren gelernt. Wie die Zeit verfliegt! 🙂
Entlang vom Taferlklausen-Weiher wandere ich gemütlich zurück zum Parkplatz, einen letzten, beeindruckenden Blick hinaufwerfend, wo ich um kurz vor 9Uhr wieder glücklich das Auto erreiche. Schön war’s und immer wieder wert für eine Sonnenaufgangstour ein bisserl früher aufzustehen! 🙂

dsc04561.jpg

Ein letzter Blick zurück.

Dachstein Superferrata – Teil 1 (von 3): #youcantalwaysgetwhatyouwant

5. – 6. Juli 2015

Ganz spontan entschied ich mich am Sonntag Doug (dem Mann meiner Cousine) und seinem Kumpel Berni in die schöne Steiermark zu begleiten und einen lang-ersehnten Punkt auf meiner To-Do-Liste abzuhaken.

Der ursprüngliche Plan wäre es gewesen am Abend des 5.7. zur Südwandhütte aufzusteigen, um dann am nächsten Tag ganz früh den Dachstein via Superferrata zu erklimmen (Anna-Klettersteig, Johann-Klettersteig, Schulteranstieg).

Das Auto parkten wir bei den Talstation der Dachsteinbahn in Ramsau (Achtung Mautstraße: 14 Euro pro Auto). In ca. 20 Minuten geht’s über wenige Höhenmeter, vorbei an einem beeindruckenden Wasserfall zur Südwandhütte, wo wir bei leckerem Essen und amüsanter Gesellschaft den Sonnenuntergang genießen.

Nach einer kurzen Nacht wollten wir um 5 Uhr aufbrechen (Frühstück um 7Euro muss nicht sein – lieber selbst etwas mitnehmen!). Genau zu der Zeit beginnt es zu Regnen, und die schwarzen Wolken, die über dem Dachstein herübersahen, lassen nichts Gutes erahnen 😦
Kurz nach 5 Uhr wird der Regen weniger und wir machen uns dann doch auf runter zum Einstieg des Anna-Klettersteigs, den wir in ca. 20 Minuten erreichen. Von dort sind es dann ca. 300 relativ einfache Höhenmeter (nie mehr als Schwierigkeit D) zum Mitterstein (2097m) – insgesamt etwas über 50 Minuten für uns.

Bildschirmfoto 2015-07-07 um 18.23.46

Kraxln im Anna.

Kraxln im Anna.

Genau zur richtigen Zeit schaffen wir es aus der Wand, denn schon wieder beginnt es zu regnen und sogar zu donnern. Schön langsam wird uns klar, dass wir den Dachstein-Gipfel wohl heute nicht zu Gesicht bekommen werden. Dennoch beschließen wir, uns zumindest den überhängenden Einstieg (E) des Johann-Klettersteigs noch anzusehen, um für s’nächste Mal Bescheid zu wissen.

Patschnass kommen wir dann nach weiteren ca. 15 Minuten beim “Johann” an, etwas wehmütig heute nicht raufzukönnen (so wild schaut der Überhang nämlich nicht aus), aber gleichzeitig auch froh, bei diesen Verhältnissen nicht schon irgendwo in der Wand zu hängen.

Zurück zur Hütte geht’s zunächst über steile Schneefelder und dann über den Johann-Zustieg mit ein paar versicherten Stellen. Nur kurz wärmen wir uns bei einem heißen Getränk auf, bevor es dann im Laufschritt in 10 Minuten zum Auto geht.

Tja, diesen Tag hätten wir uns etwas anders vorgestellt, aber was soll’s. Jammern hilft nix! Wir können froh sein, dass alles gut ausgegangen ist und die Superferrata muss halt dann demnächst noch einmal attackiert werden.
Schön war’s trotzdem! 🙂

