Tauernhöhenweg 2017: #10tageindenhohentauern

9. – 18. Juli 2017

Nachdem wir (Mama und ich) bereits 2014 von Schladming nach Flachauwinkel, und 2015 von Kleinarl nach Sportgastein gewandert sind, war es nach einer einjährigen Pause nun endlich soweit dieses traumhafte Wanderprojekt fortzusetzen.
Gestartet sind wir dieses Mal in Sportgastein und 10 Tage später in Neukirchen am Großvenediger gelandet. Das Wetter war durchwachsen – von Regen, Nebel, Schnee, eiskaltem Sturm bis hin zum heißen Sommertag war alles dabei. 🙂

🙂 10 Tage – 144km – 11256HM hinauf – 11981HM hinunter – zwölf 3000er 🙂

HIER geht’s zum outdoorActive-Track für den Wegverlauf.

TAG 1 – ANREISE
Weg: Mit den Öffis gelangt man ganz problemlos bis Sportgastein. Von dort geht’s flach bis ans Talende und dann ca. 900HM steil hinauf, der Steig aber gut zu gehen und schön angelegt. 3h sind angegeben, mit Riesenrucksack und noch viiiel Energie dauerts bei mir ca. 2h10min.
Von der Hütte kann man dann noch in wenigen Minuten auf den Greilkopf (2581m) spazieren (unmarkiert, aber Pfad).
Hütte: 2 Jahre habe ich mich nun auf die Kaspressknödel auf der Hagener Hütte (2446m) gefreut – und es war worth it! 🙂 Der Hüttenwirt sehr bemüht, versucht er unsren Wanderherzen jeden Wunsch zu erfüllen, die Hüttenwirtin zaubert im Hintergrund still und leise leckere Gerichte. Das Matratzenlager sauber. Was will man mehr…!

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Mega Sonnenuntergangs-Stimmung rg. Gasteinertal 🙂

TAG 2 – AUF NACH KÄRNTEN
Weg: Der Plan wäre eigentlich gewesen über den Vorderen Geißkopf (2974m) zur Feldseescharte (Biwakschachtel) zu gelangen, das Wetter spielte aber nicht mit, somit wanderten wir am schönen Höhenweg entlang. Der Weg vom Geißkopf hinunter zur Scharte ist außerdem sehr “schottrig” und bereits aufgelassen. Lt. Hüttenwirt empfiehlt es sich den Geißkopf von der Hütte aus zu machen und dann den Höhenweg zu gehen. Bis zur Scharte sinds gemütlich ca. 2h und dann bis zur Duisburger Hütte weitere ca. 3h (ohne vielen Höhenmetern).
Hütte: Die Duisburger Hütte (2572m) kannte ich bisher nur vom Skifahren am Mölli. Bedeutend ruhiger geht’s an regnerischen Tagen im Juli zu. Im großen Matratenlager konnten wir uns so richtig ausbreiten, da nur wir 2 dort untergebracht waren. Kulinarisch ist man auch hier an bester Adresse! Sogar das Rezept fürn lecker gedeckten Apfelkuchen wurde uns verraten. (1-2-3: 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter, 3 Teile Mehl; ausprobieren!). Einzig der Trockenraum wurde wegen “zu wenig Gästen” nicht in Betrieb genommen – was nach einem Regentag nicht ganz optimal ist.

TAG 3 – RICHTUNG SONNBLICK
Weg: Früh sind wir los, schon bald hat uns der Regen voll erwischt. Entlang des Stausees geht’s auf der Forststraße, völlig durchnässt suchen wir im Lifthäuschen des Klühspies Sessellifts Zuflucht. Brrrrr. Und dann kam die Sonne. Also rauf auf die Fraganterscharte (ca. 2h ab der Hütte), wo wir unsre Sachen zum Trocknen auflegen und ohne Rucksack auf die Herzog-Ernst-Spitze starten (2933m), dauert ca. 20Min. Das Schareck (3123m) lacht zu verlockend herüber, im Laufschritt geht’s den Grat entlang, über eine versicherte ausgesetztere Stelle. Schnell (ca.20min) steh ich am Gipfelkreuz und kann den Skifahrern am Mölli zuschaun. Zuviel Zeit nehme ich mir aber nicht – die Wolken versprechen nicht allzu stabiles Wetter.
Von der Fraganterscharte geht’s über die Niedere Scharte hinunter zu den imposanten Abbrüchen des Goldbergkees und dann wieder steiler hinauf zu winzigen Rojacher Hütte (2718m). Nach einer Pause geht’s über den versicherten Steig den Grat entlang zum Sonnblick. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist unbedingt erforderlich!
Hütte: Im Zittelhaus (3105m) wurden wir vom Hüttenhund freundlich empfangen (Stöckenschmeißen ist Pflicht!). Netterweise bekamen wir zum Lagerpreis ein Zimmer für uns 2 zugeteilt. Mit Wasser muss hier heroben sparsam umgegangen werden – deshalb muss dafür auch bezahlt werden. Ist völlig ok. Der bergerfahrene Hüttenwirt steht mit hilfreichen Tipps und Tricks zur Seite.

