Innsbrucker Klettersteig: #spontanetouraufdienordkette

1.11.2016

Erst am frühen NM beschloss ich ganz spontan, nach einem abermaligen erfreulichen Blick aus dem Fenster und einen weniger hoffnungsvollen auf die für die nächsten Tage nicht so viel Erfreuliches versprechende Wetter-App, noch einen Sprung auf den Nordketten-Grat zu wagen. Den Abschnitt zwischen Hafelekar und Frau Hitt Sattel, über den der Innsbrucker Klettersteig verläuft, “geht mir nämlich u.a. noch ab”.

Als Neon-Freizeitticket-Besitzerin bewältigte ich die ersten paar Höhenmeter wie im Flug – ganz gemütlich in der Gondel. Direkt von der Stadt innerhalb von wenigen Minuten auf über 2000m. Toll! Und doch schleicht sich ein bisschen das schlechte Gewissen ein: Macht uns das Freizeitticket (nicht nur arm sondern auch) faul?!

Von der Bergstation innerhalb von wenigen Minuten zum Einstieg. Um 14Uhr  geht’s los. Den ersten Gipfel, die Seegrubenspitze (2350m) erreiche ich innerhalb von 10min. Nach weiteren 10Min stehe ich auf der Östlichen Kamin Spitze (2435m). Nach insgesamt 1h erreiche ich den Kemacher (2480m).

In 20min geht’s easy hinunter auf den Langen Sattel und in weiteren 10min in Serpentinen wieder hinauf zur Östlichen Sattelspitze (2269m). Dann startet der 2. und etwas schwierigere Teil zunächst hinüber zur Westlichen Sattelspitze und dann die letzten Meter (C/D) leicht überhängend hinunter zur berühmt berüchtigten Frau Hitt. Insgesamt ca. 30min.

Flott (30min) geht’s am Schmiedhuber-Steig wieder hinüber zur Seegrube wo ich noch locker vor der letzten Gondel um 17.30Uhr ankomme.

Resüme: Pipifeiner, leicht zu absolvierender (1. Teil v.a. A/B; 2. Teil kurz etwas anspruchsvoller mit C/D) Klettersteig. Helm nicht vergessen! Klettersteigset – ja auch, aber geht auch ohne. Gut sogar, was aber NICHT als Empfehlung gedacht ist! Beschleunigt die Sache aber halt auch deutlich. 2,5h herumturnen im besten Playground quasi vor der Haustür – was will ma mehr!

Dachstein Superferrata: #dreiaufeinenstreich

16.09.2015

Anfang Juli hätten wir ja dieses Jahr schon einmal einen Versuch gestartet – für die Superferrata auf den Hohen Dachstein (2995m), bestehend aus Anna-Klettersteig, Johann-Klettersteig und Schulteranstieg. Leider mussten wir damals wetterbedingt nach dem ersten Teil abbrechen (Link zum Bericht gibt’s hier: Anna-Klettersteig).

Vergangenen Mittwoch war es dann aber endlich soweit – die “Mission Dachstein” konnte erfolgreich absolviert werden, ein lang ersehnter Punkt auf meiner Bucketlist konnte abgehakt werden!

Kurz vor 7 Uhr ging es vom Parkplatz an der Talstation der Dachsteinbahn los. 20 Minuten später erreichten wir die Südwandhütte, um 7.40 Uhr konnten wir dann bereits in den Anna-Klettersteig einsteigen. Ca. 50 Minuten später waren wir dann auf den “Gipfel” des Mitterstein (2097m), hier machen wir mal eine ca. 20minütige Pause, zweites Frühstück sozusagen.

Bildschirmfoto 2015-09-18 um 10.36.59

Beim ca. 20minütigen Zustieg zum Johann-Klettersteig können wir 2 Gruppen überholen, wodurch wir dann alleine am Einstieg stehen und nach einer Verschaufpause zum Kraft-Sammeln um ca. 9.15Uhr die überhängende Schlüsselstelle (E) in Angriff nehmen können. Sagen wir so, gaaanz einfach ist sie nicht (v.a. auch weil ein bisschen nass), größere Personen haben sicherlich einen leichten Vorteil, aber insgesamt kommt man dann doch recht problemlos über das erste Stück. Gut ist es aber schon, dass die Stelle nur ganz kurz überhängend ist, weil sie schon “gonz sche eini geht”. Der restliche Johann ist ein einziges Vergnügen – luftig, super Aussicht, tolle Routenführung (z.B. “Adlerhorst”), immer wieder Stellen zum rasten (wenn man will),… einfach ein Klettersteig der Spaß macht. Wir haben das Glück, dass wir den gesamten Klettersteig keine anderen Kletterer treffen, und können deshalb mit ein paar Foto-Pausen zügig in etwas mehr als 2h durchsteigen und erreichen die Dachsteinwarte somit bereits um kurz vor halb 12 Uhr.