#GEWALTHATSCHER: Sengsengebirgsüberschreitung – Variante Runde

29.Mai 2015

Die Sengsengebirgsüberschreitung zählt bei uns in Oberösterreich sicherlich zu den “Klassikern” für Bergsteiger. Es wurde also höchste Zeit, dass auch ich mir diese Tour mal von der Nähe anschaue. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Überschreitung anzugehen: entweder vom Pertlgraben in Klaus aus, oder so wie ich vom Spering-Parkplatz, oder von der anderen Seite in Windischgarsten beginnend; man kann den Höhenweg in 2 Tagen begehen und im Uwe-Anderle-Biwak übernachten, oder als 1-Tages-Überschreitung planen; und dann besteht die Möglichkeit auch noch zurück zum Ausgangspunkt zu wandern.
Ich entschied mich für die “Runden Variante bzw. die Sensengebirgsüberschreitung Deluxe” an einem Tag. Eine doch nicht zu unterschätzende Herausforderung, wie sich herausstellen sollte…

Start: 5.15 Uhr beim Parkplatz “Speringbauer/Schillereck” (530m) (Abfahrt St. Pankraz, rg. Bhf. Hintersoder/Flötzersteig, ca. 3km rg. Parkmöglichkeit im Wald)

Wegweiser beim Parkplatz.

Wegweiser beim Parkplatz.

…zunächst geht es noch ein paar Minuten einer Forststraße entlang, bevor dann die ersten gut 1000HM großteils im Wald recht flott ansteigend überwunden werden. Die Aussicht auf d. Kleinen Priel usw. wird besser und besser. Achtung: Beim Geigerbrunnen (820m) kann man das letzte Mal die Wasservorräte auffüllen!

7.05 Uhr: Kamm “Auf der Hutn”/ Sender (1485m)

Beim Sender.

Beim Sender.

…angekommen beim Sender besteht die Möglichkeit noch einen Abstecher auf den Spering zu wagen. Unbedingt aber mit den Zeit- und Kräfte-Ressourcen haushalten, denn der Weg wird noch lange!!! Meinen Rucksack lasse ich beim Wegweiser liegen, denn auf den ersten möglichen Gipfel des Tages kann ich unmöglich verzichten. Zunächst geht es kurz die Forststraße hinunter, und dann noch ca. 200HM zum Ostgipfel, bevor es dann dem Grat entlang zum Gipfelkreuz geht. Auch so früh am Morgen treffe ich hier bereits auf zwei gleichgesinnte Damen aus dem Mühlviertel- eine angenehme Überraschung! 🙂

7.40 Uhr: Gipfel Spering (1605m)

Der Spering vom Kamm aus.

Der Spering vom Kamm aus.

Gipfel Nr. 1 für heute

Gipfel Nr. 1 für heute

Blick auf die bevorstehende Wegstrecke (Schillereck, Hochsengs)

Blick auf die bevorstehende Wegstrecke (Schillereck, Hochsengs)

Auf der Forststraße zurück zum Sender.

Auf der Forststraße zurück zum Sender.

8.10 Uhr: Kamm “Auf der Hut”/Sender (1485m)

Die Morgensonne wärmt bereits :)

Immer der Morgensonne entgegen 🙂

…recht gemütlich gehts über knapp 300HM weiter zum zweiten Gipfel.

9.00 Uhr: Gipfel Schillereck (1748m)

Gipfel Nr. 2

Gipfel Nr. 2 “Schillereck”

Und schon geht's weiter den Grat entlang

Und schon geht’s weiter den Grat entlang

Ein Wegweiser zur groben Orientierung.

Ein Wegweiser zur groben Orientierung.

…und wieder werden zunächst einige Höhenmeter hinunter und danach gleich wieder hinauf zum nächsten Gipfel, immer durch Latschenwälder überwunden.

10.00 Uhr: Gipfel Hochsengs (1838m)
…Pause bis 10.15 Uhr

Gipfel Nr. 3

Gipfel Nr. 3 “Hochsengs”

…Am Gipfel treffe ich einen einheimischen Bergsteiger, der gerade über die Gipfel-Felsplatte heraufklettert. Nach einer kurzen Pause geht es über ein paar Seilversicherungen wieder sehr steil hinunter zum bereits in der Sonne glänzenden Biwak. Trittsicherheit ist unbedingt erforderlich. Nach 20Minuten ist das Biwak bereits erreicht.