TAG 4 – KÄRNTNER JUBILÄUMSWEG
Weg: Mit der aufgehenden Sonne brechen wir auf, hinunter zum Gletscher und dann der deutlichen Spur folgend. Die Spalten sind noch nicht offen, Anseilen ist wahrscheinlich trotzem keie schlecht Idee, v.a. mit fortschreitendem Sommer. Wir verpassen leider die Abzweigung des Gletscherpfads nach rechts oben und müssen deshalb steil und kräftezehrend ziemlich direkt zum versicherten Felseinstieg (markiert mit einer eher kleinen rot-weiß-rot Markierung – Augen auf!). Eine gute Beschreibung der Tour in umgekehrter Richtung gibt’s auf Outdooractive. Wir hatten an diesem Tag leider großes Wetterpech – von “Glocknerausblick” war keine Spur, stattdessen mussten wir gegen Nebel und Wind ankämpfen. Der Weg ansich ist aber toll! Sieben 3000er-Gipfel an einem Tag, bissi kraxln – aber meist gut versichert und nie über I/II. Für konditionsstarke, bergerfahrene Wanderer ein Muss! 🙂 Gesamt brauchen wir seeeeeehr gemütlich ca. 11h (mit Pausen, Umwegen,…) und sind am Ende doch ziemlich froh endlich an der Großglocknerstraße zu landen.
Hütte: Beim Hochtor gibt’s weit und breit keine AV-Hütte, weswegen wir uns eine Nacht im Hotel Wallackhaus (2304m), direkt an der Großglockner Hochalpenstraße, leisten “mussten”. Halb so schlimm –  Dusche, weiches Bett, News update im TV, riesen Frühstücksbuffet,… tun auch mal gut. Zu Fuß ist’s ca. 1/2h vom Hochtor – Autostoppen geht aber auch (so wie wir – v.a. auf die “Einheimischen” ist verlass), dann sind’s nur wenige Minuten. 😉

TAG 5 – VOM SPIELENDEN MANN UND WANDERNDEN FRAUEN
Weg: Vom Hochtor folgen wir dem Klagenfurter Jubliäumsweg weiter. In ca. 3,5h errhen wir (wieder gemütlich) den Spielmann (3027m), vom wo aus wir heute die wunderbare Aussicht auf den Glockner nur erahnen können. Nur wenige Stellen sind versichert aber unproblematisch. Einzig herausfordernd ist ein noch recht hartnäckiges Schneefeld auf der unteren Pfandlscharte – hätte man vl. auch umgehen können, wir bringen sicherheitshalber unsren Pickel zum Einsatz – umsonst schleppen wir den ja auch nit mit 😉 Bald schon kann man wieder die Autos auf der Straße zur Franz-Joseph-Höhe erkennen – wie “Matchbox-Autos” für den Spielmann. Nach ca 5,5h sind wir beim heutigen Ziel, dem Glocknerhaus. Ein Weiterwandern zur Salmhütte wäre aber auf jeden Fall noch drinnen – fürs nächste Mal dann 😉
Hütte: Das Glocknerhaus (2132m). Ohje, ohje. Where to start… Der Chef eh (fast zu) bemüht. Berührungsängste darf man als Frau nicht haben – kommt er oft doch recht nah… Unser anfänglicher Plan im Matratzenlager zu schlafen wurde umgeworfen sobald wird dieses sahen. Die Matratzen keine Überzüge, die Decken/ Kissen kreuz und quer verstreut. Schmudelig. Nein danke. Zum Weiterwandern war’s zu spät, deshalb auf ein Doppelzimmer “upgraden”. Tja, Alt, aber grundsätzlich alles vorhanden (Bad, Dusche, Heizung) was man braucht. Die Bettüberzüge wurden jedoch offensichtlich nicht gewechselt. Auch Handtuch war nur für 1 Person vorhanden. Und das zum “Hotelzimmerpreis”. Zufällig entdeckte ich in einem Kasten am Gang frische Überzüge, die wir dann selber anzogen. Das Essen (regional) großteils doch recht gut – das Frühstück passt auch. Vieles läuft drunter und drüber. Zu wenig Personal (eeewige Wartezeiten bevor man überhaupt bestellen kann, und das obwohl nicht viel los ist). Am liebsten würde man selber anpacken. Schade. Ein Haus an einem solchen Ort hätte soviel Potential…

 

TAG 6 – VORBEI AM GLOCKNER
Weg: Der Weiterweg zur Salmhütte (2644m) über die Stockerscharte war mir schon bekannt von unsrem Glockner-Ausflug 2014. Dafür brauchten wir dieses mal ca 3h. Nach einer kurzen Trinkpause ging’s dann flott weiter zu Stüdlhütte über die Pfortscharte – die angegebenen 3h sind gut bemessen, benötigte ich nur ca. 1h45min. Besonders aufregend war das Aufeinandertreffen mit einer Herde (!13 Stück!) Steinböcken, die sich mir direkt in den Weg stellten. Imposant!
Hütte: Die Stüdlhütte (2801m) glänzt nicht nur durch ihre hervorragende Lage für Glockneraspiranten, ihrer formschönen Bauweise, guter Organisation, engagiertes Team, sondern vor allem auch durch ihre hervorragende Kulinarik! Wer erwartet hier heroben schon ein top (mehrgängiges) Abend- und Frühstücksbuffet. Wer nicht mehr gehen kann/will, kann sich danach auf jeden Fall den Berg runterrollen – zwecks des vielen Essens. Auch die Lager sind pipifein. Gegen Schnarcher kann man leider nichts machen. Gegen Smartphone-Benutzer schon. Ich plädiere für ein Smartphone-Verbot nach 22 Uhr im Matratzenlager. Dieses ständige Geläuchte nervt!

