Rumerspitze (2454m): #highwaybacktoIBK

16. September 2016

Pünktlich zum Wochenende und vor dem angesagten Wetterumschwung ging’s gemeinsam mit David mitn Rennradl von Innsbruck ein paar Höhenmeter hinauf nach Arzl. Dort parkten wir unsre Radln am Waldrand, bevor’s dann zunächst gemütlich durch den Wald rg Rumer Alm geht, die aber links liegen gelassen wird und wir danach dem weg 218/5 auf s’Kreuzjöchl folgen. Oben auf der Scharte genehmigen wir uns eine kurze Pause und nehmen dann die letzten paar hundert Höhenmeter über den etwas ausgesetzten Grat in Angriff. Nach nicht ganz 3h und fast 2000HM stehen wir auf dem Gipfel der Rumerspitze. Was für eine Sicht ins Inntal, das Karwendel und die restliche Tiroler Bergwelt! Hammer!

Den Abstieg konnte ich dann kaum noch erwarten – viel zu verlockend blitzt die Schotterriese von der Arzlscharte hinunter ins Tal. Die ersten paar Meter gehen aber zunächst noch luftig am Grat entlang, bevor man dann die ersten Laufschritte auf wiesigem Untergrund wagen kann. Wählt man, wir wir, statt den normalen Serpentinen die Schotterabfahrt, quert man am besten gleich von der Scharte möglichst weit nach rechts – dann steht der rasanten Bergabfahrt nichts mehr im Weg (auch die sich wohl etwas in ihrer Ruhe gestört fühlenden Gamsn werden über kurz oder lang den Weg frei machen…). Ich liebe Schotterriesen ohnehin – aber Meter für Meter mit ständigem Ausblick auf Innsbruck hinunter zu laufen, rutschen, stolpern, springen,… ist schon was ganz besonders. So much fun.

Ganz unten treffen die Ausläufer der Schotterriese wieder auf den Normalweg, wo wir uns bald wieder eher links halten – rg. Rumer Alm und Enzianhütte. Bald gelangen wir wieder in besiedeltes Gebiet – doch noch ein bisserl oberhalb der Stadt ist diese Gegend wohl noch eine der idyllischsten Wohngegenden. Je näher wir unserem Ausgangspunkt kommen, desto lauter werden die Schüsse hörbar – der Landesschießstand befindet sich nämlich gleich in unmittelbarer Nähe.

Nach insgesamt ca. 5h und ca. 18km erreichen wir glücklich (wenn auch mit ein paar blauen Flecken mehr – aber das nimmt man gerne in Kauf für eine solch lange Downhillschotterriesenfahrt) wieder unsere Fahrräder.  Gerne wieder mal! 🙂

‘Ne gute Tourenbeschreibung gibt’s HIER.


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Dachstein Superferrata – Teil 1 (von 3): #youcantalwaysgetwhatyouwant

5. – 6. Juli 2015

Ganz spontan entschied ich mich am Sonntag Doug (dem Mann meiner Cousine) und seinem Kumpel Berni in die schöne Steiermark zu begleiten und einen lang-ersehnten Punkt auf meiner To-Do-Liste abzuhaken.

Der ursprüngliche Plan wäre es gewesen am Abend des 5.7. zur Südwandhütte aufzusteigen, um dann am nächsten Tag ganz früh den Dachstein via Superferrata zu erklimmen (Anna-Klettersteig, Johann-Klettersteig, Schulteranstieg).

Das Auto parkten wir bei den Talstation der Dachsteinbahn in Ramsau (Achtung Mautstraße: 14 Euro pro Auto). In ca. 20 Minuten geht’s über wenige Höhenmeter, vorbei an einem beeindruckenden Wasserfall zur Südwandhütte, wo wir bei leckerem Essen und amüsanter Gesellschaft den Sonnenuntergang genießen.

Nach einer kurzen Nacht wollten wir um 5 Uhr aufbrechen (Frühstück um 7Euro muss nicht sein – lieber selbst etwas mitnehmen!). Genau zu der Zeit beginnt es zu Regnen, und die schwarzen Wolken, die über dem Dachstein herübersahen, lassen nichts Gutes erahnen 😦
Kurz nach 5 Uhr wird der Regen weniger und wir machen uns dann doch auf runter zum Einstieg des Anna-Klettersteigs, den wir in ca. 20 Minuten erreichen. Von dort sind es dann ca. 300 relativ einfache Höhenmeter (nie mehr als Schwierigkeit D) zum Mitterstein (2097m) – insgesamt etwas über 50 Minuten für uns.