10.35 Uhr: Uwe-Anderle-Biwak (1583m)

Uwe-Anderle-Biwak

Uwe-Anderle-Biwak

Blick zurück zum Hochsengs.

Blick zurück zum Hochsengs.

…wie soll ich sagen, ein Blick in das Biwak lädt leider nicht gerade zu einer Übernachtung ein (etwas “schmuddelig”), da würde ich wahrscheinlich eher eine Übernachtung unter freiem Himmel vorziehen. Die Bänke vor dem Biwak eignen sich bestens für eine Rast.
Nach ein paar Metern zweigt ein unmarkierter Weg hinunter rg. St. Pankraz ab. Der Höhenweg geht weiter in üblicher Manier 200HM hinauf (vorbei an der “Luckerten Mauer”, die ich leider komplett übersehen habe?!? – Fotomotiv!).

10.55 Uhr: Gipfel Gamskogel (1710m)

Am Gamskogel.

Am Gamskogel.

...immer den Grat entlang.

…immer den Grat entlang.

...imposant geht's links hinunter.

…imposant geht’s links hinunter.

Der bereits passierte Hochsengs wird immer kleiner.

Der bereits passierte Hochsengs wird immer kleiner.

…Den Gamskogel lassen wir gleich wieder hinter uns, denn der nächste Gipfel und eine Mittagsrast warten bereits. Etwas beschwerlich wird das ewige Auf- und Ab schon. Die Mittagssonne brennt herunter, von unten schallen Schieß-Übungen des Bundesheers, ein Hunger-Gefühl stellt sich bereits ein.

12.05 Uhr: Rohrauer Größtenberg (1810m)
…Jausenpause bis 12.35 Uhr

Gipfel Nr. 5 - Wohlverdiente Mittagspause.

Gipfel Nr. 5 – Wohlverdiente Mittagspause.

…endlich eine kleine Stärkung und Pause. Doch allzuviel Zeit lasse ich mir nicht, ein langer Weg liegt noch vor mir!
Dieser Abschnitt zieht sich in die Länge. Hinauf-hinunter. Die Höhenmeter summieren sich. Auch einige Altschneefelder sind zu bezwingen, was bergab zwar lustig ist, bergauf aber doch sehr mühsam sein kann!

14.00 Uhr: Weggabelung Bärenriedlau

Noch einige Altschnee-Felder zum Überqueren.

Noch einige Altschnee-Felder zum Überqueren.

Ein stolzer Blick zurück, und Glücksgefühle, da der letzte Gipfel nicht mehr weit ist.

Ein stolzer Blick zurück, und Glücksgefühle, da der letzte Gipfel nicht mehr weit ist.

…sobald man das Platteau erreicht hat, ist es nur noch ein Katzensprung auf den Gipfel des Hohen Nocks. Wer noch Zeit, Lust und Kraft hat, kann natürlich auch noch gerne den Seehagelkopf am Weg “mitnehmen”. Irgendwo am Weg überquert man auch noch unbemerkt den Schneeberg.


14.25 Uhr: Hoher Nock (1963m)

…Pause bis 14.45 Uhr

Gipfel Nr. 7 - Hoher Nock

Gipfel Nr. 7 – Hoher Nock

Wie gerne hätte auch ich jetzt meine

Wie gerne hätte auch ich jetzt meine “Flügel” dabei, noch dazu bei einer solch guten Thermik!

Wahnsinns Aussicht.

Wahnsinns Aussicht – das Tote Gebirge.

Endlich am vorläufigen

Endlich am vorläufigen “Ziel” – jetzt “nur noch” zurück zum Start.

Noch ein letzter Blick zurück.

Noch ein letzter Blick zurück.

…Am Gipfel wird natürlich das atemberaubende Panorama genossen, Fotos (und Gipfel-Selfies) geschossen, und einfach mal kurz innegehalten, denn der Blick auf den bereits zurückgelegten Weg den Grat entlang ist schon beachtlich. Im Hinterkopf ist aber natürlich der Gedanke an den Rückweg, der zwar mit weniger Höhenmetern auskommt, doch von der Länge her trotzdem noch einiges von einem abverlangt. Nach einer kurzen Pause geht es also gleich wieder weiter.