Bildschirmfoto 2015-09-18 um 10.21.58

Da wir sehen, dass am Schulteranstieg (zur Zeit der einzig begehbare Anstieg von dieser Seite, da der Randkluftsteig gesperrt ist) bereits einige Leute unterwegs sind, beschließen wir die Mittagspause auf später zu verschieben und relativ schnell den dritten Teil der Superferrata anzugehen. Ab und zu ist es notwendig entgegenkommenden oder langsameren Gruppen auszuweichen, die Wartezeiten halten sich aber an diesem Tag zum Glück in Grenzen, weswegen wir in nur ca. 1h den Gipfel erreichen. Der Schulteranstieg ist sehr gut versichert und nie schwieriger als B, wodurch wir teils auf unser Klettersteigset verzichten. Einzig die ersten Meter sind etwas “knackig”, weil sehr abgetreten und rutschig. Um ca. halb 1 Uhr stehen wir – etwas weniger als 6h nachdem wir aufgebrochen sind. Ein schönes Gefühl! Am Gipfel weht ein ganz schöner Wind – nach ein paar Fotos geht’s relativ bald wieder zurück. Auch der Abstieg gelingt flott (3/4h), v.a. wahrscheinlich, weil wir schon ziemlich hungrig sind und die Pause in der warmen Dachsteinwarte lockt! 🙂

Bildschirmfoto 2015-09-18 um 10.23.43

Nach einer ausgiebigen Mittagspause geht’s dann in ca. 20 Minuten über den viel-frequentierten und oft gatschigen “Spazierweg” am Gletscher recht unbeeindruckend zur Bergstation der Dachsteinbahn, die wir um kurz nach 15 Uhr erreichen. Die Talfahrt (21,50Euro) leisten wir uns nicht, und steigen deshalb über den Klettersteig (B-C; rot-weiß-rot markiert, aber keine Wegweiser!) von der Hunerkogel-Bergstation zur Hunerscharte ab, und von dort auf dem Hunerschartensteig (A-B) richtung Südwandhütte ab.

Bildschirmfoto 2015-09-18 um 11.09.05

Das Klettersteigset lassen wir aber sein, mit genügend Aufmerksamkeit ist der gut versicherte Steig auch ohne Set gut zu meistern. Vorbei am Skywalk-Einstieg (der muss ein anderes Mal dran glauben) geht es hinunter, die Dachstein-Gondel fährt unzählige Male über unseren Köpfen auf und ab, doch obwohl wir schon müde sind, bereuen wir unsere Entscheidung zu Fuß hinunter zu gehen nicht, hätten wir sonst z.B. die Gams-Herde (!) nicht aus unmittelbarer Nähe beobachten können und auch auf die Trailrunning-Sequenz die letzten Meter von der Südwandhütte hinunter hätten wir verzichten müssen.

Um ca. 17 Uhr erreichen wir müde aber zurfrieden wieder das Auto. What a day! 🙂

Not for losers: LOSER-UMRUNDUNG!

18. August 2013

Die Loser-Runde am Papier.

Die Loser-Runde am Papier.

Heute stand ein “Damen-Wandertag” am Programm.
Um ca. 7.30 Uhr starteten wir (meine Godn/Tante Christa, meine Mum & ich) unsere Tour vom Parkplatz bei der Blaa-Alm (Altaussee). Ziel war an diesem Tag die Besteigung und Umrundung des Losers.
Entlang der “Via Alpina” gings zunächst Richtung Loserhütte (die wir aber rechts liegen ließen). Kurz nach der letzten Kehre der Loser-Panoramastraße trennten sich unsere Wege:

Loser-Klettersteig-Topo

Loser-Klettersteig-Topo

Die zwei “älteren Damen” wählten den Normalweg auf den Loser, während ich den Loser Panorama-/Sisi-Klettersteig anpeilte. Von herunten war zu erkennen, dass bereits viele in der Wand unterwegs waren und auch beim Einstieg tummelten sich einige “Seilschaften”. Zum Glück konnte ich noch vor den Gruppen in die Wand einsteigen, sodass ich dann den gesamten Klettersteig – bis auf ein kurzes Überholmanöver (kurz vorm Rastplatz P3) – recht zügig durchsteigen konnte.
Ein paar wenige “haarige” Stellen sind zwar schon dabei (wo man dann zumindest froh ist die Arme wieder ein bisschen ausschütteln zu können), aber insgesamt ist der Loser Panorama-Klettersteig vollstens zu empfehlen. Schön fordernd, aber mit einer herrlich luftigen Aussicht auf Dachstein, Altaussee,… Leider habe ich nicht genau auf die Uhr geschaut, aber etwas unter 1h war ich wohl unterwegs.