TAG 7 – GELDTANKEN IN OSTTIROL
Weg: Die Halbpensionen der letzten Tage haben ein großes Loch in unser Hüttenbudjet gerissen – weswegen wir unbedingt im nächsten Talort, in unserem Fall Kals, einen Bankomaten aufsuchen mussten – á la “I MUST TO THE BANK“. 😉 Im unverspurten Schnee ging’s jedoch zunächst über 1000HM hinunter ins Teischnitztal, zum Hotel “Taurer” (ca. 2h). Von dort fährt der Postbus die ca. 3km nach Kals, von dem ich mich chauffieren ließ. Mama machte sich währenddessen direkt auf der gegenüberliegenden Talseite daran die 1000HM wieder hinaufzukraxeln – vorbei an Kuhweiden, idyllischen Almen und grasigen Hängen zum Hohen Tor (2477m), ca. 2h. Ich traf nach dem Geldtanken bei der Kereralm wieder auf den Weg und traf kurz vorm Hohen Tor wieder auf Mum. Von dort geht’s in ca. weiteren 2h zur Sudetendeutschen Hütte. Das alles bei eisigem Sturm und Schneegestöber. Deswegen verzichtete ich auch liebendgern auf die vielen Gipfeln am Weg… Soll was heißen…
Hütte: Die Sudetendeutsche Hütte (2650m) ist in bayrischer Hand. Gut so. Seit heuer führt ein junges Paar sehr engagiert die alte Hütte und bringen durch kleine Details einen recht frischen Wind in dieses Schmuckstück. Die Lager sind zwar kalt, aber sauber. Beim Essen wird noch etwas herumexperimentiert (z.B. Konsistenz d. Spätzle), schmeckt aber dennoch gut! An manchen Sonntagen könnte man sogar ein Weißwurstfrühstück bekommen – muss man aber nicht. 😉

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So ein idyllisches Plätzchen – Sudetendeutsche Hütte.

TAG 8 – INS REICH DER GLETSCHERRIESEN
Weg: Der Sommer sollte wieder Einzug halten. Das wollte ich gebührend feiern – mit einer Sonnenaufgangstour auf den Gr. Muntanitz (3232m). BUT… Tjaaa. Dort oben waren leider noch tiefwinterliche Verhältnisse. Von der Hütte ist man (flott) in 1,5h am Gipfel. Ein schöner Pfad mit einer kurzen versicherten Stelle – wenn nicht gerade Winter herrscht, ohne Probleme machbar. Von “Sonnenaufgang” war nichts zu sehen. Munter war ich nach dieser frühmorgendlichen Tour dennoch. Bereits um 6Uhr war ich wieder in der Hütte und freute mich auf das Frühstück um 7Uhr.
Der Weiterweg führte uns über die Nussingscharte hinunter zur Felbertauernstraße (ca.3h). Autostoppversuche waren auf dieser Schnellstraße vergebens, weswegen wir die ca. 1,5h zum Mattreier Tauernhaus dann doch zu Fuß bewältigten (etwas zach mostly entlang einer Forstraße neben der Felbertauernstraße).
Und dann schummelten wir ein bisschen. Man könnte die nächsten 5km zum Venedigerhaus ja eigentlich auch entlang der Straße ins Tal rein wandern, wir entschieden uns aber für das Venedigertaxi, das uns für 5Euro in wenigen Minuten nach Innergschlöss transportierte. 🙂 Totally worth it. It’s true.
Vom Venedigerhaus sind dann noch 4,5h zur Neuen Prager Hütte angeschrieben, geht aber auch bedeutend schneller – bei mir dauerts ca. 2,5h. Ein traumhaft angelegter Weg, mit tollen Ausblicken auf die Gletscher. 🙂
Hütte: In der Neue Prager Hütte (2796m) läuft alles wie am Schnürrchen. “Goti” und “Opa” (wie sie von den jungen Mithelfern auf der Hütte genannt werden) haben alles unter Kontrolle – super Essen, super Betten mit Kuscheldecken (wieder ein Zimmer zum Lagerpreis!), super Frühstück, super Tipps fürn Gletscher vom bergerfahrenen Chef – und alle sehr freundlich und hilfsbereit. Toll!