15.35 Uhr: Weggabelung unmarkierter Weg (ca. 1438m)

Beginn des unmarkierten Verbindungs-Weges.

Beginn des unmarkierten Verbindungs-Weges.

Ein bisschen wie im Märchen.

Ein bisschen wie im Märchenwald.

Ein Blick zurück zum Hohen Nöck

Ein Blick zurück zum Hohen Nock

…nach ca. 50min, kurz nachdem man den Wald erreicht, kommt man an einem Wegweiser vorbei, an dem ein schmaler Pfad abzweigt. Dieser führt meist unmarkiert, aber trotzdem gut erkennbar nördlich des Haglers vorbei, zunächst wieder einige Höhenmeter hinauf, und dann recht wildromantisch, ein bisschen wie im Märchenwald immer weiter nach Westen. Vereinzelt findet man auch Stoamandln, auf die man sich auch verlassen kann, wenn der Weg mal nicht eindeutig verlaufen sollte!!!
Wiederum nach ca. 50min erreicht man dann den markierten Weg, der rg. Bärenriedlau/St. Pankraz hinunter führt, doch auch hier bleibt der Weg ein einsamer Pfad in fast unberührter Natur. Traumhaft!

Und hier wird man auf die Forststraße

Und hier wird man auf die Forststraße “ausgespuckt”.

17.15 Uhr: Forststraße

…immer hinunter geht’s im Laufschritt, zu sehr sehne ich mich nach dem rettenden Auto, doch der Weg zieht sich noch. Die Füße brennen und nur zu gern würde ich mich in einem der natürlichen Tümpel des immer größer werdenden Baches abkühlen. Der Körper will nicht mehr so recht, doch der Kopf weiß, so weit kann es nicht mehr sein! Das Naturdenkmal “Teufelskirche” (ca. 15min vorm Parkplatz) ignoriere ich heute und werde ich ein anderes Mal einen Besuch abstatten. Nach der gefühlt 1001. Kurve ist dann endlich, endlich, endlich das Auto in Sicht! 

18.25 Uhr: Parkplatz “Speringbauer/Schillereck” (530m) 

Ein lang ersehnter Augenblick - das rettende Auto ist erreich! :)

Ein lang ersehnter Augenblick – das rettende Auto ist erreich! 🙂

Fazit: Ca. 13 Stunden nach meinem Aufbruch heute morgen kehre ich sehr erschöpft, aber dennoch glücklich und mit wunderschönen Eindrücken von diesem “Gewalthatscher” zurück. Wie soll ich sagen, diese “Deluxe-Variante” der Sengsengebirgsüberschreitung würde ich nur jenen empfehlen, die außerordentlich gut ausdauertrainiert sind, allen anderen würde ich raten die Tour als 2-Tages-Wanderung zu planen (wenn es die Runden-Variante sein soll). Die reine Überschreitung des Sengsengebirges ist aber in einem Tag auf jeden Fall schaffbar und natürlich ideal, wenn man zwei Autos zur Verfügung hat.
Eine wunderschöne Tour, die ich trotz der enormen Anstrengung in sehr guter Erinnerung behalten werde und jedem wärmstens empfehlen kann!

Insgesamt: ca. 35km, je ca. 2700HM hinauf/hinunter; ca. 12 Stunden reine Gehzeit

Touren-Beschreibung: http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/sengsengebirge-ueberschreitung-variante-rundweg/12825652/#dm=0