Panorama vom Gipfel

Panorama vom Gipfel

Gipfelrast

Gipfelrast

 

Am Losergipfel traf ich dann wieder auf die 2 Schwestern und nach einer ausgiebigen Gipfeljause ging’s dann bald auch schon wieder weiter über’n Hochanger (super Startplatz für Paragleiter – bei der herrlichen Thermik an diesem Tag waren auch viele in der Luft unterwegs!), in Richtung Loserfenster – wo wir natürlich wie alle anderen “Touris” für Fotos posierten! 🙂

Schau moi wie's do owi geht!

Schau moi wie’s do owi geht!

"Godnfoto" mit Blick durchs Fenster
“Godnfoto” mit Blick durchs Fenster

Vorbei am Augstsee war – meiner Tourenplanung nach – der Gschwandtsattel (gleich unterhalb des Bräuningzinkens) das nächste Etappenziel, von wo aus ich dann in der Direttissima zur Gschwandtalm absteigen wollte.

 

Der Normalweg zum Sattel kam uns ein bisschen lang vor, deshalb wählten wir die etwas wildere, unmarkierte Variante über ein Wiesenband unterhalb des Atterkogels und Greimut-Gipfels.

Die "wilde Variante" über das Wiesenband...

Die “wilde Variante” über das Wiesenband…

 

Hier hatten wir doppelt Glück: Zum einen traf ich bei meiner “Spurarbeit” Gott-sei-Dank nicht auf Schlangen; und zweitens glaube ich, war es meiner Tante glücklicher Weise nicht ganz bewusst, dass es bei einem Ausrutscher auf der Wiese hinter der Kuppe doch einige Meter senkrecht nach unten ginge…!

 

Und dann trafen wir auf die alte Frau Eybl…….. 😦

Eh eine nette alte Dame und vor allem recht rüstig für ihr Alter, aber leider verschreckte sie meine Tante ein bisschen. Sie war nämlich über den “direkten Weg” von der Gschandtalm durch die Rinne aufgestiegen und meinte schon, dass das nicht ganz ohne wäre… Daraufhin war die liebe Tante Christa nicht mehr durch die (durchaus machbare) Rinne zu bewegen und wir mussten wieder zurück um den gesamten Bräuningzinken-Rücken herum. Im Nachhinein eh gar nicht so schlimm, obwohl ich natürlich schon gerne die “kürzere” Variante ausprobiert hätte.

Durch diese Routenveränderung kamen wir zumindest in den Genuss von Heidelbeeren, an denen wir natürlich nicht einfach vorbeigehen konnten.

Blueberry-Monster

Blueberry-Monster

mmmmmh

yummy yummy yummy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg schlängelt sich nach dem Schwarzmoos Sattel durch ein weitläufiges Latschen- und Kalkformations-Platteau. Die Augen muss man dabei ganz schön offen halten, da der Steig nur durch kleine blaue Punkte und “Stoamandln” gekennzeichnet ist.
Vorbei an der Gschwandtalalm (nicht bewirtschaftet), trifft der Weg dann einigermaßen schnell wieder auf den Weg zurük zur Blaa-Alm, die wir ca. um 16.30 Uhr erreichten.

Obwohl wir schon recht hungrig waren (und die Speisen auf der Blaa-Alm wirklich gut aussahen), konnte ich meine Begleiterinnen dann doch noch irgendwie davon “überzeugen”, uns zuerst im Altaussee abzukühlen und erst danach nach etwas Essbarem zu suchen. Durch einen Insider-Tipp wurden wir auf das kleine, aber sehr feine Restaurant “Kantine 191” direkt in Altaussee aufmerksam gemacht… Ich kann nur sagen: Hauben-Küche vom Feinsten – zwar nicht ganz billig, aber auf jeden Fall einen Besuch wert!!! Ein krönender, kulinarischer Abschluss einer wunderschönen Tour!

Ein gelungener Tag!

Ein gelungener Tag!