TAG 9 – DRÜBER ÜBERN VENEDIGER
Weg: Gegen 8 Uhr machten auch wir uns auf den Weg zum 4.höchsten Gipfel von Österreich, dem Großvenediger (3666m). Die ersten Meter gehen noch gut ohne Steigeisen, beim echten Gletscher ging’s zwar auch ohne (ziemlich weich!), aber sicherer ist trotzdem mit. Seilschaft ist aber unbedingt empfohlen – ein paar Spalten gibt’s dort oben dann doch – meist aber gut sichtbar. Tja, und die nächsten 3h war die Prozedur dieselbe, die wir schon vom Ankogel-Gletscher kennen. ‘Stop and Go’ lautet die Devise. Lt. Mum muss ihre Atmung immer “in Balance” sein (ja, auch über 3000m…), und deswegen ist das Vorankommen eher schleppend: auf 48 Schritte folgen gefühlt 2Min Pause. Anstrengend. V.a. für meine Nerven…..! 😉 Oh well, irgendwann sind dann auch wir oben angekommen, und das sogar noch vor der “Altherrenseilschaft”, die meine Mama wie eine “Faust im Nacken” antrieb. (Thx!) Oben ankommen ist aber nur die halbe Miete, von der Venedigerscharte mussten wir weiter über den seeeehr weichen Gletscher mit einigen Spalten runter Richtung Kürsinghütte. Ziiieht sich – v.a. in der prallen Sonne. Sobald man den Fels berührt geht’s dann aber glücklicherweise recht schnell in 30min zur Hütte. 🙂 Schön war’s wieder mal in solchen Höhen!
Hütte: In der Kürsingerhütte (2558m) wurden wir gleich sehr freundlich von der Ferialhilfe empfangen. Die Hütte ist riesig – so auch das Matratzenlager (sogar mit Kletterwand). Am Abend gibt’s Bergsteigeressen oder Halbpension. Lecker! Toll ist auch, dass es Frühstück von 4 – 8 Uhr gibt (v.a. für Venediger-Aspiranten wichtig!). Einziger Kritikpunkt ist, dass es als wir um 6.30Uhr frühstücken wollten, kein Brot und Jogurt mehr gegeben hat, also frühstücken im Prinzip nicht mehr möglich war, und weit und breit keiner vom Hüttenteam auffindbar war. Obwohl für alle Frühstücker mehr als genug bemessen war, gibt es leider immer Leute, die sich extra Brote einpacken… Es wäre wahrscheinlich gut zumindest ab 6 Uhr das Frühstücksbuffet ab und zu zu kontrollieren. Aber sonst alles top!

TAG 10 – RUNTER INS TAL
Weg: In der Früh hüpfe ich in 1,5h noch schnell auf den Keeskogel (3291m) zum Sonnenaufgang. Die Wolken verdecken zwar leider die Sicht auf die Sonne und umliegenden Gletscherriesen ein bisschen, trotzdem immer wieder speziell so früh allein am Berg!
Der weitere Plan wäre eigentlich gewesen über die Gamsspitze zur Warnsdorfer Hütte zu Wandern (noch einmal ein kurzes Gletscherstück) und dann über die Krimmler Wasserfälle ins Tal abzusteigen. Das Wetter war aber leider nicht mehr allzu gut angesagt (v.a. für den Nachmittag) und unsre Körper waren zum Teil schon ziemlich erledigt, weswegen wir uns schweren Herzens (also ich zumindest) für den Abstieg ins Tal übers Obersulzbachtal entschieden. Ein Weg der sich ziiiiht, v.a. wenn man nicht nur bis zum Hopffeldboden Parkplatz muss, sondern noch weiter zur Pinzgauer Bahn. Der Blick zurück ins Tal mit dem Gr. Geiger ist dennoch wunderschön und Heidelbeeren in allen möglichen Variationen auf der Berndlalm versüßen uns den Abstieg. (insgesamt ca. 4,5h) Es wird auch ein Taxi angeboten bis zur Materialseilbahn der Kürsingerhütte. Sicher eine Überlegung wert beim Aufstieg. 😉
Mit der Pinzgauer Lokalbahn fuhren wir dann gemütlich durch wunderschöne Landschaften Richtung Zell am See, wo wir uns noch einen Kaffee genehmigten und dann wieder getrennter Wege gingen (IBK – beziehungsweise OÖ). Es bleiben schöne Erinnerung, auch wenn das Wetter nicht immer ganz so mitgespielt hat und es schon z.T. ganz schön anstrengend war. Die Berge geben einem doch irgendwie immer viel zurück. Batteries fully recharged! 🙂 #happythankyoumoreplease

Berufswunsch: #longdistancehiker

Die Chancen auf einen Job als Lehrerin im Herbst stehen schlecht. Wir sollen uns nach einem “Plan B” umsehen, sagen die vom Landesschulrat. Hab ich gemacht. Ich werde Longdistancehiker.

Ohne Scherz jetzt, das wär schon ein Traum – loswandern, nur mit dem Nötigsten am Rücken, soweit mich die Füße tragen. Egal wo, egal wie lang es dauert. Einfach wandern.

Irgendwann mach ich das. Spätestens in der Pension. 😉 Und dazwischen mach ich mich stückchenweise auf den Weg.

Weitwander-Pläne für den Sommer 2017:

PS.: Wer Lust hat zum Mitwandern auf der einen oder anderen Etappe  – einfach melden! 🙂

8.-21.Juli 2017: Tauernhöhenweg Continued

…nachdem wir (Mum und ich) bereits 2014 und 2015 Teile des Tauernhöhenwegs (Schladming – Sportgastein) absolviert haben, geht’s dieses Jahr weiter, am 9.7.2017 von der Hagener Hütte (Sportgastein) und dann soweit wir kommen, Richtung Krimml (über Sonnblick, Großglockner, Venediger). Can’t wait!