Unterwegs am Tauernhöhenweg: August 2014

Schon länger habe ich das Buch “Tauernhöhenweg” von Herbert Raffelt bei mir zu Hause herumliegen, immer wieder darin herumgeschmöckert und die wunderschönen Aufnahmen bewundert. Die diversen Abschnitte der Tauern sind mir schon länger bergsteigerisch bekannt, war ich doch seit meiner Kindheit immer wieder in der Gegend unterwegs, sowohl rund um Schladming, wie auch v.a. im Lungau, wo mein Opa herkam. Durch den Tauernhöhenweg, der sich in seinen gesamten 31 Etappen von den Seckauer Tauern bis zur Venediger Gruppe erstreckt, bat sich mir die reizvolle Möglichkeit, mal etwas länger am Alpenhauptkamm unterwegs zu sein, und die Bewanderung von bekanntem und noch unbekanntem Terrain zu verknüpfen. Und somit startete ich Ende August 2014 von Schladming aus, sehr motiviert, aber aufgrund der Wetterprognosen leider nicht ganz so optimistisch, zu meiner “Mission Großglockner”. Ursprüngliches Ziel war es nämlich bis zum höchsten Punkt Österreichs zu wandern. Zunächst begleitete mich meine Mum, nach ein paar Tagen sollte mein Cousin Jojo dazustoßen. Hier ein kurzer Bericht. 24. August 2014

1. Etappe: Gollinghütte!

1. Etappe: Gollinghütte

Los ging’s an diesem Tag am späten Nachmittag. Und zwar ließen wir uns bis zum Parkplatz der Riesachfälle fahren, im Schladminger Untertal. Von dort ging es dann entlang der Forststraße ca. 1h15min gemütlich bis zu einer Steilstufe, von deren Fuß man dann neben dem imposanten Wasserfall in nur ca. 15min zur bereits sichtbaren Gollinghütte (1643m) wandert. Die Gollinghütte ist meist gut besucht, weswegen ein Reservieren der Schlafplätze sicher nicht ungünstig ist. Das Abendessen lässt auch nicht zu wünschen übrig, v.a. die nepalesische (vegetarische!) Spezialität “Momo” sollte man auf jeden Fall einmal probiert haben! 🙂

Die letzten Höhenmeter - die Hütte bereits in Sicht!

Die letzten Höhenmeter – die Hütte bereits in Sicht!

Rückblick zum Start-Point

Rückblick zum Start-Point

Gollinghütte - in nepalesischer Hand ;)

Gollinghütte – in nepalesischer Hand 😉

25. August 2014 Am nächsten Tag brachen wir schon kurz nach der Dämmerung auf Richtung Talschluss “Gollingwinkel”. Schon als Kind liebte ich dieses natürliche Amphitheater, mit seinen grünen Wiesen, frei laufenden Pferden und emporragenden Bergwänden. Ein wirklich atemberaubendes Fleckerl Erde! Rechts vor uns türmt sich bereits majestätisch der Hochgolling (2862m) auf, unser nächstes Ziel. Im Schatten steigen wir stetig der Sonne entgegen, viele Höhenmeter müssen dabei in sehr direkter Manier überwunden werden. Nach gut 2-2,5h erreichen wir die Scharte, von der es dann ca. noch 1h zum Gipfel geht. Meine Mum beschließt vorerst hier zu warten, da der Gipfel völlig neblig erscheint. Ich mach mich hingegen mit drei anderen jungen Bergsteigern schon auf den Weg zum Gipfel. Nach der Hälfte der Wegstrecke, trennen sich wiederum unsere Wege, während die zwei Burschen den Normalweg (rechts) wählen, mache ich mich mit Ariane auf zum etwas schwierigeren Nordwestgrat. Außer ein paar kleinen II-er Stellen ist diese Variante aber auch völlig unbedenklich (wenn schwindelfrei), einzig und allein die eisigen (und tw. rutschigen) Bedingungen machten uns etwas zu schaffen. Am Gipfel trafen wir dann die Jungs wieder und weil leider von einer Aussicht keine Spur war, ging’s auch gleich wieder hinunter. In der Mitte traf ich dann meine Mum, die dann doch auch irgendwie auf den Gipfel wollte, und somit begleitete ich sie noch einmal nach oben. Und siehe da, die Nebelschicht riss auf und wir hatten eine wunderschöne Fernsicht mit einem nicht enden wollenden Wolkenmeer unter uns. Traumhaft! Nach einer kurzen Pause zurück auf der Scharte, ging’s dann auf der anderen Seite einige Meter hinunter, und dann gleich einmal nach rechts in der Mitte des Bergrückens in schöner Höhenweg-Manier entlang. Da wir nämlich beschlossen, die Landawirseehütte (1985m) links liegen zu lassen, war dies wohl die ökonomischere (und schönere?!) Variante. Außerdem konnten wir somit auch gleich noch einen Abstecher auf die Samsspitze (2381m) machen, die wir in nicht ganz 1h erreichten. Zurück am Höhenweg trafen wir dann relativ schnell auf den “Normalweg” von der Landawirseehütte auf die Trockenbrotscharte (2237m), von dort dann stetig abwärts richtung Keinprechthütte (1872m), die wir müde, aber doch glücklich am späten Nachmittag erreichten.

