#topofAustria: Großglockner 2017

3. – 4. September 2017

In 1,5h vom Lucknerhaus (1948m) Parkplatz (ca. 12€ für 1 Tag) über die Lucknerhütte zur Stüdlhütte (2801m), wo wir umser Lager bezogen. Der ursprüngliche Plan wär gewesen am nächsten Tag über den Stüdlgrat auf den Glockner (3978m) zu kraxln. Nach ein paar Gesprächen mit Bergführern beim Abendessen (das Buffet schmeckt noch immer gut!) entschieden wir uns schweren Herzens schlussendlich doch für die Normalroute über das Ködnitzkees. Am Grat herrschten wegen des Schneefalls der letzten Tage sehr winterliche Verhältnisse, was wir schlussendlich nicht riskieren wollten, war es für manche von uns ja doch erst die erste bissi ausgesetztere Tour.

Am Montag Morgen brachen wir um 6.30 Uhr bei klarem Himmel gemütlich auf rg Gletscher. Nach ca. 45min seilten wir uns an, Steigeisen kamen aber erst nach der Adlersruhe zum Einsatz, vorher war der Schnee sehr griffig zu gehen. Vorbei an ein paar Spalten geht’s nach ca. Einer halben Stunde über einen steilen, mit Drahtseilen versicherten Steig den letzten Rücken zur Erzerherzog-Johann-Hütte. Dort gönnen wir uns eine Tee-Pause und lassen die letzten Bergführer-Gruppen vor, damit wir uns dann nicht unnötig stressen lassen müssen. Sehr gemächlich bewegen wir und in der 4er-Seilschaft rg. Glocknerleitl, das zum Glück dank des Neuschnees gar nicht mehr eisig ist. Super zu gehen. Viele Seilschaften kommen uns schon entgegen, öfter muss gewartet werden, so auch auf der Glocknerscharte – was aber den Vorteil hat, dass wir dann allein am Gipfel sind 🙂 Die Aussicht is an diesem Tag ein Traum! Totally worth it. Runter kommen wir gut veran. Auf der Adlersruhe trinken wir noch mal was, dann ruck-zuck hinunter zur Stüdl unsere hinterlassenen Sachen abholen (Schließfächer gibts für 10€ Einsatz), und dann im Laufschritt hinunter zum Auto wo wir um ca 16Uhr ankommen. Meine Achillessehne zwickt ganz schön. 🙈 Aber das ist eine andere Geschichte…

Schön war’s. Danke Eli, Jojo & Mani für die tolle Tour aufs Dach von Österreich.

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GROSSGLOCKNER: “Seven Summits of the Alps” – Nr°3

4. – 5. September 2014

Als Österreicher/in ist es ja fast Pflicht mindestens 1x im Leben am höchsten Punkt unseres Landes zu stehen. Außerdem war es Zeit einen weiteren Gipfel der “7 summits of the alps” zu erobern (nach der Grauspitze und dem Gran Paradiso letztes Jahr). Also beschlossen mein kleiner Cousin Jojo und ich kurzfristig uns den Großglockner mal von oben anzuschauen.

Startpunkt war das Glocknerhaus, wo wir unser Auto parkten (Achtung: Maut f. Großglocknerstraße – 34Euro). Um kurz nach 13Uhr ging’s los richtung Salmhütte, zunächst runter zum Stausee, dann hinauf zur Stockeracharte  (ca. 1h), bevor es dann in schöner und angenehmer Höhenweg-Manier ziemlich in einer Höhe zur Salmhütte geht. (weitere ca. 1h)

Nach einer kurzen Trinkpause ging’s dann um 15.30Uhr weiter zur Adlersruhe. Der Weg führt vorbei an der verfallenen alten Salmhütte, über grobe Schotterfelder, hinauf zum Hohenwartkees, von dem aber nicht mehr viel übrig ist außer ein gut zu überquerendes Schneefeld, das kurz vor Beginn der Versicherungen etwas steiler wird. Alles aber ohne Steigeisen sicher zu begehen. Der steile, versicherte Aufschwung zur Hohenwartscharte erfordert Schwindelfreiheit, aber ist dank der guten Versicherungen (Haken, Hanfseile, Stifte) auch bei rutschigem Untergrund (Schneereste) ohne Probleme zu überwinden. Danach muss ein Schneefeld überquert werden (evtl. schneller und einfacher mit Steigeisen), bevor es entlang des breiten Kamms gemächlich zur Erzherzog-Johann-Hütte (3451m) geht.

Versicherungen zur Hohenwart-Scharte.

Versicherungen zur Hohenwartscharte.

Am Weg zur Adlersruhe.

Am Weg zur Adlersruhe.

Am nächsten Tag brachen gleich nach dem Frühstück um 6.30Uhr zum Gipfel auf. Leider war vom prognostizierten “Sonnenloch” an diesem nichts zu sehen… Auch ohne viel Sicht geht’s zuerst noch flach ansteigend am gut erkennbaren Steig über den Gletscher (Spaltengefahr sehr gering), bald aber ziemlich steil in Serpentinen zum Grat. Den Pickel (falls bis dahin überhaupt notwendig) sollte man dann eher gut verstauen, da er bei den weiteren Klettereien eher im Weg ist. Der Grat bis zum Kleinen Glockner ist mit Eisenstangen versehen (alle 3-5m), die zum Sichern verwendet werden können (nicht überall notwendig).

Der Grat mit Eisenstangen zur Sicherung.

Der Grat mit Eisenstangen zur Sicherung.

Vom Kleinen Glockner geht’s relativ steil hinunter (Stahlseil!) zum schmalen Schneegrat, bevor’s dann in einer kurzen, technisch nicht allzu schweren II-er Kletterei zum Gipfel des Großglockners (3798m) geht, wo wir kurz nach 7.30Uhr standen, überglücklich natürlich!

Ganz schön steil im Glocknerleitl.

Ganz schön steil im Glocknerleitl.

Geschafft! :)

Geschafft! 🙂

Volle Konzentration ist noch einmal beim Abstieg gefordert, v.a. weil auch so früh am Morgen schon viele Seilschaften unterwegs sind (meist mit Bergführer), was zu einer ganz schönen (und v.a.eiskalten) Warterei führen kann. Nach insgesamt 2h waren wir schon wieder bei der Adlersruhe und machten uns um 9Uhr schon wieder auf den Weg ins Tal (dieses Mal mit Steigeisen, beim Bergabgehen doch etwas angenehmer).

Warterei beim Abstieg...

Warterei beim Abstieg…

Nach ca. 3-stündiger Gehzeit waren wir dann auch schon wieder beim Parkplatz beim Glocknerhaus. Ein bisschen stolz endlich am Dach von Österreich gestanden zu sein, ging’s dann gemütlich ab nach Hause. Eins scheint aber klar: Wir kommen wieder!, das nächste Mal bei mehr Aussicht und über den Stüdlgrat! 🙂