31.Juli – Anfang Sepetember 2017: Alpen-Teil-Längsüberschreitung

Nach einem kurzen England-Aufenthalt, geht’s dann Ende Juli von Innsbruck Richtung Zermatt – vorbei an der Wildspitze, Ortler, Piz Bernina, Maloja-Pass usw. Der Routenverlauf orientiert sich z.T. am roten Weg der Via Alpina, bzw. dem blauen Weg. Insgesamt 600km. Mal schaun wie weit ich komm… Im September stünde dann die eine oder andere Gipfeltour im Monte Rosa Gebiet oder der Mont Blanc mit Jojo, meinem “kl.” Cousin, am Programm. Bis dahin sind aber noch viele Schritte zu tun.

Am meisten Kopfzerbrechen bereitet mir zur Zeit noch die Ausrüstung. Ich versuch zwar so “light” wie möglich zu packen, aber für die beste ultralighteste Ausrüstung fehlt mir grad einfach (noch) das nötige Kleingeld, und v.a. möcht ich für den einen oder anderen Gletscher (spätestens dann im September) auch gerüstet sein – sprich Pickel und Steigeisen sind sowieso on Board… Oh well, wird scho iwie werden.

 

Traumwege (für die Pension):

Te Araroa Trail – New Zealand – 3030km
…Milford Track (54km)
…Routeborn Track (32km)
…Heaphy Track (74km)

Pacific Crest Trail – USA – 4279km
…sehenswertes Video dazu:

 

Great Himalaya Trail – Nepal – 1700km

Wales Coast Path – GB – 1200km

Chinesische Mauer – China – 8000km

Alpen-Längsüberschreitung – Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich – 2000km

Kungsleden – Schweden – 180km

Hiking through Iceland (Laugavegur) – Island – (54km)
…auch ein super Video von Klara dazu:

The Skye Trail – Scotland – 128km

Haute Route – Zermatt/Charmonix – 10days

Tour du Mont Blanc – Frankreich –

GR20 – Korsika – 112miles

 

Unterwegs im Toten Gebirge: #nevertoooldforfirsttimes

2.-3.Juni 2017

Am Freitag ging’s für mich gleich richtung OÖ wo mich Mama am Hbf Wels abholte. Weiter gings mit dem Auto richtung Almtal, mit einem kurzen Zwischenstopp zwecks Jausen-Einkauf.

Um ca. 16.30Uhr machten wir uns dann vom Parkplatz beim Almtalerhaus (714m) auf den Weg richtung Welserhütte (1726m), unserem Schlafplatz für heute. Ca. 2,5-3h muss man für die Strecke ungefähr rechnen. Obwohl man die Hütte bei den Grundmauern bereits sehen kann, ziehen sich die restlichen ca.800hm noch ordentlich, v.a. wenn man ab dem Geröll-Feld bereits Leo (den Hüttenwirt) mit dem Ferngucker erkennen kann, der somit ganz genau über die körperliche Verfassung seiner zukünftigen Gäste Bescheid weiß… *schnauf* Der Empfang auf der Hütte ist dennoch nicht weniger herzlich. Da es noch Anfang der Saison ist sind erst wenige Übernachtungsgäste da, um genau zu sein an diesem Abend ausser uns nur eine Gruppe aus Tschechien, die aber sogar noch später als wir ankommen. Silvia und Leo nehmen sich Zeit für ein kurzes Plauscherl und tischen netterweise auch so spät noch feinstes Gemüsegröstl, Kotlette und Kaiserschmarrn auf. Und das alles bei Sicht auf einen wunderschönen Sonnenuntergang übern Almtal. Traumhaft. Nach ein paar hilfreichen Tipps für unser morgiges Vorhaben gehts für uns ins Bett – draussen graupelt es unerwartet, aber solangs morgen wieder besser wird….

Frühstüstück gäbs ab 6.30Uhr. Wir machen uns aber bereits kurz nach 6 Uhr auf zum Einstieg zum Tassiloklettersteig – gut markiert! Anspannung liegt in der Luft. Mama wagt sich als Neo-60erin an ihren ersten Klettersteig. Der Tassiloklettersteig ist zwar nie schwerer als C, doch v.a. die Einstiegspassage ist nicht die Einfachste und um diese Jahreszeit noch ganz schön nass und rutschig. Mama plagt sich. V.a. ihre ganz normalen Wanderschuhe bieten auf diesem Untergrund kaum Halt. Zurückgehen? Aufgeben? Nach den ersten Metern bestehe ich auf einen Schuhtausch – und siehe da, es läuft gleich viel besser! An manchen Stellen ist noch ein bisschen Mut gefragt, aber die Kraft kann man bei Gehstücken (A/B) immer wieder gut sammeln. Ohne große Probleme erreichen wir nach ca. 2h das Almtalerköpfl und von dort in ca. 1h unschwer den Schermberg Gipfel (2396m). Dort oben treffen wir noch auf die letzten Tourengeher der Saison und sehen ihnen neidisch bei ihrer Firnabfahrt zu. 

Nach einer ausgiebigen Frühstückspause gehts auch für uns hinunter – dank der aufgefirnten Schneedecke aber kein Problem und richtig spaßig! Zur Not nehmen wir uns auch noch zwei Haselnuss-Steckern (Überbleibsel vom Schermberglauf mit). Da es noch nicht so spät ist und das Wetter noch hält umrunden wir den Sauzahn auf der linken Seite und stoßen dann zum Normalweg rg. Fleischbanksattel, wo wir unsre Rucksäcke deponieren und dann die letzte Stunde zum Großen Priel (2515m) in Angriff nehmen. Ganz schön viele Leute tummeln sich hier heroben, die meisten steigen aber vom Prielschutzhaus auf, da die Südseite schon bedeutend schneefreier ist. Immer wieder imposant hier heroben, am Dach des Toten Gebirges. A special place.