26. August 2014

Am Weg zur Rotmandlscharte.

Am Weg zur Rotmandlscharte.

Bis am Morgen waren wir uns nicht sicher (wiederum aufgrund der unsicheren Wetterprognose), wie wir die nächste Etappe (rg. Giglachseen) gestalten würden. Es gibt nämlich zum einen die Möglichkeit die Zinkwand raufzuwandern und dann durch den Zinkwandstollen auf die andere Seite des Bergs zu gelangen (ca. 4h bis zur Ignaz-Mattis-Hütte). Leider war es uns dann schlussendlich zu nebelig für diese Variante, weswegen wir auf dem Normalweg zur Rotmandlspitze (2453m) aufstiegen (ca. 1h45min) und dann hinunterwanderten zu den Giglachseen, vorbei an der Ignaz-Mattis-Hütte bis zur Giglachseehütte (1955m). Dort genehmigten wir uns eine warme Suppe zur Stärkung, bevor es dann wiederum hinauf ging zur Akarscharte (2315m) auf der die Steirisch-Salzburger-Grenze verläuft und von der es links zur Lungauer Kalkspitze (2471m) und rechts zur Steirischen Kalkspitze (2459m) geht. Beide Gipfel sind sehr flott (ca. halbe bis dreiviertel Stunde) zu erreichen, auf jeden Fall einen Abstecher Wert, v.a. bei der steirischen Kalkspitze ist aber unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig!

Die Giglachseen von der Lungauer-Kalkspitze aus.

Die Giglachseen von der Lungauer-Kalkspitze aus.

Blick von der Lungauer- zur Streichen Kalkspitze

Blick von der Lungauer- zur Streichen Kalkspitze

Auf der Steirischen Kalkspitze.

Auf der Steirischen Kalkspitze.

Hinunter geht’s dann noch ca. 1h zum malerischen Oberhüttensee, an dessen Ende die familiär geführte Oberhütte (1866m) liegt. Auch hier ist es empfehlenswert die Übernachtungsplätze zuvor zu reservieren. Leider wurde das Wetter immer schlechter, sodass wir bald in die Gaststube wechseln mussten. Doch auch dort ist es echt zum Wohlfühlen!

Final destination for today: die Oberhütte.

Final destination for today: die Oberhütte.

27. August 2014 Dieser Tag startete mit Regen. Viel Regen. Doch da der Wetterbericht eine leichte Wetterbesserung versprach, warfen wir alle regenstoppenden Schutz-Maßnahmen über, und los ging’s zur Seekarscharte (2022m). Dort angekommen waren wir zwar durchnässt, doch die Sonne blinzelte bereits durch, sodass wir frohen Muts Richtung dem uns sonst nur als Skigebiet vertrauten Obertauern stapften (insgesamt ca. 2h). Da wir sowieso zum Bankomaten mussten (ja, gibt’s dort!), machten wir gleich noch einen Kaffeehaus-Zwischenstop in der Zivilisation – lecker. Danach trennten sich unsere Wege für kurze Zeit. Nächstes Ziel ist die Südwiener-Hütte, doch die lässt sich über verschiedene Wege erreichen: Entweder man macht es wie meine Mum und erspart sich “unnötige” Höhenmeter indem man dem Weg 702 entlang Richtung Jugendhotel Felsernalm folgt und dann weiter zur Südwiener-Hütte geht. Diese Variante hat den Vorteil, dass man sich den Johannes Wasserfall aus der Nähe anschauen kann, sicherlich sehr imposant und ein super Fotomotiv. Ich hingegen wollte noch den einen oder anderen Gipfel am Weg mitnehmen. Deshalb ging ich zunächst (etwas öde entlang von Pisten-Trassen) bis zur Bergstation der Zehnerkarbahn. Dann geht der Wanderweg weiter zur Zehnerkarspitze (2382m).