Bildschirmfoto 2015-07-07 um 18.23.46

Kraxln im Anna.

Kraxln im Anna.

Genau zur richtigen Zeit schaffen wir es aus der Wand, denn schon wieder beginnt es zu regnen und sogar zu donnern. Schön langsam wird uns klar, dass wir den Dachstein-Gipfel wohl heute nicht zu Gesicht bekommen werden. Dennoch beschließen wir, uns zumindest den überhängenden Einstieg (E) des Johann-Klettersteigs noch anzusehen, um für s’nächste Mal Bescheid zu wissen.

Patschnass kommen wir dann nach weiteren ca. 15 Minuten beim “Johann” an, etwas wehmütig heute nicht raufzukönnen (so wild schaut der Überhang nämlich nicht aus), aber gleichzeitig auch froh, bei diesen Verhältnissen nicht schon irgendwo in der Wand zu hängen.

Zurück zur Hütte geht’s zunächst über steile Schneefelder und dann über den Johann-Zustieg mit ein paar versicherten Stellen. Nur kurz wärmen wir uns bei einem heißen Getränk auf, bevor es dann im Laufschritt in 10 Minuten zum Auto geht.

Tja, diesen Tag hätten wir uns etwas anders vorgestellt, aber was soll’s. Jammern hilft nix! Wir können froh sein, dass alles gut ausgegangen ist und die Superferrata muss halt dann demnächst noch einmal attackiert werden.
Schön war’s trotzdem! 🙂

“Where the Enns rises…”: Aussichtsreiche Tour auf’s BENZEGG

8. August 2014

Etwas spät für einen relativ heißen Tag startete ich um 9.15Uhr sehr kurzfristig zu einer (“kurzen”) Bergtour auf’s Benzegg (2076m) vom Parkplatz bei den Bergbahnen in Flachauwinkel.

“Kurz” ist dabei aber relativ, denn (was ich anfangs nicht wusste) ist diese Bergtour mit ihrer Totallänge von 20km doch relativ lang.

Vom Parkplatz geht es entlang der Enns auf einer Forststraße in den Talkessel hinein – rechts baut sich bald die Ennskraxen auf, links wird bald das Benzegg sichtbar. Man passiert zunächst die Aigenhütte, dann die Unterennsam, bevor es hinauf geht, vorbei an der Täublalm zur Oberennsalm (km7). Dort, wo die Enns direkt hinter der Hütte entspringt, zweigt man links ab und folgt dann dem schmalen Steig (rechts halten), der mit blauen Punkten markiert ist. Man quert im Wald ziemlich auf einer Höhe die gesamte steile Bergflanke (z.T. recht rutschig und schmal), bevor es dann (sobald sich der Wald lichtet) etwas steiler rechts hinauf auf den Grasrücken geht. Von dort geht es links hinauf die letzten Meter bis zum Gipfel über den meist grasigen Bergrücken, zum Teil durch Latschen, das Gipfelkreuz bereits in Sicht! (km10)

Diese Flanke wird im Wald durchquert.

Diese Flanke wird im Wald durchquert.

Zum Teil ein bisschen rutschig...

Zum Teil ein bisschen rutschig…

Um 12 Uhr stehe ich endlich am Gipfel. Die Aussicht ist traumhaft – der Blick hinunter richtung Flachau, auf der einen Seite die Ennskraxen, auf der anderen Seite der Blick richtung Faulkogel, Mosermandl und co. Die einzige Tauernautobahn, die kurz darauf im Tauerntunnel verschwindet trübt das Bild ein bisschen.

Am Gipfel!

Am Gipfel!

360° view

360° view

Zurück geht’s (nach einer 1/2-stündigen Pause) auf dem selben Weg, wobei sich aber v.a. zum Schluss die Forststraße doch sehr ziehen kann! Um ca. 14.30Uhr bin ich froh wieder beim Auto zu sein, doch relativ k.o., aber glücklich diesen schönen Aussichtsberg erwandert zu haben. Das nächste Mal dann im Winter bei einer Skitour! :)P.S.: Für die Mountainbiker vl. ganz interessant: Leider ist kurz vor der Aigenhütte ein Schild angebracht, dass Radfahren nicht erlaubt ist. Laut ansässigen SennerInnen ist dieses Verbot aber nicht ganz nachvollziehbar (würde sich die Forststraße doch wirklcih gut zum biken eignen), es soll aber wahrscheinlich verhindern werden, dass Mountainbiker vor allem zur Jagdzeit (Dämmerung) auf der Straße unterwegs sind. Schade irgendwie!