Hinunter geht’s über zahlreiche Schneefelder recht rasant und z.T. ganz schön steil. Mit unsren Haselstöcken aber null problemo. Bald schon sind wir wieder auf der Welserhütte, wo wir aber nur kurz Pause machen und bald zum restlichen Abstieg aufbrechen. Kurz vorm Erreichen des Talbodens fängt es ordentlich zu regnen und gewittern an. Während wir völlig durchnässt im Regen am endloserscheinenden Weg zum Almtalerhaus unterwegs sind (zaach!), scheint oben schon wieder die Sonne. Pünktlich zur Ankunft beim Auto setzt sich aber auch im Tal wieder die Sonne durch – das obligatorische Bad in der eiskalten Alm lasse ich mir nicht nehmen! Müde, glücklich, zufrieden und auch ein bisschen stolz (1. Klettersteig mit 60 is ja schon gar nit so schlecht!) starten wir in das noch junge verlängerte Pfingstwochenende. Können schon auch was, die Berge in der Heimat! 🙂 

Eins is klar: I’ll be back! (v.a. der Welser Weg und das Schlossgespenst auf den Schermberg habens mir angetan…. #newprojects)

Aufs und rund ums Solsteinhaus: #wasfür1naissetour

25.-26.5.2017

Zu Beginn dieses langen Wochenendes kam zu Jojo und mir nach Tirol Besuch aus der Heimat in Form von den Seisis (Tante, Onkel samt kl. Cousinchen und Cousins).

Dem Schnee kann man seit Mitte Mai täglich beim Schmelzen zusehen, auch viele Hütten haben bereits wieder ihre Türen geöffnet – so auch das Solsteinhaus (1806m). High Time die Bergsaison 2017 so richtig einzuläuten.

Am frühen Nachmittag ging’s von Hochzirl (hinterm Krankenhaus) gemütlich, aber vollbepackt (mit Kletterausrüstung x4) los richtung Solsteinhaus. Recht einfach geht’s zunächst der Forststraße entlang, danach dem gut angelegten Steig zum bald sichtbaren Solsteinhaus. Insgesamt 810hm.
Oben gibt’s zunächst Kaffee und Kuchen, dann wäre der Plan den Klettergarten unsicher zu machen, den wir aber irgendwie verfehlen und deshalb nur eine kurze Klettersession an der hauseignen Kletterwand einlegen.

Das Abendessen (Knödelvariationen) ist vorzüglich – so auch die gesamte restliche Bewirtung (Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, Frühstücksbuffet,…). Nach einer Runde “Kuhhandel” haun wir uns dann auch schon bald in die Hapfn (tolle Lager!), da es am nächsten Tag früh raus und rauf gehn soll….

Der Wecker läutet bereits vor 4 Uhr – 10 Minuten später sind Hanna, Sami, Jojo, Eli und ich abgehbereit. Der Sonnenaufgang auf der Erlspitze (2341m). Bei der Hütte sind 1h Anstieg angeschrieben, wir lassen uns aber so früh am Morgen nicht stressen und brauchen ca. 1,5h. Obwohl’s zunächst sehr nebelig ist lassen wir uns nicht einschüchtern – und bald schon stehen wir über dem Wolkenmeer, umringt lauter Bergspitzen. Auf die Sekunde genau stehen wir mit der aufgehenden Sonne am Gipfel. Atemberaubend! So könnte jeder Tag starten!
Der Abstieg zur Hütte gestaltet sich dann relativ flott – der Vorfreude auf das Frühstück sei Dank! Das Frühstückbuffet lässt dann keine Wünsche übrig.


Frisch gestärkt machen wir uns als Gesamtgruppe dann wieder auf zum nächsten Gipfel, dem Großen Solstein (2541m). Ca. 2h dauert der gemütliche Anstieg, dann ist es schon wieder Zeit für eine kleine Gipfelrast. Den Kleinen Solstein lassen wir an diesem Tag links liegen da doch noch ein bisschen zu viel Schnee liegt.
Und dann, ja dann ging’s rasant zur Sache. Das gesamte Kar zur Neuen Magdeburgerhütte war noch durchzogen von lauter Schneefeldern, die wir uns natürlich nicht entgehen ließen: Anlauf genommen, auf den Hintern gesetzt, und runter ging’s mit einem Affenzahn. Juhuiii. Der Frühling in den Bergen kann schon was! 🙂

Bei der Neuen Magdeburger Hütte (1637m) gibts noch eine kurze Erfrischung, bevor wir dann durch den Wald, zum Teil der idyllisch, richtung Hochzirl weitermarschieren.

Am späteren Nachmittag kommen wir wieder beim Auto an – braun(rot)gebrannt, k.o., aber glücklich!