Zehnerkarspitze mit Blick rg. Glöcknerin

Zehnerkarspitze mit Blick rg. Glöcknerin

Wer noch genug Zeit mitbringt, kann auch noch das Gamsspitzl bezwingen, ging sich bei mir aber leider nicht mehr aus. Bereits am Gipfel der Zehnerkarspitze merkte ich, dass der Wind immer stärker wurde, umso flotter machte ich mich auf den Weg Richtung Glöcknerin (2433m), der jedoch schon sehr beschwerlich wurde aufgrund des Winds, der mittlerweile fast schon Orkanstärke hatte. Auf allen Vieren bewältigte ich die letzten Meter bis zum Gipfel und beschloss dann sofort zum Wildsee (1925m) abzusteigen und dort etwas weiter unten zur Südwiener-Hütte weiterzugehen.Eigentlicher Plan wäre gewesen, am Bergkamm weiterzugehen und noch den Gr. und Kl. Pleißlingkeil zu bezwingen, was aber leider an diesem Tag unmöglich war. Diese etwas ausgesetzter Variante werde ich mir aber auf jeden Fall noch einmal anschauen.

Vom Winde verweht.

Vom Winde verweht.

Blick hinunter zum Wildsee.

Blick hinunter zum Wildsee.

Beim Wildsee traf ich dann wieder auf meine Mama, zu der mittlerweile auch mein Cousin Jojo gestoßen war und gemeinsam wanderten wir dann gemütlich zur Südwiener-Hütte (1802m – ca. 1,5h).

28. August 2014 Der Tag begann leider mit einer traurigen Nachricht, sodass Jojo wegen eines familiären Todesfalls wieder nach Hause musste. Für meine Mum und mich ging’s aber nun in ein uns sehr vertrautes Gebiet. Die Lungauer Berge. Zunächst hinauf zum Windsfeld mit seinen markanten Starkstromleitungen und dann bis zur Taferlscharte (2236m), von wo wir schon in unsren geliebten “großen Kessel” blicken konnten. Vorbei am Schacht des Tauerntunnels und dem sehr ruhig gelegenen Rothenwändersee (einladend für eine kleine Rast) erreicht man nach ca. weiteren 1,5h die Jakoberalm (1839m).

Nach einer kurzen Trinkpause, beschlossen wir dem Mosermandl (2680m) wieder einmal einen Besuch abzustatten und nicht nur am normalen Höhenweg (ca. 2h) zur Franz-Fischer-Hütte zu wandern. Dieser Gipfelausflug (ca. 1,5-2h von der Jakoberalm) zahlt sich auf jeden Fall aus und ist auch technisch gut zu bewältigen, sofern man schwindelfrei ist. Die “Hinterseite” des Mosermandls ist immer wieder beeindruckend, mit seiner Mondlandschaft – einzigartig. Froh waren wir dann aber schon, als wir endlich die Windischscharte (2304m) erreichten und von dort bald die Franz-Fischer-Hütte (2018m) sehen konnten.

Ein kurzer Sprung in den Zaunersee ging sich aber dieses Mal nicht mehr aus, zu groß war die Neugierde die komplett neu erbaute Hütte von innen zu begutachten – und ich kann nur sagen: man wird nicht enttäuscht; die Hütte spielt “alle Stückerl” und lädt echt zum Wohlfühlen ein. Und die Aussicht – ein Traum (sogar von der Dusche aus!).

Blick auf's Weißeck.

Blick auf’s Weißeck.

Hot s'Mosermandl an Huat, wird's Wetter guad, hots kan... tjaaaa dann...