Schön war’s! Vor allem mit so einem netten Haufen schöner Menschen! 😉

 

Österreichischer Frauenlauf 2017: #unddielaufsaisongehtweiter

21.5.2017

Ganz spontan beschloss ich an diesem Wochenende nicht nur am Freitag für ein Sprachkursleiter-Meeting nach Wien zu fahren, sondern gleich noch 2 Tage dranzuhängen und am Sonntag wieder mal beim Österreichischen Frauenlauf an den Start zu gehn. Der war zu seinem 30. Jubiläum zwar schon längst ausverkauft, aber spontan fand ich dann doch noch ein Startplatzerl für die 10km. Unter falschem Namen, nämlich Aurelia, startete ich aus Startblock C und konnte gleich mal gscheit anzahn um zu den etwas flotteren und früher gestarteten B-Block-Läufinnen aufzuschließen. Es lief gleich mal erstaunlich gut (bedenkt man, dass ich im letzten Monat läuferisch eher doch seeeeehr auf der faulen Haut gelegen bin…). Km5 passierte ich in 24:13min. Dann wartete ich auf den Einbruch, der ja bei mir irgendwie immer auf der 2. Hälfte kommt (übermotiviertem Starttempo sei “Dank”). Ja, es wurde ein bisserl zacher und ich ein bisserl langsamer auf der Hauptallee und im Wurstelprater, aber von einem völligen Einbruch kann nicht die Rede sein. KM-Zeiten von ein bisschen über 5min sind ok (obwohl da scho noch mehr gehen muss in Zukunft). Und dann, auf den 2 letzten Kilometern war mir schon klar, dass ich mir meine erträumte, und längst überfällige OFIZIELLE sub-50min Zeit nicht mehr nehmen lasse! Zähne zambeissen und vom Anfeuer-Geschrei von VIE RUN mit Turbo in die Zielgerade. 

49 Minuten 52 Sekunden. PB. Läuft. 🙂 (bisserl mehr als 3min schneller als bei meim letzten 10km Rennen. Jippii.)

Die Freude ist groß – umso mehr, wenn die lieben Mitläuferinnen – am heutigen Tag Christina und ihre Mama – mit einem PB sub25min über 5km bzw. einer tollen NordicWalking-Performance bei ihrem 1. Laufevent ebenso eine tolle Figur machen! Congrats!!!

Schön war’s. Wie immer. Alles pipifeinst. Vom prallen Goodie-Bag. Über die knalligen T-Shirts. Der perfekten Organisation. Dem optimalen Wetter. Der bombigen Stimmung. Bis hin zur wunderschönen Medaille.

Danke Frauenlauf! Es war mir ein Volksfest. See ya next year!

Und JETZT? Ja jetzt steht der Sommer vor der Tür. Die Berge rufen. Aber das Laufen geht weiter. Muss es. 9074. Meine Startnummer für den Wachau Marathon im September. Auch ein Jubiläum. Ein gutes Omen für eine neue PB. Sub4 und so. #ehschowissen Can’t wait! 🙂

Die Probleme einer Hobby-Schwimmerin: #chlorliebe#odersoähnlich

Die Freibadschwimmsaison 2017 ist eröffnet. Beim Bahnenziehen hat man Zeit. Zeit sich Gedanken zu machen. Über sich selbst. Über andere. Und die Welt im Allgemeinen.

Kennst du?

Das Gefühl, wenn du während des Schwimmens vergisst wieviele Bahnen du nun eigentlich schon geschwommen bist.

Und das, obwohl du die 50-100 Längen (abhängig von der Schwimmbeckenlänge) im Kopf eh schon in 10er-Packete zerteilst.

Problematisch wird’s, wenn du dann auch noch vergisst an welchem Zehnerpaket du nun eigentlich gerade schwimmst. #hoffnungsloserfall

You know?

Der Moment, wenn du von einem andern Hobby-Schwimmer auf deiner Bahn überholt oder gar überrundet wirst.

Und du beim sofortigen prüfenden Blick auf seine Füße einsehen musst, dass ausnahmsweise keine leistungs-boostenden Plastikschwimmhäute (sprich Flossen) verwendet wurden. #ernüchternd

Kennst?

Das Gefühl, wenn Neulinge auf deiner Bahn glauben, dich in Grund und Boden schwimmen zu können, bald aber einsehen müssen, dass sie mit ein paar Sprint-Bahnen gegen deine ausdauerndes Zeitlupen-Kraulen (kann ich. 1h und länger. ohne pause.) keine Chance haben. #bissistolz

Kennst das?

Die Tatsache, wenn du deine Schwimmsessions nach der Sonne richtest. Deine Sorgen dem hoffentlich nicht verrutschten Schwimmanzug gelten (zwecks der Streifen). Du dich ärgerst den Bikini fürs anschließende Sonnenbad nicht dabei zu haben. Sonnencreme für dich ein Fremdwort ist. Und der erste Blick zu Hause der in den Spiegel ist, um den Bräunungsgrad zu checken versteht sich. #bräuneschinden

NACHTRAG: Oder wenn du nach dem ersten Sonnenbrand am Rücken Panik bekommst, die Schwimmanzugstreifen den gesamten Sommer nicht mehr loszuwerden und du ernsthaft in Erwägung ziehst die nächsten 100 Längen ausschließlich am Rücken zu schwimmen. Vielleicht ist Sonnencreme doch eine Option. #schmerzhaft

Verstehst?

Die Situation, wenn Möchtegern-Schwimmer die “GEGENdenUhrzeiger”-Richtungsregel völlig ignorieren, im Sportbecken kreuz und quer schwimmen, dich völlig von deiner “Linie” abträngen. Oder noch schlimmer: nicht einmal ans Ausweichen denken. Sodass du im Endeffekt oft sogar Slalom schwimmen musst (auch, aber nicht nur wegen der Menschenmassen) und sowieso komplett aus deinem System kommst. #derklügeregibtnach#oderso

Kennscht?

Der Moment, wenn du dich während und nach jeder Ausdauer-Schwimmsession fragst, ob du dich nicht doch mal als Triathletin versuchen solltest. Du beschließt, diesen Sommer wieder öfter schwimmen zu gehen. Und dich generell einfach richtig gut, motiviert, sauber und frisch fühlst.

#CHLORLIEBE

Milanomarathon 2017: #dannlaufmahaltmal arundedurchmailand

2.4.2017

Nach der 3-monatigen Vorbereitungsphase mit vielen Ups und einigen (motivationalen) Downs, war es am letzten Sonntag endlich soweit: Gemeinsam mit Christina stand ich um 9.30Uhr an der Startlinie zum diesjährigen Mailand Marathon – für mich der 2., für Christina war es Marthon-Premiere. Woop woop!

Den Vortag (Anreise am 31.3. am Abend) verbrachten wir weitgehend sightseeend auf unsren Beinen und sagen wir so, die Pre-Race-Nutrition hätte etwas ausgewogener sein können (ich sag nur gelati, pizza,…). Dementsprechend schwer fühlten sich meine Beine am Marathonmorgen auch an…

Augen zu und durch. Zu italienischen Opern-Arien setzte sich der Marathon-Tross in Bewegung. Die Stimmung pompastisch. Schnell kann ich zu den 3:50er Pacern aufschliessen. Es läuft sich erstaunlich leicht. Bei km13  macht sich das erste Mal der Bauch bemerkbar. Mein Pace wird bedenklich langsamer. Die Halbmarathonmarke überquere ich in ca. 1:57h – dann geht nichts mehr. Christina zieht an mir vorbei – zumindest lebt für eine von uns noch die Hoffnung die 4h Mauer zu durchbrechen! Bei km 23 bin ich kurz vorm Aufgeben. Der Magen spielt verrückt – auf das 2. Powergel verzichte ich. Kopf und Körper schreien “Aufhören!” “Bringt nix!” “3h-Zeit is eh nimmer drin!”. Und dann gabs da doch noch ein Fünkchen Energie, dass noch nicht ganz aufgeben wollte! Oder war es vl. doch einfach nur die auswegslose Situation in einer fremden Stadt ohne Geld und Ubahn-Ticket von der ländlichen Pampa zurück ins Citycenter zu kommen…?! Von Trink-Station zu Trink-Station (alle 5km) schleppe ich mich förmlich. Irgendwann überhol ich Christina wieder – auch ihre Batterien sind schon ziemlich aufgebraucht – so it seems. Bei km30 ist klar – die restlichen 12 schaff ich jetz auch noch irgendwie. Es is heiss. Ich hab viiel zu viel an (lange Ärmeln), der Weg zurück in die Stadt ziiiieht sich. Km für km nähert sich die erlösende Ziellinie, auf den letzten Kilometern ist die Stimmug wieder genial. Ich beisse die Zähne zusammen, setz ein breites Lächeln auf, nehme High-fives entgegen, lass mich die letzten Meter nur so feiern. Geschafft! 4h15min37sek. Yes! Immerhin meine PB um 45min unterboten. Ok, zugegeben, das war jetz nit wirklich schwer. 😉 Auch Christina schwebt bald darauf über die Zielline! We did it!!! Dieses Gefühl, unbeschreiblich! So stell ich mir Geburt vor. Zuerst mega schmerzhaft, und dann innerhalb von Sekunden alle Qualen vergessen. Fast. Zumindest solange man Stufen meidet. Also nach dem Marathon.

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Und dann – ja dann spielte mein Magen komplett verrückt. 1h nach dem Rennen: Schlecht, zittrig, Krämpfe. An ein Nachhausefahren mit dem gebuchten Bus war nicht zu denken. Also hing ich spontan noch ne Nacht dran und fuhr erst am nächsten Morgen zurück, während Christina schon noch am Abend ihren Flieger zurück nach Wien nahm. Bereits am späten Sonntagabend war aber auch bei mir körperlich wieder alles in Ordnung – und v.a. muskulär hielten sich die Zwickereien ziemlich in Grenzen. Training zahlt sich dann doch aus! 🙂
Fazit zum Milano Marathon: Tolles Event! Super organisiert. Wunderbare Strecke. Mega Stimmung – und das sogar unter den Läufern, die in einert Tour drauflos scherzen… (da kommt man sich mit Kopfhörern richtig doof vor). Gerne wieder! 🙂

Hier ein kurzes Video von unsrem Trip:

Und jetz? Tja, der letzte Marathon kann das nicht gewesen sein – da war noch was mit nem 3er vorne bei der Marathonzeit… Aber zunächst gestalt ich jetz mein Training ein bisschen abwechslungsreicher – mehr Trails, ein paar Fun-Runs (VCM Staffel, Wings for Life,…), alternative Gschichtln (Schwimm- und Bergsaison!). Und dann wird am Pace getuned – wär doch gelacht wenn Intervalle und ich nicht doch noch mal Freunde werden könnten…

Cya in der Wachau. Oder so. 😉