Hot s’Mosermandl an Huat, wird’s Wetter guad, hots kan… tjaaaa dann…

29. August 2014 Unsere geplante Tour hätte uns an diesem Tag weiter über s’Weißeck zur Sticklerhütte und dann zur Rotgüldenseehütte geführt. Doch wir mussten dem bevorstehenden Wetterumschwung leider einfach ins Auge sehen, und somit beschlossen wir kurzum den Tauernhöhenweg an dieser Stelle abzubrechen und wieder hinunter ins Tal zu gehen. Da der Faulkogel aber doch noch sehr verlockend herunterschaute, wählten wir den Talabstieg Richtung Zauchensee, sodass ich den letzten Gipfel der Tour noch erklimmen konnte. Zunächst ging’s wieder zurück auf die Windischscharte und dann gemütlich hinunter zum kleinen Neukarsee (2060m).

Spiegelung - den Faulkobel bereits im Visier.

Spiegelung – den Faulkobel bereits im Visier.

Relativ schnell gelangt man dann auf die Neukarscharte (2257m) und von dort dann, anfangs sehr ausgesetzt aber gut mit Stahlseilen gesichert, in ca. 1h zum Faulkogel (2654m), der vor allem auch von der Flachauer-Seite aus sehr imposant in die Höhe ragt.

Faulkogel - das

Faulkogel – das “Matterhorn von Österreich”

Die letzten Meter bis zum Gipfel.

Die letzten Meter bis zum Gipfel.

Relativ steil geht es dann hinunter zur Ursprungsalm ins Marbachtal und entlang vom Marbach auf der Forststraße talauswärts. (Tipp: Die frischen Bauernkrapfen auf der Marbachalm sind ein Traum!). Vom Parkplatz in Zauchensee fährt in regelmäßigen Abständen ein Bus aus dem Tal, oder wer wie wir Glück hat, findet gleich einmal nette Leute die einen zum nächsten Bahnhof mitnehmen.

Schön war's! :)

Schön war’s! 🙂

Fazit: 6 Tage – 5 Hütten – 9 Gipfel. Was für eine wunderschöne Tour, die leider viel zu kurz ausgefallen ist. “Mission Großglockner” ist dieses Mal zwar gescheitert (bzw. die Anreise zu Fuß dorthin), doch der Abschnitt zwischen Franz-Fischer-Hütte und Großglockner wird, sobald das Wetter sich im Sommer wieder etwas länger von der guten Seite zeigt, auf jeden Fall nachgeholt! Ich freu mich schon! Nach solchen Erlebnissen wird einem wieder bewusst, wie glücklich wir uns schätzen können, in einem soooo schönen Land leben zu dürfen!

Wings for Life Worldrun 2015: #runningforthosewhocant

4.Mai 2015: St. Pölten

Wie bereits letztes Jahr waren wir auch heuer wieder am Start beim Wings for Life Worldrun und wie auch im Vorjahr war das Event wieder ein voller Erfolg!

Mit meinen Running Buddies, Christina und Cat, war ich dieses Jahr wieder in St. Pölten mit am Start. Leider wieder völlig untrainiert, aber dennoch determiniert meine Vorjahres-Strecke von 15,93km zu toppen. 😉

Ich hatte Glück von Beginn an in einer recht flotten Gruppe zu laufen, was mich enorm pushte. Km10 passierte ich in etwas mehr als 53 Minuten, danach kam aber leider die Ernüchterung… Nichts ging mehr. Als ich aber dann beim 16km Schild vorbeilief und das Catchercar noch immer nicht in Sicht war, war ich super happy und konnte noch fast 2km weiter laufen, bevor ich mich dann (auf ungefähr gleicher Höhe wie Gregor Schlierenzauer – ok, er rannte 10m mehr….) dem Catchercar geschlagen geben musste. 17,86km. Das ursprüngliche Ziel von 21km zwar verfehlt, aber ich denke, ich kann trotzdem zufrieden sein. Außerdem brauche ich ja noch Ansporn für nächstes Jahr. Und jetzt wird zuerst einmal gscheit trainiert! 🙂

An alle, die noch nie dabei waren, kann ich nur appellieren: Fangt an zu trainieren! Meldet euch an! Läuft für den den guten Zweck! Es ist eine großartige Erfahrung bei diesem einzigartigen Event dabei zu sein und macht so viel Freude! 🙂